Cannabis Nachweisbarkeit: Blut, Urin, Speichel und Haare

Cannabis NachweisbarkeitKiffer, aber auch Patienten mit dem Rezept für Cannabis stellen sich oft genug die Frage, wie lange Hanf-Produkte beziehungsweise deren chemische Substanzen im Körper eigentlich nachweisbar sind. Pauschal lässt sich das gar nicht beantworten, schließlich gibt es zum einen bis dato leider noch keine messbaren Grenzwerte für Haschisch und Marihuana wie etwa bei Alkohol, zum anderen reagiert offensichtlich jeder Mensch ein bisschen anders auf den Konsum und es braucht noch eine Weile Forschung und vor allem auch den Willen in der Politik, um der Bevölkerung an dieser Stelle verlässliche Grundlagen bieten zu können für den Gebrauch eines Genussmittels oder eben einer Hanfmedizin.

Darüber hinaus ist aber auch der Test selbst abhängig von der verwendeten Methode und es bestehen große Unterschied zur Abbaubarkeit von Cannabis im Blut oder eben in den Haaren, worauf es aber im Detail sehr wohl ankommen kann! Akutes Kiffen wirkst sich außerdem viel stärker bei einem Test aus als der Joint auf der Party vor einer Woche und wer dauerhaft, täglich, ohne Unterlass Haschisch und Marihuana konsumiert, der hat einen anderen THC-Wert als Gelegenheitskiffer. Schauen wir also auf die unterschiedlichen Methoden und Körperflüssigkeiten, die Polizei und Justiz unter Umständen bei Dir auf den Cannabiskonsum für einen Test anordnen.

Cannabis Nachweisbarkeit im Urin

Das ist der häufigste Test, um sich Klarheit zu verschaffen, was dann auch manchmal bei der Autobahnpolizei zum Einsatz kommt oder eben im Rahmen eines verordneten Entzugs vom Cannabis. Schnell, billig und relativ zuverlässig – der Urintest auf THC beziehungsweise dessen Metaboliten ist bei den Ordnungshütern populär und weil das Cannabinoid nun mal im Körperfett gespeichert wird, hängt die Nachweisbarkeit ganz klar von der Menge an konsumiertem Hanf ab. Die Zahlen sind dann schon sehr eindeutig:

  • Einmaliger Konsum bis zu 8 Tage
  • häufiger Konsum bis zu 15 Tage
  • Regelmäßiger Konsum bis zu 30 Tage
  • sehr starker regelmäßiger Konsum bis zu 75 Tage – Cannabis ist also mehr als 2 Monate in diesem Fall über den Urintest nachweisbar!

Tipps für den Urintest für Kiffer: Gerade wenn Du recht häufig Gras rauchst, gibt es leider keine wirklich zuverlässige Methode, um den Urin von den Cannabisspuren zu reinigen. Eigentlich ist es den Kiffern auch egal, wie lange THC im Urin bleibt, vielmehr geht es um das Bestehen des Tests und hier greifen manche sogar zu künstlichem Harn! Viel Wasser trinken ist unzuverlässig, weil besonders verdünnter Urin die Beamten ebenso aufmerksam machen kann, bitte vergiss diese Hinweise und versuche folgendes: Mische Fruchtpektin, erhältlich im Internet oder im Reformhaus, mit einem Energiedrink, der ordentliche Elektrolyte am Start hat. Dieses Gebräu trinkst Du in den Tagen vor dem Urintest und spülst bitte immer mit Wasser und ein paar Vitamin-B Pillen nach. Prinzipiell wirken die im Pektin enthaltenen Ballaststoffe positiv bei der Ausleitung vom THC, aber natürlich ist das keine Garantie zum Bestehen des Urintests auf Cannabis!

Cannabis Nachweisbarkeit im Speichel

Sollte irgend Richter auf Drängen eines eifrigen Staatsanwalts ausgerechnet eine Speichelprobe auf Cannabis anordnen, dann hast Du zumindest gute Karten: Die vor allem im Straßenverkehr verwendete Methode kann THC am kürzesten nachweisen und der Hanf ist im Speichel längst nicht so präsent wie im Urin oder im Blut. Daher gelten hier weit relaxtere Grenzwerte:

  • Einmaliger Konsum bis zu 24 Stunden
  • regelmäßiger Konsum bis zu 72 Stunden
  • sehr starker regelmäßiger Konsum bis zu 1 Woche Nachweisbarkeit von Cannabis im Speichel.

Es gibt übrigens einen Kaugummi mit Namen Clear Choice Oral Clear, der reinigt deine Mundschleimhaut innerhalb von weniger als einer Minute vollständig von Rückständen nach dem Kiffen, aber das auch nur bis zu einer halben Stunde!

Cannabis Nachweisbarkeit in den Haaren

Ein Haartest schaut in der Regel nach dem Drogenkonsum in den letzten 90 Tagen und Cannabis wird dabei meistens um die 7 Tage nach dem Kiffen auch noch gefunden. Freilich findet die Haarprobe beim Verdacht auf Haschisch und Marihuana ziemlich selten statt, dafür sind die Kosten schlicht zu hoch, der Aufwand ebenso und Du solltest dergleichen eher nicht fürchten. Auf dem Markt finden sich übrigens eine Menge Shampoos zum Austricksen, aber ob sich auf diese Weise wirklich zuverlässig alle Spuren von Hanf ausscheiden lassen, ist für uns nicht wirklich überzeugend zu klären.

Cannabis Nachweisbarkeit im Blut

Zum Schluss natürlich der Klassiker rund um Drogen und zweifellos ebenso eine kniffelige Methode für Kiffer, wenn es um die Verschleierung des Cannabiskonsums geht! Auch wenn der Bluttest eher selten angeordnet wird und wenn dann übrigens auch mit richtig fetten Kosten für Dich verbunden ist – im Blut ist THC und sind dessen Metaboliten nicht sonderlich lange nachweisbar:

  • Einmaliger Konsum bis zu 24 Stunden
  • häufiger Konsum bis zu 3 Tage
  • regelmäßiger Konsum bis zu 1 Woche Nachweisbarkeit von Cannabis.

Anhand dieser Eckwerte kannst Du dich auf die entsprechenden Tests vorbereiten, auch wenn das im akuten Fall etwa bei einer Verkehrskontrolle wenig sinnvoll ist. Wir empfehlen auf jeden Fall Abstinenz, vor allem wenn die Anordnung durch einen Richter vorliegt, zumal Du durch eine Pause vom Hanfkonsum immer auch deine Toleranzschwelle wieder absenkst und der nächste Joint ist dann gleich noch mal ein Stückweit mehr entspannter, wenn der Cannabistest zuvor abschließend bestanden wurde.

Wir empfehlen Dir auch, dass Du dir unseren umfangreichen Artikel zum Thema durchliest mit mehr Infos, Tipps, Tricks und Kommentaren!

 

Cannabis Nachweisbarkeit: Blut, Urin, Speichel und Haare
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By | 2017-12-17T16:33:02+00:00 Dezember 17th, 2017|Categories: Cannabis Magazin, Cannabis Nachrichten|Tags: , , , , , |

4 Comments

  1. joe 19/12/2017 um 3:12 pm Uhr - Antworten

    Hi,
    ein Freund von mir besucht ein Internat. Er hat sehr gelegentlich mal an einem joint gezogen. Das letzte Mal Anfang Oktober.
    Jetzt soll ein Haartest gemacht werden und ich frage mich, wie hoch das Risiko ist, dass THC o.ä. nachgewiesen werden wird.
    Könnt ihr eine Einschätzung abgeben?

  2. Heiko 17/12/2017 um 4:45 pm Uhr - Antworten

    Einen wunderschönen guten Abend.
    Und zwar habe ich eine Frage.
    ich kiffe so ca 30 Jahre ,und habe jetzt vor meinem Führerschein zu machen.
    wie sieht es aus muss ich es ansagen???

    wenn ich nichts erzähle.
    Bekommen die es irgendwie raus???

    • THC Guide 17/12/2017 um 4:49 pm Uhr - Antworten

      Hallo Heiko,

      nein, da sagst du nichts und es wird auch keiner fragen. Gehst ja nicht zu einem Vorstellungsgespräch (da würde auch keiner fragen, weil nicht erlaubt) – da würdest du nicht hingehen und sagen: „´Hallo, ich bin der Heiko und ein Kiffer“. 😀

      LG

      Thc.guide

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