Die Hanfpflanze – alles wichtige für den Grow!

Die Hanfpflanze – alles wichtige für den Grow!2018-07-10T11:46:21+00:00

Cannabis Pflanze oder HanfpflanzeSeit Jahrtausenden nutzt der Mensch die Hanfpflanze für ganz unterschiedliche Zwecke und diese Pflanze, gemeinhin auch als Hanf bezeichnet, hat dabei mit einer ganzen Reihe von Vorurteilen zu kämpfen. Natürlich bezieht sich diese Ablehnung vor allem auf die Funktion als Rauschmittel, das immer noch in vielen Ländern der Welt rechtlich als illegal und sozial als verwerflich geächtet ist, doch seit einiger Zeit setzt auch hier ein grundlegender Wandel ein. Cannabis ist aber darüber hinaus weit mehr als einfach nur Rauschdroge und findet beispielsweise Verwendung als Kleidung, Speise, Baumaterial  und es ist an der Zeit, die Bedeutung der ungemein vielseitigen Hanfpflanze neu zu bestimmen. Kaum ein anderes Gewächs dieser Erde lässt sich so umfassend nutzen und auch wenn die Forschung dazu längst nicht so weit ist wie beispielsweise die kulturelle Wertung, verdient Cannabis eine perspektivisch moderne, realistische Betrachtung.

Die Hanfpflanze im Fokus

Wer sich für Cannabis, Marihuana & Co interessiert, der wird natürlich auch auf die Hanfpflanze stossen. Denn ohne die Hanfpflanze würde es keine Hanfprodukte geben. Was viele nicht wissen – Hanf wird seit Tausenden von Jahren genutzt. Hier in unserem Artikel zur Hanfpflanze erfahren Sie alles Wichtige rund um die nützliche Pflanze:

  • Seit wann wird die Hanfpflanze genutzt – die Geschichte der Hanfpflanze
  • Die Zuordnung der Pflanze
  • Die Hanfpflanze in Medizin und Wirtschaft
  • Genetik und Geografie der Hanfpflanze
  • Wie erkenne ich männliche und weibliche Hanfpflanzen
  • Was unterscheidet Indica und Sativa Hanfpflanzen?
  • Wie wird die Hanfpflanze konsumiert & welche Wirkung hat die Hanfpflanze
  • Die Hanfpflanze in der Medizin

Name und Zuordnung  der Hanfpflanze

Als Pflanze gehört Cannabis zu den Hanfgewächsen und ihr Name bezieht sich auf die flüchtigen Substanzen, die Cannabinoide, welche fast nur bei den weiblichen Vertretern der Gattung auftreten. Diese sind für den Rausch verantwortlich, wobei hier noch viele weitere chemische Feinheiten bestehen, die in der Kultivierung, dem Anbau und der Nutzung eine entscheidende Rolle spielen. Hanf als Bezeichnung ist oft geläufiger, doch bezieht sich diese Nennung vor allem auch auf die gewonnenen Produkte der Cannabis Pflanze im Allgemeinen und auf die eigentlichen Hanffasern im Speziellen. Des Weiteren finden sich  gerade in Bezug auf die Verwendung als Droge die Begriffe Haschisch und Marihuana, doch sind das ähnlich wie beim Wort Hanf bereits Resultate, die durch eine spezielle Behandlung der Pflanze entstehen. Die unterschiedlichen Benennungen drücken die Bedeutung von Cannabis in der menschlichen Kultur aus und so haben dann auch Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Medizin viele weitere Begriffe generiert. Ob Gras, Pott, Shit oder Piece – es gibt unzählige Bezeichnungen, die immer wieder direkten Bezug auf die Verwendung nehmen und sich dabei dem Slang der Straße genauso bedienen wie auf lokale Sprachen und Dialekte.

Im 18. Jahrhundert klassifizierten Forscher die Hanfpflanze anhand von bestimmten Merkmalen und Laufe der folgenden Jahrzehnte fand eine intensive Auseinandersetzung zur Systematik statt. Heute haben anhand von genetischer Zuordnung mehr als 150 verschiedene Populationen Eingang in die Lehrbücher gefunden und vor allem die Einteilung in Cannabis sativa und Cannabis indica sind für die Verwendung und den Anbau von großer Bedeutung. Es gibt daneben noch weitere Unterarten, die aber bisher in der Nutzung keine besondere Rolle spielen.

Eine lange und wechselvolle Geschichte

Bis in die Zeit des frühen Kambriums, also weit in die Erdaltzeit, reicht das Vorhandensein von den sogenannten Endocannabinoiden zurück. Damals beherrschten wirbellose Weichtiere den Planeten, es kam zu einer Lebensexplosion in den Meeren und diese speziellen Rezeptoren regulierten schon in den Urzeiten der Erde wichtige Abläufe der Biologie. Die Endocannabinoiden waren also sprichwörtlich schon beim Trilobiten aktiv, begleiteten die Dinosaurier und wirken heute auch beim Menschen als höchster Klasse der Säugetiere einer biochemischen Unausgeglichenheit entgegen.

Natürlich war und ist diese Entwicklung von der Verwendung der eigentlichen Cannabispflanze zu trennen. Tyrannosaurus Rex und Ichthyostega haben keine Joints geraucht, doch ist es erstaunlich, dass die höchst einflussreichen Rezeptoren das Leben schon so lange begleiten. Die menschliche Evolution jedenfalls scheint unzweifelhaft stark vom Hanf beeinflusst und dabei steht die umfangreiche Nutzung und vielseitige Anwendung von Anfang an im Zentrum.

Als Arbeitsmaterial unentbehrlich, als Medizin geschätzt

HanfpflanzeSchon vor der neolithischen Revolution, dem Sesshaftwerden des Menschen, haben unsere Vorfahren mit Hanf gearbeitet und es finden sich immer wieder Hinweise in Ausgrabungsstätten auf eine Verwendung als Dekoration oder schlichtes Arbeitsmaterial etwa bei Seilen und Schnüren. Gleich zu Beginn ist es doch die ganz besondere Fähigkeit als Rauschdroge, die Cannabis zu einem Dauerbrenner der Nutzung durch den Menschen macht und hier stehen zum Beispiel China und Indien als lokale Zentren im Fokus. Das Kraut und seine Produkte werden medizinisch hochgeschätzt und alte Berichte erzählen von einer Verwendung gegen eine Unmenge von Leiden wie beispielsweise Schmerzen, Infektionen oder als Mittel zur Entspannung. Kein Wunder also, dass der heute vielerorts verteufelte Hanf sich in zahlreichen Grabbeigaben findet schon lange vor der Zeitenwende war die Pflanze in so gut wie allen kulturellen Zentren verbreitet. Kaiser, Gelehrte und berühmte Ärzte verwendeten in der Antike und im Mittelalter Cannabis als selbstverständliches Mittel gegen alle möglichen Beschwerden.

Die Hanfpflanze ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Daneben ging die wirtschaftliche Nutzung immer weiter, wurden zum Beispiel die enorm kräftigen Fasern für imposante Bogen als Sehne verwendet und Herrscher wie Karl der Große hatten überhaupt kein Problem damit, wenn die örtlichen Bauern den Hanf auf den Feldern anbauten. Im späten Mittelalter entdeckten Forscher, dass sich der heute als Cannabis bezeichnete Rohstoffe für die Herstellung von Papier eignet und berühmte Werke wie die Gutenbergbibel oder auch die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurden auf Papier aus Hanf gedruckt. Die Schiffe großer Handelsnationen wie Venedig und Genua fuhren mit Hanfsegeln über die sieben Meere und erst die in modernen Zeiten erfundenen Kunstfasern setzten dem regen Anbau in europäischen Breiten ein Ende. Heute feiert der vielseitige Rohstoff ein großes Comeback, es gibt Kleidung, Farben, Futtermittel auf Hanfbasis und auch der Genuss als Rauschdroge erfährt eine spektakuläre Wiedergeburt.

Geographie und Anbaugebiete der Hanfplanze

Cannabis PflanzeDie ersten Hinweise auf einen Anbau von Cannabis finden sich in Asien. Vor allem im südlichen China, in Indien und um das Himalaya Gebirge ist die intensive Pflanzenzucht für viele tausend Jahre belegt. Aufgrund der regen Verbreitung lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen, wo Hanf zuerst wuchs und auftrat, doch lässt die enorme Robustheit keine klare geographische Abgrenzung zu. Cannabisbauern verweisen immer wieder auf diesen Umstand und reden sogar von Unkraut, das freilich für eine Verwendung als Rauschdroge sehr wohl spezielle Bedingungen in puncto Boden und Klima erfordert.

Abgesehen vom industriell genutzten Hanf konzentriert sich der Anbau hochpotenter Sorten auf Länder wie Marokko, Thailand, Afghanistan, Südamerika, Teile Schwarzafrikas oder auch auf hochgelegene Länder wie Nepal und Pakistan. Mit fortschreitender Liberalisierung in Amerika finden sich Outdoor Cannabisfelder von Kalifornien bis nach Colorado. Und natürlich wächst das heute ungemein beliebte Indoorgras auch in Gewächshäusern, egal ob nun in der Schweiz, in Holland, Tschechien, Kanada oder, natürlich im Verborgenen, auch in so manchem deutschen Hobbykeller.