wirkung von cannabisAls Rauschdroge dient Hanf vielen Menschen zur Entspannung. Dabei ist die Cannabispflanze in ihren zumeist konsumierten Derivaten Haschisch und Marihuana unzähligen Vorurteilen von Gegnern ausgesetzt, es kursieren aber auch jede Menge Halbwahrheiten unter den Befürwortern und gerade die rechtliche Situation hängt von einer entsprechenden Beurteilung entscheidend ab. Um hier Klarheit zu schaffen, braucht es Aufklärung und die Antworten auf die Frage, wie Cannabis auf das Gehirn wirkt, welche Gefahren bestehen und wie es um eine psychische Abhängigkeit bestellt ist, erlauben eine klare Beurteilung der Sachlage.

THC und das Gehirn: Rezeptoren für den sinnvollen Rausch?

Zunächst einmal ist es bezeichnend und zweifellos beeindruckend, dass THC als psychoaktive Substanz im Cannabis direkt und ohne Umschweife einen passenden Rezeptor findet. Mit der beginnenden Hirnforschung vor einigen Jahrzehnten und dem zunehmenden Interesse auch und gerade gegenüber der Hanfpflanze in der Wissenschaft wurde schnell klar, dass THC eben keine fremde, zerstörerische Substanz ist. Gern wird dieses Argument von ausgewiesenen Skeptikern benutzt und jeder kennt die Polemik, nach denen Cannabis eine ultragefährliche Droge ist, die unser Gehirn zerstört. Ein Blick auf die Forschung zeigt: Das ist ziemlicher Unsinn und vor allem Propaganda! Das Vorhandensein von Rezeptoren zeigt sehr deutlich, dass es sich dabei um nützliche und damit sinnvolle Andockstellen handelt, die sich über viele Millionen Jahre aus guten, eben: evolutionären Gründen ausgebildet haben.

Wirkung von Cannabis: Erstaunliche Forschungsergebnisse und Mäuse auf Gras

wirkung von cannabis auf tiereBeim THC im menschlichen Körper handelt es sich um Anandamid, das ist ein Derivat einer in unseren Zellen ganz natürlich vorkommenden Fettsäure. Werden diese Anandamide in Tierversuchen eingesetzt beziehungsweise künstlich aktiviert, dann kommt es zur gleichen, für die Wirkung von Cannabis typischen Symptomen. Die betreffenden Mäuse jedenfalls wiesen neuronale Veränderungen im Bereich von Emotionen, bei der Gedächtnisleistung und auch hinsichtlich des Bewegungsapparats aus. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass diese körpereigenen Stoffe für Entspannung sorgen, Müdigkeit, ein relaxtes Wohlgefühl und als Menschen sind wir von diesem Ausgleich mehr als abhängig. Bildlich betrachtet zieht sich unser Hirn also quasi jedes Mal eine Tüte Gras rein, wenn wir relaxen und genau dieser Zustand wird durch die Zufuhr von THC angesprochen.

Aber die Wirkung von Cannabis auf Mäuse beschränkt sich nicht nur darauf, dass die Tiere sich gut entspanen können. Forscher haben ebenso festgestellt, dass es bei den Tieren möglich war aggressive Krebszellen mit THC zu reduzieren!

Welche Regionen des Gehirn werden durch THC aktiviert?

Die Reaktionen und Tests zeigten deutlich, welche Bereiche unseres Hirns betroffen sind und so finden sich die Rezeptoren für das THC im Kleinhirn, das ist wie jeder weiß verantwortlich für unsere Wach- und Schlafphasen, sowie in den Basalganglien. Diese beeinflussen die Motorik und wer schon mal richtig viel gekifft hat, weiß um die Schwierigkeiten, sich auf den Beinen zu halten. Auch der berühmte Hippocampus, unser emotionales Kraftwerk im Gehirn, kann mit THC einiges anfangen, der Lachflash lässt grüßen, während das ebenfalls angesprochene Bewusstsein und die Erinnerung in der ebenso sensitiven Großhirnrinde ihren Platz haben. Bekanntlich stimuliert Cannabis erheblich, es lässt uns Wachträume erleben und dafür sind diese Bereiche des Hirns verantwortlich.