Wir behandeln hier die THC Nachweisbarkeit, bei einer ärztlichen Untersuchung. Dazu werfen wir einen Blick auf den Aufbau des THC im Körper und im Urin. Ebenso betrachten wir die THC Nachweisbarkeit in Haut und Haaren, werfen einen Blick auf die rechtliche Seite und schauen, ob es Tricks gibt die Zeit der Nachweisbarkeit zu verkürzen.

THC Nachweisbarkeit – Haare, Urin, Blut - wie lange ist Marihuana nachweisbarMethoden zur Prüfung der THC Nachweisbarkeit – wie lange ist Marihuana nachweisbar?

Der Hauptwirkstoff im Cannabis, THC, kann beim Menschen durch verschiedene Methoden nachgewiesen werden. Sowohl im Blut wie auch in Urin, Haut und Haaren können die Abfallprodukte der  Tetrahydrocannabinol-Verbindung oder der reine Wirkstoff messbar sein. Je nach Nachweisverfahren unterscheiden sich die Zeiträume, während derer Rückstände entdeckt werden können.  Die Grundlage für den Einsatz einer bestimmten Methode richtet sich zum einen nach dem Grund für den Nachweis und zum anderen danach, wie lange der Proband auf die Einnahme von THC kontrolliert werden soll. In der Mehrzahl der Fälle ist die Untersuchung des Drogenkonsums bei Führung eines Fahrzeugs im Straßenverkehr der Hauptgrund, dass es zu einem Drogentest auf Cannabis beziehungsweise THC kommt. Hier spielt vor allem der direkte Nachweis des Wirkstoffes im Blut eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, ob ein eventueller Führerscheinentzug in Betracht gezogen werden kann. Für die Untersuchung eines längeren Zeitraums, ob eine Person in den letzten Tagen und Wochen einen Joint geraucht hat, eignet sich vor allem der Test auf THC und seine Abfallprodukte über die Ausscheidungen im Urin. Die THC Nachweisbarkeit über die Haut oder die Haare galten lange Zeit als sicher, kamen allerdings in den letzten Jahren immer mehr in den Verruf, da nicht auszuschließen ist, dass sie völlig falsche Ergebnisse liefern können.

Wie baut sich das THC im Körper auf?

Cannabis NachweisbarkeitBeim Genuss eines Joints gelangt das THC innerhalb weniger Minuten in die Blutbahn und baut den Wert dabei kontinuierlich auf. Je nachdem wie stark die verwendete Menge des Cannabis oder die physiologische Verfassung des Konsumenten ist, schwanken die im Blut messbaren Werte des Tetrahydrocannabinol zwischen 100 und 300 Nanogramm pro Milliliter Blutplasma. Dieses Plasma entsteht nach der Ausfilterung der roten Blutzellen, die für den Sauerstoffaustausch von enormer Bedeutung sind. Nach einigen Stunden hoher Konzentration sinkt jedoch der THC-Spiegel im Blut ab und es werden nur noch Werte von bis zu 15 Nanogramm je Milliliter Plasma nachweisbar.

Die Anreicherung von THC im Körper

Beim regelmäßigen Konsum von Cannabis ist jedoch zu bedenken, dass sich das THC nach und nach anreichert und somit weitaus länger im Körper nachweisbar sein kann als beim einmaligen Genuss. Die Stoffwechselprodukte des Tetrahydrocannabinol können im Urin durchaus mehrere Tage oder sogar über Wochen ermittelt werden. Dies ist vor allem für Gelegenheitsraucher oder Dauerkonsumenten von entscheidender Bedeutung, da hier mit einer längeren Abstinenz gerechnet werden muss, bevor ein Drogentest negativ ausfällt. Eine weitere Zunahme des THC beziehungsweise seiner Abfallprodukte im Körper, geschieht durch die Anreicherung im Fettgewebe, in denen Reservoire gebildet werden. Durch den langsamen Rückfluss dieser Verbindungen zurück ins Blut und damit später als Ausscheidung im Urin, ist ein Nachweis bei Dauerkonsumenten auch über Wochen hinweg möglich.