Cannabis Dünger für Wachstum, Blüte & Stimulanzien

Cannabis Dünger für Wachstum, Blüte & Stimulanzien2017-09-23T12:04:29+00:00

Cannabis DüngerGutes Cannabis benötigt beim Anbau natürlich auch gute Bedingungen. Ein nettes Plätzchen in einer Growbox oder im Freien, viel Licht, genügend Wasser und Wind, das sind die Parameter und natürlich kommt dann auch noch der Dünger hinzu. Dünger oder Düngemittel steht als Sammelbegriff für Stoffe und Stoffgemische, welche in der Landwirtschaft und im Gartenbau dazu dienen, die örtlichen Bedingungen zu verbessern, indem sie das Nährstoffangebot im Boden erhöhen. Meistens können dadurch gesundere und kräftigere Hanf Pflanzen, höhere Erträge oder schnelleres Wachstum erzielt werden. Für Indoor wie auch beim Outdoor Anbau von Marihuana gilt also: Cannabis Dünger ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer „ausgewogenen Ernährung“ deiner Pflanzen.

Chemische Grundlagen: Das Minimumgesetz (von lateinisch minimum, „das Geringste“) wurde 1828 vom deutschen Agrarwissenschaftler Carl Sprengel veröffentlicht und später von dem Chemiker und Universitätsprofessor Justus von Liebig in erweiterter Form popularisiert. Es besagt, dass jede Pflanze in ihrem Wachstum beschränkt wird durch den verhältnismäßig am geringsten vorhandenen Bestandteil und das gilt selbstverständlich dann auch für Cannabis.

Wozu Hanf überhaupt düngen?

Bestimmte Pflanzennahrung wie vor allem Mineralien liegen im Nährmedium deiner Cannabispflanzen nicht immer in ausreichender oder ausbalancierter Form vor. Diese Nährstoffe werden außerdem mit jedem Gießvorgang entweder ausgespült oder verteilen sich vor allem bei einem Outdoor Anbau zu weit im Boden. Durch die Zufuhr bestimmter chemischer oder biologischer Elemente können wir jedoch diese Verluste ersetzen, Wachstum, Blütenbildung und damit den THC Gehalt beeinflussen sowie Nährstoffmängel gezielt beseitigen. Wir unterscheiden beim Düngen immer zwischen Makronährstoffen (Hauptnährstoffen) und Mikronährstoffen (Spurennährstoffen).

Ohne Zugabe von Cannabis Dünger würde eine Pflanze die im Boden vorhandenen Nährstoffe langsam aufbrauchen und als Folge dessen würde diese betroffene Hanf Pflanze zunächst einmal das Wachstum einstellen. Durch diese Reaktion versucht das Gewächs, die mitunter auch in der Natur nicht immer lückenlose Nährstoffversorgung zu überbrücken. Falls dieser Zustand sehr lange andauert, würden nach einem gewissen Zeitraum die ersten Mangelerscheinungen eintreten. Cannabis benötigt höhere Mengen an Makronährstoffen, wie Stickstoff, Kalium und Phosphat. Sie werden auch „Kern-Nährelemente“ genannt. Mikronährstoffe dagegen werden von deinem Grow in deutlich geringerer Menge verbraucht, dazu zählen Eisen, Zink und Kupfer.

Die Rolle des Nährmediums beim Cannabis Düngen

Hochwertige Pflanzenerde verfügt im Allgemeinen über alle benötigten Nährstoffe in ausreichendem Umfang für den THC Anbau. Für andere Nährböden wie Kokosmatten oder Ton benutzen wir immer unterschiedliche auf die jeweiligen Bodenverhältnisse zugeschnittene Düngemittel spezialisierter Hersteller. Steinwolle setzt zum Beispiel keine Mineralien oder Spurenelemente frei. Eine Cannabispflanze verbraucht aber nicht so viel Nahrung aus dem Boden, dass innerhalb weniger Wochen trotz Düngung eine „Flaute“ an bestimmten Mineralien oder Spurenelemten im Nährmedium herrscht! Dein Gras ist außerdem recht variabel wenn es um das Nahrungsmittelangebot geht. Wichtig ist, dass es Dir gelingt dieses Angebot in Balance zu halten. Es wird bei diesem Drahtseilakt nicht immer glücken, alle Nährstoffbestandteile stets im richtigen Maß wieder zuzuführen. Auf Grund dessen wird sich die Konzentration des einen oder anderen wichtigen Nährstoffes entweder nach oben oder nach unten aus der Balance hinausbewegen und durch typische Mangelerscheinung zu verstehen geben.

Wenn Hanf nach Dünger lechzt: Typische Anzeichen wären zum Beispiel ein Stickstoffmangel bei langsamen Wachstum und roten Stängeln, eine dunkelgrüne Maserungen auf blassen Blättern würde auf einen Eisenmangel hinweisen. Outdoor Züchter dürften in gelben Mustern auf grünen Blättern die typischen Merkmale eines Kaliummangels entdecken.

Zusammensetzung von Cannabis Dünger

hanf pflanze düngenDeine Cannabispflanzen benötigen abgesehen von den Nährstoffen, welche sie über die Luft aufnehmen wie zum Beispiel Sauerstoff oder Wasserstoff, lediglich Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalcium, Schwefel, Magnesium, Eisen und einige Spurenelemente. Viele dieser benötigten Stoffe lassen sich aber nicht in ihrer Grundform verabreichen. Stickstoff zum Beispiel ist ein Gas, Magnesium jedoch ein Metall. Daher müssen diese Bestandteile in einer geeigneten Form im Cannabis Dünger zugeführt werden. Die Grundbestandeile eines regulären Düngers aus einem x-beliebigen Sortiment sind Stickstoff, Kalium und Phosphor. Kalium beeinflusst die allgemeine Widerstandsfähigkeit deiner Pflanze, Phosphor ist für die Blüten- und Fruchtbildung verantwortlich während Stickstoff insbesondere das Wachstum unterstützt.

Ein Cannabis Dünger, dass über alle drei Grundbestandteile verfügt wird auch Volldünger genannt, aus Umweltschutzgründen sind jedoch fast alle Dünger mit erhöhtem Phosphoranteil aus dem Handel verschwunden.  Die Buchstaben NPK auf dem Etikett bedeuten das Verhältnis von Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (Kalium) und zeigen jeweils den Prozentsatz von jedem dieser Stoffe im Düngemittel an.

Wichtig: Fehlt die NPK Angabe auf einem Dünger gilt „Finger weg!“. Auf Grund ihrer Erfahrungswerte mischen erfahrene Züchter ihren Dünger gerne auch selbst. Anfänger greifen aber lieber auf vorgefertigte Produktreihen etablierter Hersteller, wie zum Beispiel von Hesi zurück.

Was für einen Dünger benutzen wir für den Hanfanbau?

Wichtig für die Auswahl des richtigen Düngers sind:

  1. Das Düngeschema mit den benötigten Nährstoffen
  2. Die Frage nach der Art des Nährmediums
  3. Der Zustand der Cannabispflanzen

Die Frage ob du einen flüssigen oder festen Cannabis Dünger verwendest ist unwichtig, bei gleicher Konzentration sind flüssige und feste Düngemittel absolut gleichwertig. Beim Indoor Grow oder eingetopften Pflanzen sollte der THC Dünger aber stets flüssig zugeführt werden. Bei der Verwendung von festen Cannabis Dünger käme es zu lokalen Überdosierungen mit negativen Auswirkungen für die Wurzeln, einer der Gründe um auch auf sogenannte Düngestäbchen zu verzichten. Weiterhin gibt es noch den obligatorischen Biodünger, Trockendünger, allerlei Düngerzusätze und Booster für Wurzeln, Blüten und THC Gehalt. Hier sollte vorausgesetzt werden, dass bereits alles richtig nach Düngeplan geliefert und benutzt wird. Ist dies nicht der Fall kann mit den Zusätzen nur viel Geld verschleudert werden, ein echter Nutzen stellt sich selten ein.

Cannabis Dünger mit Spurenelementen?

Im Internet, in Baumärkten und Gartencentern stolperst Du über Düngemittel, welche mit Spurenelementen als angeblichen Zaubermittel für Indoor und Outdoor Grows beworben werden. In der Regel ist es natürlich sinnvoll, deinem Nährmedium verbrauchte Spurenelemente zurückzugeben, aber auch hier kann eine Überdosierung Schäden verursachen. Für solche Düngersorten werden nicht selten für eine verschwindend geringe Menge, wir reden hier von Spurenelementen, viel zu hohe Preise pro Liter verlangt und vergleichbare Produkte mit einer ähnlichen Nährstoffzusammensetzung sind deutlich preiswerter. Wenn Du deine Pflanzen relativ oft umtopfst, kann man auf die Zufuhr von Spurenelementen völlig verzichten, da ein gutes Nährmedium diese in ausreichend hoher Konzentration enthält. Ein Geheimtipp unter Kiffern ist übrigens Algensaft, schau Dich ruhig dazu mal ein wenig im Handel um.

Was ist organischer Dünger?

Da wir bei Kübel- und Topfpflanzen über eine sehr deutlich reduzierte Anzahl an Bodenorganismen verfügen, dauert die Zersetzung von organischem Material in mineralische Bestandteile, welche deine Cannabispflanze verwerten kann, Indoor (mit Topf) länger als Outdoor (ohne Topf). Dieser Prozess würde länger dauern als die Zeit, in der eine Cannabis Pflanze so viele Nährstoffe verbraucht, um Mangelerscheinungen zu zeigen. Aus diesem Grund ist eine völlige Düngung mit organischem Dünger wenig sinnvoll. Sinnvoll ist dagegen die Verwendung von Komposterde im Nährstoffmedium, einem nährstoffreichen organischen Dünger für optimales Wachstum. Sie sorgt zudem auch für einen lockeren Boden und damit für gute Wurzelbelüftung.

Tipps fürs Düngen

  • Wasser beim Gießen bitte nicht eiskalt, sondern gern etwas abgestanden verwenden
  • Die Pflanze zeigt recht deutlich an, ob zu viel, zu wenig oder ob falsch gedüngt wurde
  • Bitte halte Dich an die Dosierungen und Herstellerangaben
  • Hanf Düngen bei brennender Sonne ist nicht zu empfehlen, für Kiffer gilt: Morgenstunde und Abendstunde haben gutes Gras im Munde!
  • Auf das Benetzen der Cannabisblätter solltest Du verzichten, außer beim Verwenden spezieller Blattdünger
  • Bitte niemals doppelt dosieren, nur weil Du das zuvor vergessen hast! Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanze, auch das später geerntete Haschisch oder Marihuana wird widerlich schmecken.
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