
Cannabis für Schwerkranke – Gras auf Rezept?
Wichtige Impulsgeber sind das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie das Gröhe unterstellte Bundesministerium für Gesundheit. Auf den Websites dieser Institutionen findet Ihr übrigens alle Infos zum neuen Gesetz, das ist zwar bürokratisches Geschwafel, aber sehr wohl interessant zu lesen. Von nun sollen die Krankenkassen nicht nur bei chronischen, sondern generell bei schweren Leiden die Kosten für Cannabis übernehmen! Abgelehnt werden darf nur in besonderen Fällen und es liegt jetzt ungeheuer viel am Arzt selbst, der verordnen darf auch ohne vorher alle Tinkturen und Tabletten der Schulmedizin am Patienten ausprobiert zu haben. Ohne Zweifel wird das die Zahl der für den Hanf auf Kassenkosten in Frage kommenden Personen drastisch erhöhen.
Es soll zwar noch ein paar Leitlinien geben, aber daran müssen sich die Mediziner nicht halten und jede Krankheit ist dem neuen Gesetz zufolge mit der Verschreibung von Cannabis vereinbar. Gut möglich, dass bald einige Ärzte viele neue Patienten bekommen, während Praxen andernorts einen Schwund erleben dürften. Manche Mediziner halten sich tatsächlich für Götter in Weiß und verweigern gerne jede Eigeninitiative, aber glücklicherweise braucht Ihr euch von jetzt ab einfach nur einen anderen, aufgeschlosseneren Arzt suchen.
Was ist eine schwerwiegende Erkrankung?
Etwas kniffeliger wird es dann schon bei den Kosten. Der Arzt stellt ein Rezept aus, doch offensichtlich haben die Regierenden ganz bewusst offen gelassen, was denn nun die schwerwiegenden Krankheiten im Detail betrifft. Ideologisch jedenfalls scheinen sich CDU, CSU und leider auch die heuchlerische SPD einfach nicht lösen zu können von den Biertrinkerdogmen und so dürften sich viele Kassen ganz folgerichtig weigern, für diese oder jene Erkrankung die Kosten für das Hanf Rezept zu übernehmen. Klarheit sieht ein wenig anders aus, die Nebelkerzen sind aber gewollt und als Kiffer beziehungsweise bedürftiger Patient solltest Du immer auch davon ausgehen, dass eine Verschreibung von Cannabis nicht unbedingt zum völlig kostenlosen Bezug von Gras ausreicht.
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