JointObwohl der Joint überall präsent und bei vielen Kiffern populär ist, handelt es sich beim Einrollen von Haschisch und Marihuana in eine Art Hülle beileibe nicht um die älteste Konsumform von Cannabis. Natürlich gab es vor tausenden von Jahren in Indien oder China und gibt es bis heute in Ländern wie Jamaika und Nepal kaum Zigarettenpapier zu kaufen, die Leute rauchten Hanf in der Regel durch Holzpfeifen, in Erdlöchern und eben als Blunt, einem aus Tabakblättern gerollten Gras Dübel. In den Hochkulturen des Altertums war Papier höchstens als Papyrus bekannt und dieses sperrige Material aus Schilfrohr ist zum Kiffen genauso wenig geeignet wie heute etwa Wein und Schnaps auch nicht in einer Plastiktüte getrunken werden können.

Aber klar, die brennende Fluppe, der klassischen Zigarette äußerst ähnlich, das macht zum großen Teil in der Öffentlichkeit den Hanf Kult aus, jeder kennt die berühmten Wallpaper von Bob Marley und Konsorten. Überhaupt sind Joints und die weiterhin sehr verbreiteten Blunts äußerst simple wie effektive Konsumformen für Cannabis, sehr praktisch und jederzeit einsatzbereit. Zudem scheint das Kiffen auf diese Weise ästhetisch durchaus den illustren Botschaften des Marlboro Man und seiner Coolness verwandt und wenn Du in Ruhe ohne großen Knall ein bisschen Gras oder Shit konsumieren willst, dann kommst Du an der Jolle kaum vorbei.

Universal: Tüten für Hanf eignen sich ihrer Aufmachung nach logischerweise auch für andere Drogen, die aus Pflanzen gewonnen werden und so rollen sich beispielsweise die Bauern in Südamerika genauso ihre Blunts aus den Blättern des Cocastrauchs wie die Smoker in Südostasien manchmal das Opium des verarbeiteten Schlafmohns in einem Dübel genießen.

Eine kleine Namenskunde

Woher stammt das Wort Joint? Der Blick ins etymologische Wörterbuch zeigt die französische Wurzel, das meint „Verbindung“ oder auch „Verbundenheit“, wobei lange Zeit auch Heroinnadeln damit bezeichnet wurden. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnung Haschischzigarette, Grasdübel, Marihuanajolle und natürlich Spliff, was im Übrigen gern in der Hip-Hop Kultur Anwendung findet. Kiffer sind hier richtig kreativ und es finden sich unzählige Beschreibungen, wobei meistens Anleihen aus dem Alltag, dem Baumarkt und der Handwerkskunst auftauchen. Auch hängen diese Beschreibung von lokalen Besonderheiten und Landessprachen ab.

Aufbau und Bestandteile des klassischen Joint

In der Regel ist der Joint als eine Art schmal zulaufender Trichter gefertigt, wobei es natürlich darauf ankommt, wie fett das Ganze gestopft wird. Das brennende Ende, das vor sich hin glimmt, ist dick und Du kannst hier als Faustregel beachten, dass dünnere Gras Tüten nicht so heiß werden und auch nicht so viel Cannabis für den Rausch benötigen. Das dünne Ende hingegen wird oft mit einem Filter ausgestattet. Spontanes Kiffen braucht lediglich eine Ecke Papier oder Pappe, doch wenn Du die elenden Marihuana– oder Tabakreste nicht dauernd zwischen den Zähnen haben willst, dann raten wir Dir zu einem Aktivkohlefilter. Der Filter sollte nicht zu kurz und halbwegs stabil daherkommen, wobei die erwähnte Aktivkohle vorgeblich das THC passieren lässt, die schädlichen Stoffe wie vor allem Teer zuverlässig herausnimmt.

Einen Joint drehen: So wird’s gemacht!

Du musst Dich für ein langes oder kurzes Paper entscheiden, wobei die allermeisten Kiffer auf eher breite und längere Sorten wert legen. Im Headshop oder an der Tankstelle findest Du Joint Papier, das gerade runterbrennt oder auch schief, es gibt ungebleichte Sorten, spezielle Gummierungen und vieles mehr. Auch die Papierrolle ist erhältlich, womit sich besonders lange Cannabis Dübel fertigen lassen. Selbstverständlich kannst Du auch gleich mehrere Papers aneinanderkleben, das braucht aber ein wenig Übung! Dickere Papiersorten brennen sehr schnell, ist ja ordentlich Fläche vorhanden, aber am optimalsten sind dünne Produkte, der Joint soll ja schließlich auch wirken.

Und nun beginnt ein nicht zu unterschätzender Glaubenskampf unter den Kiffern: Die meisten legen das Papier auf die Hand oder den Tisch, streuen Marihuana und bei Bedarf Tabak ein oder mischen das klebrige Haschisch Harz mit diesen Bestandteilen. Zusammen mit dem Filter wird ein Joint eingedreht, was Du ruhig üben solltest, Anfänger brauchen eine Weile für diese Technik die sich mit der selbstgedrehten Zigarette vergleichen lässt. Andere Smoker hingegen drehen das Papier in den Filter ein oder um diesen herum, erhalten also eine Art Hülle und befüllen diese dann mit der Cannabis Mischung. in Fachkreisen wird dieses THC Stopfen gerade wegen der Stabilität und einem ordentlichen Zug gepriesen, allerdings ist die Methode vor allem beim klebrigen Haschisch nicht immer ideal, der Joint kann nämlich schlichtweg zu fest ausfallen und das lässt sich schlecht rauchen.

Drehmaschine und fleißige Dealer: Wenn Du keinen Bock hast auf das Gefriemel, dann kauf Dir im Headshop eine Joint Drehmaschine. Die gibt es in verschiedenen Varianten und Längen und das macht die Sache gerade für Anfänger supereinfach! Dazu haben auch die Cannabis Dealer auf der Straße oder eben in den Coffeeshops in Holland vorgebaute Dübel im Angebot, leichter geht es nicht.

Eine Fülle an Varianten

Wer als Kiffer gerne bastelt und sich Zeit nimmt, der kann eine Unmenge an verschieden gemachten Joints herstellen. Manche Hanf Raucher drehen beispielsweise die Klebefläche nach innen und reißen das überstehende Papier ab, dadurch brauchst Du nicht so viel von dem Paper selbst rauchen. Das ist vielleicht etwas Haarspalterei, aber jede Grastüte ist halt anders und manche Biertrinker wischen ja auch den Schaum weg, das ist jedem selbst überlassen.

Andere verbreitete Formen sind der Schnurrbart, bei dem gleich mehrere Dübel zusammen an einem Filter hängen oder auch die Tulpe. Bei dieser brauchst Du einen langen Falter, zum Beispiel einen Flyer von der letzten oder nächsten Party, und formst einen Kugelkopf, der dann langsam runterbrennt und sich wie eben die Tulpen in der Blüte öffnet. Weiterhin finden sich Diamanten, Windmühlen, simple Sticks aus Basis einer normalen Zigarette und es liegt bei Dir, wieviel Zeit und Sorgfalt für die Herstellung eines Joints verwenden willst.

Die Wirkung des Cannabis Joint

Logischerweise hängen die Stärke und der Wirkungsgrad vor allem vom verwendeten Haschisch und Marihuana ab. Die Menge, die Sorten, all das hat Einfluss auf den THC Gehalt und Du kannst Dich auf einen netten Rausch gefasst machen. Allerdings knallt ein Hanf Dübel bei Weitem nicht so stark wie etwa eine Bong, auch stellt sich die Wirkung langsamer ein. Offenbar, hier stehen jedoch Studien noch aus, ist der Joint auch nicht ganz so schädlich wie die Wasserpfeife, weil Kiffer bei dieser Variante eben nicht den Rauch bis zu den untersten Lungenbläschen tief inhalieren und Kreislauf wie Gehirn werden weniger schnell und intensiv belastet. Wenn Du Gras mal über einen Eimer geraucht hast, dann ist Dir der Unterschied zur bloßen Haschischzigarette schnell klar.

Hanf in der Popkultur: Kifferfilme kommen ohne den Joint nicht aus, das gleiche gilt für Musikvideos, Kifferbücher und auch die Poeten, Maler, Schriftsteller und Künstler lassen sich meistens mit einer Tüte Gras ablichten. Die Konsumform funktioniert sowohl beiläufig und nebenbei wie auch äußerst sozial, schließlich teilen sich Cannabis Raucher gern mal einen Stick und das findet Eingang in alle mö