Deutschland Handel Cannabismedizin

In Deutschland ist der Handel mit Cannabismedizin für Unternehmen besonders aussichtsreich und wegen Behördenwillkür zugleich extrem kompliziert (Bild von John Miller auf Pixabay).

Hanfpatienten in Deutschland bekommen ja eher selten die gewünschte Cannabismedizin prompt und in hinreichender Auswahl, was aber nicht mit den Importfirmen zu tun hat. Wie zu erwarten zeigt ein näherer Blick auf die Branche, dass mal wieder Behörden mauern, verzögern, die Anfragen der Händler ignorieren und so ist der eigentlich unhaltbare Zustand rund um Cannabis auf Rezept ebenso das Resultat von absichtlichem Versagen in den Ämtern. Wir kennen die ignorante Gesundheitspolitik ja auch gegenüber Kindern und Jugendlichen, deren Not Leuten wie der Bundesdrogenbeauftragten völlig egal ist – wie sonst lassen sich die seit Ewigkeiten immergleichen Verbotsmaßnahmen sonst bezeichnen, wenn doch immer mehr Minderjährige kiffen? Warum also ist der Handel mit Cannabismedizin hierzulande so langsam und unausgegoren, wo das doch viele andere Staaten ohne Schwierigkeiten hinbekommen?

Datenlage: Werden Hanf Unternehmen absichtlich gegängelt?

Wahrscheinlich ja: Im Fokus und Fadenkreuz steht das wahlweise völlig überforderte oder eben brutal rücksichtslose Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, über das sich immer mehr Cannabis Händler massiv beschweren. So besteht nämlich die Pflicht regelmäßig Informationen zum Hanf auf Rezept zu veröffentlichen und aufzuzeigen, welche Grassorten beliebt sind und wo die Patienten häufig nachfragen, weil genau dieses oder Marihuana besonders gut hilft gegen die Erkrankungen. Doch das Institut veröffentlicht diese Daten zunächst nur sporadisch und auf Nachfrage schon gar nicht – seit gut einem Jahr wurde darüber hinaus überhaupt keine Informationen herausgegeben!

Absicht und Methode: Es wäre ein leichtes, die Daten bei den Ärzten zur Cannabismedizin zu erheben und transparent zur Verfügung zu stellen und so zeigt diese Ignoranz deutlich, wie es in der deutschen Drogenpolitik nicht um Heilung, Chancen, Fairness geht, sondern um möglichst großes Leid. Die nicht versorgten, schwerkranken Patienten sollen die Doktoren dann offenbar doch wieder um die chemische Keule zugunsten der Pharmaindustrie anbetteln, was gut ist für die Politik auf der Suche nach Großspenden für die Parteiarbeit. 

Ein Blick auf die Zahlen rund um Cannabismedizin

Großspurig hatte das Arzneiinstitut geprahlt mit der Veröffentlichung der Daten zu Hanf als Medizin bis zum Jahr 2022, doch das wird genauso gerissen wie viele andere Ankündigungen der Regierungen und ihrer angeschlossenen, willfährigen Ämter. Um den Bedarf an Cannabis zu decken, sind laut solcher Experten 2,5 Tonnen Gras im Jahr an Importen nötig, was natürlich nicht reicht und einen entsprechenden Verteilungskampf der Hanf Händler untereinander nach sich ziehen soll – spalte und herrsche ist das Prinzip von Söder bis Merkel und leider müssen unter diese Sichtweise eben auch sehr viele kranke Menschen leiden. Von ursprünglich 40 Kilo Marihuana pro Händler sind es nun dank vieler neuer Startups nur noch etwa 5 Kilo Importware, die sich die knapp 40 Unternehmen als Handelsware gutschreiben dürfen.

Im Schnitt wird das Gras für neun Euro pro Gramm verkauft an die Apotheken, die dann fett aufschlagen und politisch dazu ermächtigt bis zu 25 Euro aufrufen dürfen zum Segen der ohnehin schon überforderten Krankenkassen. Die Großhändler beziehen das Cannabis für etwas mehr als 5 Euro und bei den genannten Mengen ergibt sich eine ziemlich geringe Marge von 17.000 Euro – zu wenig um ernsthaft wirtschaften zu können und die zweifellos bevorstehende Pleitewelle ist durch die Politik fest eingeplant. Es kommen ja noch Kosten hinzu wie das gesetzlich vorgeschriebene Abstrahlen von Arzneimitteln mit Ionenstrahlen und in der Summe können die meisten Händler wohl kaum die Ausgaben reinholen, weil es schlicht zu viele Lizenzen gegeben hat.

Welche Hanfsorten werden eingekauft?

Das ist die große Frage, denn die Daten fehlen ja wie beschrieben und so müssen die Einkäufer praktisch wetten. Auf Anfrage meint das arrogante Arzneiinstitut nur lapidar, man halte sich an Gesetze, habe aber durchaus schon Analysen veröffentlich wie zum Beispiel über

  • Haupt-Anwendungsgebiete der Cannabismedizin,
  • die Quote der Therapieabbrecher und
  • die häufigsten Nebenwirkungen.

Auf deutsch heißt das, man kümmert sich bei der Gesundheitsbehörde vor allem um möglicherweise negative Begleiteffekte und ignoriert wie überall unter Merkel den Fortschritt, schließlich ist die Hanf Therapie im Ausland ausgezeichnet untersucht und die Medizinforscher in Kanada, Israel oder Australien arbeiten mit Hochdruck an der wirksamen, optimal verträglichen Cannabismedizin.

Blütensorten fehlen absichtlich: Es ist bekannt, wie sich die deutsche Politik echauffiert und willfährige Ärzte einspannt, die dann eine Wirkungslosigkeit von Grasblüten zum Beispiel bei Schmerzen herumposaunen – allerdings ohne wissenschaftliche Studien, Grundlage, empirische Daten einfach nur zur Verunsicherung der Patienten! Wieso wirken die Marihuanablüten in anderen Ländern so gut, aber in Deutschland nicht? Absurderweise müssen die Unternehmen für solche Infos dann auch noch superteure Statistiken vom Axel Springer Verlag kaufen – wie viele Mediziner oder gar Patienten werden da noch nachlesen und sich über die Möglichkeiten von Cannabis als Heilmittel informieren?