Coffeeshop AmsterdamSeit 1976 nun schon gibt es die bei Kiffern und Freunden des gepflegten Hanf Rauchens beliebten Coffeeshops in den Niederlanden. Dabei ist dieses Modell allerdings auf unseren nordwestlichen Nachbarn beschränkt geblieben, auch wenn sich die Bezeichnung selbst mitunter in Ländern findet, die eine Legalisierung von Cannabis durchlaufen und in denen es entsprechende Etablissements für Erwerb und Konsum gibt. Mit mehr als 40 Jahren Bestand auf dem Buckel ist der Coffeeshop rund um Haschisch und Marihuana eine weltbekannte Institution, so dass beispielsweise Amsterdam oftmals als Hauptstadt der Kiffer bezeichnet wird.

Weiter unten im Artikel findet ihr noch die besten Coffeeshops in Amsterdam. Wir beschränken uns darauf, da es natürlich zu viele Coffeeshops in ganz Niederlande gibt, um die alle etwas besonderes haben.

Weiche Drogen in den Niederlanden

Obwohl recht liberal in puncto Hanf eingestellt ist die Gesetzgebung vor Ort natürlich immer wieder Veränderungen unterworfen, es gibt dazu auch noch regionale Unterschiede und Kriterien wie der Nichtraucherschutz oder Ausschanklizenzen für Alkohol müssen rund um die Coffeeshops immer mit bedacht werden. Auf jeden Fall wird in den meisten Fällen auf eine Strafverfolgung verzichtet, das ist also eher eine Grauzone als harte und verlässliche Gesetzeslage und bevor Du dich nun aufmachst nach Amsterdam, Rotterdam, Venlo oder Den Haag solltest Du immer auch mal einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen zum Cannabis in Holland werfen.

Was sind die AHOJG Bedingungen für den Coffeeshop?

Ein Ort, an dem Haschisch und Marihuana in bester Qualität verkauft und konsumiert werden dürfen, muss als solcher mit einer Genehmigung versehen werden, diese ist gut sichtbar von außen dem Laden anzubringen. Hier setzt im Übrigen manchmal die eine oder andere Schikane, denn natürlich gibt es immer wieder gerade auch regionale Politiker, die in den niederländischen Coffeeshops die Ursache für alles Übel in der Welt sehen, dazu aber gleich noch mehr. Prinzipiell gelten jedoch folgende Aspekte, wobei in der Landessprache jedem Buchstaben noch ein “geen”, das heißt null, keine oder auch niemals, übertragen ins Deutsche, vorgesetzt werden muss:

  • Affichering: Reklame an den Außenflächen der Shops ist genauso verboten wie Werbung in den Medien, auch die in der Wirtschaft üblichen Werbepräsente mit Aufdruck sind nicht gestattet
  • Harddrugs: Versteht sich wohl von selbst, jedenfalls sind Drogen wie Kokain, Heroin, Crystal etc. in den Coffeeshops verboten
  • Overlast: Lärmbelästigung und Störungen der Anwohner, Touristen, Spaziergänger kann zu harten juristischen Konsequenzen führen
  • Jeugdigen: Jugendliche dürfen nicht bedient beziehungsweise eingelassen werden, die Volljährigkeit ist in der Regel durch Ausweis oder Führerschein nachzuweisen
  • Grote: Der Coffeeshop darf maximal ein halbes Kilo Gras, Shit, Pollen vor Ort haben, an Gäste dürfen nicht mehr als fünf Gramm verkauft werden. Das wurde übrigens verschärft, vor Jahren waren auch schon mal dreißig Gramm Cannabis in Ordnung

Die Einhaltung dieser gar nicht so strengen, weil klar definierten Kriterien überwacht eine Art Drug Police, wobei leider ab und zu und abhängig von der Region auch eine Menge Willkür im Spiel ist. Da werden die Bestände bis auf das Zehntelgramm abgewogen und wehe dem Betreiber es findet sich nur eine Miniblüte Gras mehr! Wer hingegen den Test besteht, bekommt das begehrte Abzeichen, selbstverständlich im passenden Grün, dazu eine Nummer, und kann das Cannabis den Kunden im Coffeeshop auch weiterhin offerieren.

Alkohol und Cannabis: Viele Kiffer mögen ein Bierchen zum Joint, doch in Holland ist das nicht ganz so einfach. Der Coffeeshop hat die allermeisten Fällen keine Lizenz für Alkohol, ganz offensichtlich möchten die Politiker dadurch den ihrer Meinung gefährlichen Mischkonsum vermeiden. Größere Städte wie zum Beispiel Amsterdam machen aber auch Ausnahmen und wenn Du unbedingt kiffen und trinken willst, dann suche Dir bitte die passende Adresse vorher raus.

Das Problem mit der Anlieferung

Weil es sich bei den Coffeeshops um eine rechtliche Grauzone handelt, für es zwar Eckdaten, aber keine vollständige Regelung gibt, bestehen einige kniffelige Herausforderungen für die Betreiber. Auch wenn 500 Gramm im Bestand lagern dürfen, müssen diese ja auch irgendwo herkommen und hier kann die Drogenpolizei durch strenge Kontrollen dem Hanfgewerbe jederzeit den Hahn zudrehen. Der Cannabis Anbau ist in den Niederlanden nämlich sehr wohl verboten und wer dazu beispielsweise bei der Einfuhr ins Land erwischt, wandert ziemlich sicher bei großen Mengen in den Bau. Schon ein wenig absurd, diese Praxis, aber bisher hat sich nichts getan in Bezug auf bessere Gesetze. Wenn Du also in Holland Haschisch oder Marihuana kaufst, beispielsweise von den überall herumlungernden Nafris, dann wundere Dich nicht über die recht hohen Preise, das hat alles seinen Grund!

Drogentourismus und Kiffer Reisen

Immer mal wieder gibt es in den Medien Berichte, nach denen anreisende Kiffer aus Deutschland und anderen Ländern in den Coffeeshops nicht bedient werden (dürfen) oder dass die Abgabemenge noch weiter nach unten reguliert wird. Auch macht die Rede von der Clubkarte die Runde, die an Ausländer nicht ausgegeben wird. Bisher ist das aber nirgendwo konkret verankert, regelmäßig begehren Kommunen und die betroffenen Ortschaften auf, schließlich lässt sich vom Cannabis Verkauf auch ordentlich Steuergeld einziehen. Einige Provinzen h