Katze im Korb

Ob Hund, Katze, Pferd, Fische – und sogar Spinnen können bekifft sein!

Erst kürzlich haben wir beim THC.Guide das Thema Cannabis und Haustiere angeschnitten, aber neusten Studien zufolge lohnt sich dann doch noch mal eine etwas umfangreiche Betrachtung. Viele Kiffer und Tierliebhaber fragen sich nämlich, wie es beispielsweise mit dem Rausch und dem Hanf bei der Katze aussieht, beim Pferd oder selbst der Spinne im Herbarium und ob sich hier eventuell auch Möglichkeiten zur Heilung von Krankheiten durch die neue Cannabis Medizin ergeben. Wir haben also noch mal intensiv recherchiert und zeigen Euch die Wirkung von Haschisch und Marihuana auf die meistens uns bekannten Tiere.

Hunde und Cannabis

Hierzu gibt’s die meisten Untersuchungen und Studien und es ist schon lange bekannt, dass Hunde einen intensiven Rausch beim Konsum von Hanf durchleben. Der Unterschied zum Menschen liegt freilich in der Struktur unseres Gehirns, das den berühmten präfrontalen Kortex aufweist, der uns zu Reflexion und Verständnis der Abläufe verhilft. Heißt: Wenn Ihr euch einen dicken Joint reinzieht und dann die Wirkung von THC und CBD spürt, dann hilft Euch das Gehirn das einzuordnen und eben nicht durchzudrehen! Hunde jedoch haben keinen präfrontalen Kortex – die fühlen das direkt und entsprechend verständnislos. Taumeln, Zittern, Angstzustände – Bello hat keine Idee, warum das so ist und dementsprechend solltet Ihr THC und psychoaktives Gras unbedingt von Hunden fernhalten.

Effekte und Hanf-Therapien

Hunde werden auch high als Passivraucher! Es gibt Leute, die pusten den Qualm aus der Bong dem armen Köter in die Nase und das ist richtig schädlich. Untersuchungen zufolge brauchten die Tiere beim Einatmen von Cannabis dreimal so lange, um die als gesund einzustufenden Level beim Blutfluss zu erreichen als das bei Zigarettenqualm der Fall ist. Auch Überdosen sind beim Hund möglich, auch wenn das vom Gewicht abhängt und schon sehr starke, dauerhafte Bequalmung voraussetzt. Leider frisst der Vierbeiner aber auch mal das Stück Hasch oder die meistens recht starken Hanfkekse oder Space Cookies, weshalb solcherlei Hanf Gebäck immer verschlossen sein sollte. Die häufigsten Symptome einer solchen Überdosierung sind bei Hunden beispielsweise Lethargie, niedriger Herzschlag, niedrige Temperatur, Krampfanfälle, schwankender Gang, Übelkeit und Erbrechen sowie starkes Sabbern.

Demzufolge ist es pure Tierquälerei, den Hund mit Grasqualm vollzupuffen. Anders sieht es aus bei einer medizinischen Anwendung. Ganz frischen Untersuchungen zufolge kann eine überschaubare Gabe CBD Schmerzen bei Hunden lindern, zum Beispiel bei der chronisch schmerzhaften Osteoporose als Knochenkrankheit. Anderen Berichten zufolge hilft CBD auch bei Epilepsie und wenn gut 90% der untersuchten Vierbeiner weniger Krämpfe und Anfälle hat, dann könnte diese Hanfmedizin für Bello durchaus hilfreich ausfallen. In den USA gibt’s schon eine Vielzahl an CBD Produkten für den Hund, wir würden aber hier noch die Auswertung weiterer Studien abwarten.

Katzen und Cannabis

Auch die Mauze zeigt Reaktionen auf Cannabis. Katzen können den THC-Rausch empfinden, schließlich sind sie als Wirbeltiere mit entsprechend Rezeptoren für Cannabinoide versehen. Auch Passivrauchen lässt sich bei den Miezen nachweisen. Freilich ist Hanf keine Katzenminze und selbst wenn die Guten gerne die Triebe an der Cannabispflanze abfressen – der Rauch eines Joints und einer Bong ist etwas ganz anderes! Es fehlt wie beim Hund der Kortex zur Einordnung und entsprechend unwohl sind dann die Empfindungen dessen, was wir Menschen als wohltuenden Rausch schätzen.

Effekte und Hanf-Therapien

Wenn Katzen beispielsweise Würstchen mit Cannabis fressen, dann sind Anfälle bei starken Sorten sehr wahrscheinlich. Meine Miez fraß mal etwas Marihuana, musste aber davon nur kotzen und dann war es wieder gut! Schwierig wird es bei Konzentraten. Da zeigen sich dann aggressive Reaktionen, eine beschleunigte Herzfrequenz, niedriger Blutdruck, gerötete Augen, Übelkeit, Krämpfe und sogar ein Koma, wenn die Dosis sehr hoch gewesen ist. Zwar verschwinden diese Effekte fast immer nach nicht allzu langer Zeit, aber absichtlich herbeiführen – das ist keinem Kiffer für seine Miez zu empfehlen! 

Derzeit fokussieren sich die Studien vorrangig auf Hunde und die Katze ist etwas außen vor. Es wird zwar behauptet, dass geringere Dosen für den Hund auch der Miez helfen, etwa bei Epilepsie oder Schmerzen, aber erforscht ist das bis dato nur im Ansatz. Klar ist aber auch hier: CBD ist weit interessanter in der Anwendung bei der Mauze als THC! Vorsicht ist aber immer angebracht.

Cannabis und Pferde

Solch ein Haustier ist zwar eher was für Bauern und Teenager mit reichen Eltern, aber Pferde stehen bei der Behandlung mit Hanfmedizin zunehmend auf dem Tableau der Forschung. Zunächst einmal ist klar: Pferde können sehr wohl high werden! Gesundheitsbehörden in den USA halten THC und damit Cannabis jedoch für Gift für die Vierbeiner und beziehen sich dabei auf für Pferde äußerst ungesunde Effekte – Lethargie, gestaffelter Gang, Angststörungen und dazu kommen bei der Einnahme auch noch ein veränderter Blutdruck. Sogar Berichte über tote Pferde sind vorhanden, auch wenn dieser eine Klepper an einer Kolik litt, als ihm Hanf zu fressen gegeben wurde! Pferde sind extrem sensible Tiere – hier sollten wir mit der Gabe von Cannabis auf jeden Fall Zurückhaltung üben.

Nichtsdestotrotz beginnt beim Pferd nun gerade eine Menge Forschungsarbeit. Umtriebige Unternehmen haben CBD Produkte für Pferde am Start und wir werden berichten, wenn es hierzu erste Ergebnisse in der Wissenschaft gibt. Säugetiere haben allesamt ein Endocannabinoid-System und das hat immer auch eine Funktion, die es noch besser zu erforschen gilt.

Und hier noch weitere Tiere im Überblick:

  • Cannabis und Kühe: Yeah, auch Kühe können sich berauschen am Hanf und derzeit wird erforscht, wie sich die Gabe von Hanf auf den Prozess der Milchproduktion auswirkt. 
  • Cannabis und Spinnen: Höchst bemerkenswert sind hier die Daten, schließlich reagieren die haarigen Biester hinter Glas sehr wohl auf Drogen und dabei auch auf Cannabis! Die NASA hat dazu schon in den 1990ern geforscht und bekifft hatten die Spinne echt Probleme beim Spinnen der Netze. Immerhin waren die Netze stabiler als jene, die Spinne unter Einfluss von Schlaftabletten bauten. 
  • Cannabis und Fische: Haben wir erst nicht geglaubt, aber die Fische können sehr wohl bekifft werden. Bei Untersuchungen im Libanon wurde Fischfutter mit Cannabis-Öl getränkt in der Annahme, das würde die Fische entspannen! Aber nein – die Wassertiere wurden aktiver und begannen zu fressen.