Cannabis für Tiere: Wirkung, Dosis und Studienlage2021-09-05T02:20:48+02:00
Cannabis für Tiere Wirkung Dosis und Studienlage

Ob Hund, Katze, Pferd, Fische – und sogar Spinnen können bekifft sein!

Hanfprodukte für Haustiere sind in Ländern mit einer bereits erfolgten Legalisierung bereits die Norm im gut sortierten Fachgeschäft und auch bei uns können wir zum Beispiel CBD-Öl für Hund und Katze kaufen. Viele Besitzer fragen sich natürlich zu Recht, wie es beispielsweise um die psychoaktive Wirkung steht und um die grundsätzlich sinnvollen Anwendungen von Cannabis für Tiere, schließlich verfügen die Vierbeiner wie wir Menschen auch über ein Endocannabinoid-System für eine passgenaue Interaktion mit Cannabis. Welche Besonderheiten solltet Ihr beachten beim Einsatz von Haschisch und Marihuana für Tiere und wo sind die Erkenntnisse zur Grasmedizin für die geliebten Kreaturen im Haushalt bis hin zum Rennpferd schon sehr sicher und belastbar in der Wissenschaft?

Cannabis für Tiere: Wirkung auf Hunde

Hierzu gibt’s die meisten Untersuchungen und Studien und es ist schon lange bekannt, dass Hunde einen intensiven Rausch beim Konsum von Hanf durchleben. Der Unterschied zum Menschen liegt freilich in der Struktur unseres Gehirns, das den berühmten präfrontalen Kortex aufweist, der uns zu Reflexion und Verständnis der Abläufe verhilft. Heißt: Wenn Ihr euch einen dicken Joint reinzieht und dann die Wirkung von THC und CBD spürt, dann hilft Euch das Gehirn das einzuordnen und eben nicht durchzudrehen! Hunde jedoch haben keinen präfrontalen Kortex – die fühlen das direkt und entsprechend verständnislos. Taumeln, Zittern, Angstzustände – Bello hat keine Idee, warum das so ist und dementsprechend solltet Ihr THC und psychoaktives Gras unbedingt von Hunden fernhalten.

Effekte und Hanf-Therapien für Bello

Hunde werden auch high als Passivraucher! Es gibt Leute, die pusten den Qualm aus der Bong dem armen Köter in die Nase und das ist richtig schädlich. Untersuchungen zufolge brauchten die Tiere beim Einatmen von Cannabis dreimal so lange, um die als gesund einzustufenden Level beim Blutfluss zu erreichen als das bei Zigarettenqualm der Fall ist. Auch Überdosen sind beim Hund möglich, auch wenn das vom Gewicht abhängt und schon sehr starke, dauerhafte Bequalmung voraussetzt.

Leider frisst der Vierbeiner aber auch mal das Stück Hasch oder die meistens recht starken Hanfkekse oder Space Cookies, weshalb solcherlei Hanf Gebäck immer verschlossen sein sollte. Die häufigsten Symptome einer solchen Überdosierung sind bei Hunden beispielsweise Lethargie, niedriger Herzschlag, niedrige Temperatur, Krampfanfälle, schwankender Gang, Übelkeit und Erbrechen sowie starkes Sabbern. 

Demzufolge ist es pure Tierquälerei, den Hund mit Grasqualm vollzupuffen. Anders sieht es aus bei einer medizinischen Anwendung. Ganz frischen Untersuchungen zufolge kann eine überschaubare Gabe CBD Schmerzen bei Hunden lindern, zum Beispiel bei der chronisch schmerzhaften Osteoporose als Knochenkrankheit. Anderen Berichten zufolge hilft CBD auch bei Epilepsie und wenn gut 90% der untersuchten Vierbeiner weniger Krämpfe und Anfälle hat, dann könnte diese Hanfmedizin für Bello durchaus hilfreich ausfallen. In den USA gibt’s schon eine Vielzahl an CBD Produkten für den Hund, wir würden aber hier noch die Auswertung weiterer Studien abwarten.

Cannabis Wirkung auf Katzen 

Auch die Mauze zeigt Reaktionen auf Cannabis. Katzen können den THC-Rausch empfinden, schließlich sind sie als Wirbeltiere mit entsprechend Rezeptoren für Cannabinoide versehen. Auch Passivrauchen lässt sich bei den Miezen nachweisen. Freilich ist Hanf keine Katzenminze und selbst wenn die Guten gerne die Triebe an der Cannabispflanze abfressen – der Rauch eines Joints und einer Bong ist etwas ganz anderes! Es fehlt wie beim Hund der Kortex zur Einordnung und entsprechend unwohl sind dann die Empfindungen dessen, was wir Menschen als wohltuenden Rausch schätzen.

Effekte und Hanf-Therapien für die Miezekatze

Wenn Katzen beispielsweise Würstchen mit Cannabis fressen, dann sind Anfälle bei starken Sorten sehr wahrscheinlich. Meine Miez fraß mal etwas Marihuana, musste aber davon nur kotzen und dann war es wieder gut! Schwierig wird es bei Konzentraten. Da zeigen sich dann aggressive Reaktionen, eine beschleunigte Herzfrequenz, niedriger Blutdruck, gerötete Augen, Übelkeit, Krämpfe und sogar ein Koma, wenn die Dosis sehr hoch gewesen ist.

Zwar verschwinden diese Effekte fast immer nach nicht allzu langer Zeit, aber absichtlich herbeiführen – das ist keinem Kiffer für seine Miez zu empfehlen! Derzeit fokussieren sich die Studien vorrangig auf Hunde und die Katze ist etwas außen vor. Es wird zwar behauptet, dass geringere Dosen für den Hund auch der Miez helfen, etwa bei Epilepsie oder Schmerzen, aber erforscht ist das bis dato nur im Ansatz. Klar ist aber auch hier: CBD ist weit interessanter in der Anwendung bei der Mauze als THC! Vorsicht ist aber immer angebracht.

Cannabis Wirkung auf Pferde

Solch ein Haustier ist zwar eher was für Bauern und Teenager mit reichen Eltern, aber Pferde stehen bei der Behandlung mit Hanfmedizin zunehmend auf dem Tableau der Forschung. Zunächst einmal ist klar: Pferde können sehr wohl high werden! Gesundheitsbehörden in den USA halten THC und damit Cannabis jedoch für Gift für die Vierbeiner und beziehen sich dabei auf für Pferde äußerst ungesunde Effekte – Lethargie, gestaffelter Gang, Angststörungen und dazu kommen bei der Einnahme auch noch ein veränderter Blutdruck. Sogar Berichte über tote Pferde sind vorhanden, auch wenn dieser eine Klepper an einer Kolik litt, als ihm Hanf zu fressen gegeben wurde! Pferde sind extrem sensible Tiere – hier sollten wir mit der Gabe von Cannabis auf jeden Fall Zurückhaltung üben.

Nichtsdestotrotz beginnt beim Pferd nun gerade eine Menge Forschungsarbeit. Umtriebige Unternehmen haben CBD Produkte sogar für Rennpferde am Start und wir werden berichten, wenn es hierzu erste Ergebnisse in der Wissenschaft gibt. Säugetiere haben allesamt ein Endocannabinoid-System und das hat immer auch eine Funktion, die es noch besser zu erforschen gilt. 

Weitere Tiere und die Verwendung von Hanfmedizin

Alle Säugetiere besitzen ein Endocannabinoid-System und weil die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze dort passgenau andocken, wird Cannabis als Medizin verwendet im Gegensatz etwa zum durchweg giftigen Alkohol. Dessen Rausch mussten wir lernen zu genießen, doch die Cannabinoide docken beim Konsum im Körper an, lösen wohltuende Effekte aus und natürlich findet das auch in der Veterinärmedizin zunehmend Beachtung.

  • Cannabis und Kühe: Tatsächlich auch Kühe können sich berauschen am Hanf und derzeit wird erforscht, wie sich die Gabe von Hanf auf den Prozess der Milchproduktion auswirkt. 
  • Cannabis und Nagetiere: Meerschweinchen, Hamster und die kleine Maus sind Säugetiere, sollten aber im Zweifelsfall nur mit Cannabidiol behandelt werden als Isolat garantiert ohne THC, sonst droht eine Berauschung wie das ein neugieriger Nager beim Hanfbauern erlebt hat.
  • Cannabis und Spinnen: Höchst bemerkenswert sind hier die Daten, schließlich reagieren die haarigen Biester hinter Glas sehr wohl auf Drogen und dabei auch auf Cannabis! Die NASA hat dazu schon in den 1990ern geforscht und bekifft hatten die Spinne echt Probleme beim Spinnen der Netze. Immerhin waren die Netze stabiler als jene, die Spinne unter Einfluss von Schlaftabletten bauten. 
  • Cannabis und Fische: Haben wir erst nicht geglaubt, aber die Fische können sehr wohl bekifft werden. Bei Untersuchungen im Libanon wurde Fischfutter mit Cannabis-Öl getränkt in der Annahme, das würde die Fische entspannen! Aber nein – die Wassertiere wurden aktiver und begannen zu fressen.
Verfressene Hunde und Hanf als Lebensmittel

Bekanntlich haben die Vierbeiner wenig Skrupel wenn es um das leibliche Wohl geht und ganz folgerichtig schnappen Hunde auch mal beim Hanfprodukt zu. Liegt ein Keks mit THC auf dem Küchentisch, dann ist Bello gar nicht so selten direkt vor Ort und lässt sich schmecken, was keineswegs für seinesgleichen gedacht ist. Veterinäre verweisen auf die Legalisierung von Cannabis und auf gelegentlich unachtsame Menschen, die solcherlei Produkte offen herumliegen lassen.

Auch rufen die Leute eben eher beim Tierarzt an, wenn Hanf erlaubt ist und suchen direkt Hilfe. Das ist übrigens ein wichtiger Grund für die Freigabe, da erwachsene Bürger keine absurden Sanktionen mehr fürchten müssen wie in Deutschland, wo die Regierung immer noch versucht den Menschen Bier und Schnaps aufzuzwingen. Frisst bei uns der Hund das Gras und wir suchen Hilfe, dann drohen vielleicht Strafen und so gibt’s moderne Untersuchungen zum Thema mal wieder nur aus freien Ländern wie den USA und Kanada.

Welche Nebenwirkungen sind bei Hanf für Haustiere möglich?

Die Köter haben nun kein Gehirn wie wir Menschen und können THC kaum einschätzen, was dann sprichwörtlich zum tierischen Wahnsinn führt für eine Weile. Bello dreht durch, bellt, jault und rennt umher oder verkriecht sich in der Ecke, wenn das verzehrte Marihuana im Hundekopf zu wirken beginnt. Damit einhergehen können aber auch durchaus ernstzunehmende Beschwerden wie:

  • Herzrasen,
  • Überhitzung,
  • Krämpfe,
  • Erbrechen und Inkontinenz.

Das geht vorbei, natürlich, aber unseren geliebten Tieren ersparen wir eine solche Erfahrung besser und achten daher auf eine sichere Verwahrung aller Cannabis Produkte im Haushalt. Prinzipiell gilt das ja auch für Kinder und Jugendliche und Hanf ist als Medizin und Genussmittel in erster Linie für erwachsene Leute gedacht, was einen entsprechend verantwortungsbewussten Umgang erfordert. Wie die Eltern bitte auch nicht vor den Kindern Joints rauchen, so die Besitzer im Beisein der Haustiere – am besten gehen wir auf den Balkon und auf einer Parkbank wird der Rauch vom Dübel selbst die empfindliche Hundenase wenig stören.

Der neue Medizinschrank: In die Notfallapotheke gehört Hanf natürlich mit rein ob der vielseitigen Anwendung und dieser Kasten im Bad oder im Flur sollte abgeschlossen sein und weit oben hängen damit auch die aktivsten Hunde dort nicht drin herumschnuppern können. Unternehmen müssen sichere Verpackungen entwickeln, die einmal wirklich fest verschließen was an Gras verkauft wird, zugleich aber auch nicht über Gebühr die Umwelt durch überbordende Plastik schädigen. Auf diese Weise lässt sich die für den Menschen so sinnvolle und faire Legalisierung beim Cannabis auch tiergerecht durchführen für Hund, Katze und was sonst noch kreucht und fleucht auf dieser Welt. 

Fragen und Antworten zum Thema Cannabis Wirkung auf Tiere

🔍 Welche Dosierung ist beim Cannabis für Tiere einzuhalten?

Je nach Indikation und damit Schwere einer Erkrankung sollte die Dosierung auch an das Körpergewicht angepasst sein. Cannabinoide als Inhaltsstoffe der Hanfpflanze sind vielseitig und es empfiehlt sich wie schon beschrieben vor allem das nicht berauschende Cannabidiol ohne THC Anteil. Auch gibt es Breitspektrum Hanf, der alles enthält wie etwa die aromatischen Terpene, den Rauschanteil aber draußen lässt und wir beginnen stets mit einem Tropfen niedrigster Dosierung, schauen auf die Reaktionen der Kreatur und auf die Verträglichkeit selbst.

🔍 Wie stehts um die Gabe von Cannabis für Reptilien?

Neben Spinnen sind zweifellos der Gecko oder auch Schlangen im Terrarium einen Blick wert, aber hier gibt’s derzeit kaum Forschung oder gar belastbare Studien. Obwohl ein Chamäleon das Endocannabinoid-System besitzt, dürfte es schon allein als wechselwarmes Tier anders reagieren oder vielleicht auch gar nicht auf die Gabe von Cannabis, so dass wir am besten noch ein wenig warten auf entsprechend fortgeschrittene Resultate aus der Hanf Wissenschaft für Tiere.

🔍 Was für Produkte mit Hanf sind im Fachgeschäft online zu haben?

An vorderster Stelle stehen Leckerlis vor allem für Hunde und damit das Futter per se, das gerne auch mit Tinkturen beträufelt werden kann. Mittlerweile haben Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit Laboren kaugerechte Sticks mit Cannabis Anteil entwickelt, die schmecken und sollen gut wirken in einem und es gibt Milchprodukte für Katzen oder aufbereiteten Nutzhanf als Zugabe für das Heu der Pferde. Es lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe und wir kaufen nur Produkte, die sicher sind und entsprechend geprüft zum Beispiel durch ein anerkanntes Fachlabor.

🔍 Wie lautet das Notfallprotokoll wenn Tiere zu viel Cannabis fressen?

Hat sich der Hund überfressen oder gar die Katze und steckt dann auch noch THC zum Beispiel in den Haschkeksen, dann kann der Tierarzt angerufen werden, muss es aber nicht in allen Fällen. Normalerweise geht nämlich auch der heftigste Rausch vorbei und die Vierbeiner beruhigen sich, schlafen ein und wachen später wahrscheinlich mit ein wenig Schwindel auf. Wie sich solche Erfahrungen langfristig auswirken ist nicht bekannt, aber Haustiere erinnern sich nicht inhaltlich wie wir Menschen, sondern nur formal und werden aller Wahrscheinlichkeit schlicht davonlaufen wenn mal wieder ein ähnliches Produkt irgendwo herumliegt im Haushalt. Bitte stellt dazu immer ausreichend Wasser bereit.

🔍 Muss ich mit dem Tierarzt sprechen bevor dem Tier Hanf angeboten wird?

Nicht unbedingt. Wie beschrieben kann beim Selbstversuch eine Prise in kleinster Dosis offeriert werden, aber bitte ohne THC und das geht dann zum Beispiel wenn für ältere Hunde und Katzen mit Schmerzen bei Arthritis und Co, bei Entzündungen oder auch mal bei einer Schlafstörung. Klassisch ist übrigens die Reduktion von Stress, was viele Haustiere zu Silvester plagt mit Krach und Gestank durch die Böllerei und wer tatsächlich zum bei Bello und Mauze meistens äußerst verhassten Tierartz geht, kann am Vorabend ein wenig Cannabidiol ins Futter tun, das beruhigt und entspannt dann auch bei der nötigen Autofahrt und in der Praxis beim Veterinär.

Ein Kommentar

  1. Anne Ananas

    19/02/2020 um 9:03 am Uhr - Antworten

    Ich arbeite in einer Tierarzt Praxis, dort haben wir einige cbd Produkte für die Hunde. Unter anderem sehr leckere Kekse. Und ich muss sagen die Kunden und auch die Hunde sind begeistert. Wir haben einige Patienten mit Osteoporose und sehr vielen geht es jetzt so viel besser!

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