Cannabinoide: Die große Übersicht zur aktuellen Forschung

Cannabinoide: Die große Übersicht zur aktuellen Forschung2017-07-01T15:42:31+00:00

CannabinoideGras rauchen, kiffen, einen durchziehen – das ist bleibt in etwa die Terminologie aller Cannabis Freunde, die vor allem am Rausch, an Entspannung und an einem lustigen Abend interessiert sind. Und doch ist das mittlerweile nur noch die halbe Seite der Medaille: Hanf als Medizin ist nicht einfach nur en vogue, es wird immer besser erforscht und verstanden und mittlerweile wissen Ärzte und Wissenschaftler ganz genau, was Cannabinoide als die entscheidenden Bestandteile der Pflanze sind, von THC bis CBD wird heute jeder Bestandteil von Haschisch und Marihuana im Labor untersucht.

Um Cannabis als Therapie, als Medizin und immer auch als Mittel zum Relaxen optimal anzuwenden, lohnt sich ein Blick auf die bisher entdeckten und vor allem bereits in der Anwendung verstandenen Cannabinoide im Detail. Vielleicht kennst Du ja die Anzeigen rechts und links der Programmspalten in der Fernsehzeitung, dort werden seit Jahr und Tag alle möglichen Wundermittel von Mariendistel über Teufelskralle bis hin zu irgendwelchen Ölen, Tinkturen, Wässerchen angeboten, für alle denkbaren Leiden wohlgemerkt. Cannabis als natürliches Mittel ist dieser oft ziemlich grotesken Reklame durchaus verwandet, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Hanf wird erforscht, mittlerweile mit Milliarden von Dollar, und während die offerierten Wunderpflanzen wohl vor allem auf den guten Glauben setzen, kann die Weed Pflanze bis in die Genetik und Biologie hinein seziert und entsprechend passgenau bei einer ganzen Reihe von Leiden angewendet werden.

Was sind Cannabinoide überhaupt?

Es offenbart schon eine gewisse Ironie, wenn eine Pflanze über Jahrzehnte vor allem von Seiten der Pharmaindustrie derart verteufelt wurde, nur um die eigenen Tabletten und Hustensäfte am besten noch mit Opiaten an den Mann und die Frau, ja selbst an das Kind zu bringen – und wenn die gleiche Pflanze nun bei veränderter gesellschaftlicher Haltung plötzlich medizinisch zu einem Wundermittel ausgerufen wird. Was ist passiert? Vom Schamanen bis zum Hippie ging es immer nur um das THC, um den Rausch und die vielen positiven „Nebenwirkungen“ von Cannabis wie gesteigertes Hungergefühl oder eine angenehme Müdigkeit wurden vor allem als typisch, aber eben nicht als hilfreich in der Medizin betrachtet.

Doch dann verstand die Forschung, dass es die Cannabinoide im Hanf sind, die für eine entsprechende Wirkung im Körper sorgen und hierbei finden sich ganz unterschiedliche Ausprägungen. Einfach gesprochen sind Cannabinoide chemische Komponenten der Hanfpflanze, die durch die Andockstellen im menschlichen (und tierischen) Organismus den körpereigenen Endocannabinoiden verwandt sind und so für eine entsprechende Wirkung sorgen. Beim Kiffen und überhaupt jedem Cannabiskonsum binden diese Komponenten an spezielle Rezeptoren, das brauchen wir hier biochemisch nicht bis ins Detail zu diskutieren, doch so ist beispielsweise THC vor allem im Gehirn aktiv, während CBN im ganzen Körper seine Andockstellen findet. Forscher gehen davon aus, dass es bis zu 100 dieser Bestandteile gibt! Warum der Hanf freilich diese für das eigentliche Pflanzenwachstum sekundären Stoffe ausbildet, ist nicht klar, wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Metaboliten (Abbaustoffen) um wirksame Abwehrmaßnahmen gegenüber Fressfeinden und Parasiten.

Rausch oder Medizin: We