GrowlampenEs werde Licht, sprach der Hanfbauer – und entweder prasselt die gnadenlose Sonne des Klimawandels outdoor auf das Cannabis oder es scheinen die LED-Lampen mit voller Kraft auf den indoor Grow. Sowohl im Freien wie auch drinnen Cannabis anbauen ist sehr beliebt und auch wenn seit einigen Jahren die Sommer wärmer und sonniger sind, so bleibt indoor Hanf mit der besten Beleuchtung für viele Grasbauern die bevorzugte Methode. Aber welche Cannabis Lampen sind derzeit überhaupt zu haben? Was gibt’s für Innovationen und worauf müsst Ihr beim Kaufen von Hanf Beleuchtung  beziehungsweise Growlampen achten?

Auf den Messen und im Internet finden sich eine Menge Growlampen von LED über fluoreszierendes Licht bis hin HID Grow Leuchten, so dass für jede Art Hanf Zucht garantiert das passende Gerät dabei ist. Dabei ist es auch gleichgültig, ob Ihr nun eine Cannabissorte Indica, Sativa oder die beliebten Hybride anbauen wollt – mit der richtigen Beleuchtung sind gutes Wachstum und ein hoher Ertrag garantiert. Überhaupt ist indoor Hanf anbauen sehr simpel, lässt sich zudem von der Aussaat bis zur Blüte bestens überwachen, so dass neben dem Licht auch die Bewässerung und die Temperatur auf optimalem Niveau gehalten wird.

Welche Growlampen und Beleuchtungssysteme für Cannabis gibt es überhaupt?

Mittlerweile wird die Auswahl an Growlampen immer größer und das boomende Hanfbusiness etwa in den USA arbeitet ständig an Innovationen für die bestmögliche Beleuchtung. In Kanada beispielsweise, dem größten Flächenland der Welt mit Cannabis legal ist Outdoor anbauen wegen der rauen Temperaturen nur eingeschränkt möglich, dazu braucht es besonders robuste Hanfsorten, die wiederum in der Auswahl nicht so groß sind – der massive Bedarf an Gras wird also im Gewächshaus und in riesigen Indoor Plantagen gedeckt und dafür entwickeln pfiffige Ingenieure die Beleuchtungssysteme weiter.

So findet Ihr derzeit im Cannabis Lampenladen folgende Lichtsysteme in der Übersicht:

  • Leuchtstoffröhren: Preiswert und vor allem für die Wachstumsphase geeignet, dazu mit überschaubarem Energieverbrauch,
  • Energiesparlampen: Kompaktleuchtstofflampe, Niederdruck-Gasentladungsröhre und fluoreszierender Leuchtstoff – die Energiesparlampen beim Cannabis haben ein Vorschaltgerät und passen sich beim Verbrauch entsprechend an,
  • Natriumdampflampen: Hier fließt der Strom durch ein Gas, daher zirkuliert auch die Bezeichnung Gasentladungslampe,
  • Leuchtdioden: Die LED Beleuchtung ist zweifellos besonders beliebt und hier wird Festkörperhalbleiter-Energie verwendet.

Das erst einmal zur Übersicht und jetzt schauen wir uns neue und populäre Beleuchtungssysteme für Cannabis im Detail an. Eure Wahl hängt nicht einfach nur vom Zweck und Einsatz der Growlampen ab, sondern natürlich auch vor allem vom Verbrauch – Haschisch und Marihuana Indoor anbauen kann ordentlich Geld kosten und dank der vorgeblich grünen Energiewende werden diese Kosten wohl in Zukunft noch steigen.

Besonders beliebte Hanf Lichtsysteme

Schauen wir also auf derzeit besonders häufig verwendete Beleuchtungssysteme. Hanfbauern, die zu Hause Indoor im Grow-Zelt Cannabis züchten oder einfach im großen Blumentopf, die brauchen abgestimmte, zuverlässige Lampen zu überschaubaren Kosten. Dabei setzen sowohl die kleinen Cannabis Hobby Gärtner wie auch große Unternehmen auf die gleichen Systeme.

  1. HID Growlampen

High intensity discharge – diese HID Lampen für Hanf sind in der Anbauindustrie häufig Standard, vereinen diese Beleuchtungssysteme doch Intensität, Effizienz und akzeptable Unterhaltskosten für alle Zwecke. Es wird ausreichend Licht produziert und auch wenn die HID Lampen gegenüber den LED Systemen etwas weniger effektiv strahlen, so kosten sie doch bei der Anschaffung nur einen Bruchteil. Derzeit gibt’s vor allem zwei HID Systeme für den Hanf Anbau:

  • Metallhalogenid: Blauweißes Licht eignet sich bei diesen Lampen bestens für die Wachstumsphase,
  • Natriumdampflampe: Bestens geeignet für die Blütephase mit rot-orangenem Licht.

Dazu haben die HID Lampen spezielle Reflektoren und wenn Ihr euch beide Systeme nicht leisten könnt, dann geht auch zunächst der Einstieg mit der Natriumdampflampe, die leisten mehr Licht pro Watt. Es gibt magnetische und digitale Systeme zur Kontrolle, wobei Ihr beim auf elektromagnetische Interferenzen achten müsst, es ist hier nicht immer das billigste Angebot auch das beste! Außerdem produzieren HID Lampen wirklich sehr viel Hitze und Ihr braucht Ventilatoren, gute Durchlüftung – was alles mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

  1. Fluoreszierende Growlampen

Hier greifen Leute gerne zu, die nicht ganz so viele Hanfpflanzen heranziehen, weil sich die Kosten im Rahmen halten und trotzdem die Effektivität sehr hoch ist:

  • beliebt sind ganze Systeme mit Reflektoren, Vorschaltgerät und Leuchten,
  • sie brauchen keine extra Kühlung, da die Hitzeentwicklung nicht so hoch ist wie bei HID Lampen,

Freilich werden etwa 30% weniger Licht pro Watt produziert und auch der Platz kann ein Problem werden, weil die fluoreszierenden Grow Lampen schon mal mehrere Meter lang sein können.

  1. Induktion Growlampen

Induktion ist ja nicht nur beim Aufladen vom Smartphone der große Trend, sondern findet auch seine Fans beim Cannabis anbauen. So sind diese auch als fluoreszierende Lampen ohne Elektroden bekannt, das ist eine schon ältere Technik, die Nikola Tesla höchstpersönlich im 19. Jahrhundert erfand – auch wenn dieser große Ingenieur selbst kein Gras angebaut hat. Nachteile der Induktionslampen sind der Preis und die Verfügbarkeit.

  1. LED Growlampen

Die lichtemittierende Diode gibt’s schon eine Weile, doch mittlerweile setzen sehr viele Cannabisbauern indoor auf diese Systeme und nutzen die unschlagbare Effizienz. Bei den Kosten erschrecken sich dann aber manche Züchter und ganz allgemein schlagen LEDs im Vergleich zu den genannten HID Lampen mit dem zehnfachen Preis zu Buche! Dafür bekommt Ihr aber eine sehr lange Laufzeit, weniger Energieverbrauch, weniger störende Hitze und alle erdenklichen Lichtspektren für die maximale Ausbeute beim Hanf anbauen.

Pro Watt wird bei einer LED Lampe viel mehr Licht emittiert und bei größerer Anbaufläche könnt Ihr mehrere Leuchten verwenden. Der Standard ist hier SMD – das heißt Surface Mounted Device – und im Prinzip ist das gleiche System in den beleuchteten Birnen am Weihnachtsbaum wie auch im Screen eures Telefons verbaut. Mit bis zu 100 Lumen pro Watt und zugleich einer viel geringeren Hitzeentwicklung sind die klassischen LED Lampen perfekt geeignet, um auch das nötige Farbenspektrum von rot, grün und blau abzudecken beim Indoor Hanf anbauen. Ihr könnt das Licht entsprechend anpassen wie das ja in der Natur je nach Jahreszeit auch passiert. Schon seit den 1960er Jahren finden diese Beleuchtungen Anwendung, doch erst der Durchbruch bei eben dieser Farbintensität und dem Wechseln der Farbfrequenz schob den Siegeszug beim Cannabis züchten richtig an – heute sind LED Beleuchtungssysteme Standard, dabei auch preiswerter und qualitativ hochwertiger als jemals zuvor.

Speziallampe COB LED: Die genannten SMD Systeme werden noch übertroffen bei der Flexibilität von COB Lampen, die auf nur einem Chip mehrere individuell leuchtende Dioden aufweisen. Damit steigt die Effizienz und die Helligkeit ist bestechend – Minium 80 Lumen pro Wattzahl und das wiederum maximiert die Lichtausbeute in der Fläche. Gut möglich, dass diese Lampen bald Standard sind, auch wenn hierbei die noch recht hohen Preise sinken müssen. Leicht, sparsam und intensiv auf allen Frequenzen stellen diese speziellen LED Systeme eine besonders lohnenswerte Anschaffung für Hanfbauern dar.

Noch mal zu den Phasen der Hanfpflanze…

…schließlich können wir mit den genannten Growlampen passgenau liefern, was die Botanik verlangt. Leuchtstoffröhren sind gut für die Phase der Aussaat, bei der sich die Stecklinge schließlich durch den Boden ins Helle winden – weißes Licht ist hier am besten geeignet. Orangenes Licht ist ein Allrounder für alle Phasen und während der Wachstumsphase empfiehlt sich blaues Licht beim Hanf. Bis dato haben die Cannabisbauern hier unterschiedliche Systeme kombiniert wie eben Natriumdampflampen und Halogen-Systeme, doch die genannten LED-Beleuchtungssets decken alles ab und lassen sich je nach Bedarf und Phase kinderleicht variieren.

Beim Gras anbauen ist Licht immer zu gewährleisten – 18 Stunden sind Pflicht während des Wachstums und 12 Stunden braucht Cannabis, wenn es in die Blüte geht. Im Mittel sind hier 400 Watt pro Quadratmeter Pflanzen empfehlenswert, Grower sollten 300 Watt nicht unterschreiten.

Stromkosten im im Auge behalten!

Egal welche Growlampen Ihr verwendet – die Stromrechnung wird beim Cannabis indoor anbauen zulegen. Das kann der Stromfirma auffallen und auch sonst ist Vorsicht angebracht, wenn im Mehrfamilienhaus immer und ständig rund um die Uhr eine besonders helle Lampe die Nachbarschaft beleuchtet. Es empfiehlt sich daher eine Growbox, ein Growschrank, der sich von außen nicht einsehen lässt und im Inneren dafür den Hanf wie die Sonne persönlich verwöhnt. Schaut am besten nach einem passenden Grow-Rechner im Netz, dort lässt sich der Energieverbrauch anhand der verwendeten Lampen je nach Anbaufläche und Pflanze gut kalkulieren.