Gute Kifferfilme + Serien – von lustig bis cool!

Gute Kifferfilme + Serien – von lustig bis cool!2017-11-01T15:30:51+00:00

KifferfilmeFür Cannabiskonsumenten aller Alterklasse ist Unterhaltung Trumpf und zu einem guten Joint alleine oder in geselliger Runde gehört für Kiffer gerne auch ein guter Film.  Wer gerne einmal  die besten Kifferfilme checken will, findet eine bestechend große Auswahl an Hunderten von Stonermovies aller Art. Einerseits finden wir Filme die offensichtlich für Kiffer produziert wurden, andererseits gibt es genügend Beispiele wo Cannabis eine eher untergeordnete Rolle spielt. Es gibt wie in jedem Genre viel Schwachsinn und wirklich einfach nur dumme Filme, aber es gibt auch geniales abendfüllendes Entertainment für jeden Geschmack. Und dabei spielt es gar nicht so sehr eine Rolle, ob Cannabis im Film zentral, nebensächlich oder sogar nur als Geste vorhanden ist, jeder Kiffer findet garantiert seine filmische Nische. Zudem sind Haschisch und Marihuana sind heute auf der Leinwand präsent wie nie zuvor:  Zu sehen sind die Welt der Dealer, User, Richter, Polizisten und Politiker und das kann komisch daherkommen, spannend oder auch brutal und sogar stilbildend.

Lustige Kifferfilme: Cannabis macht lustig?

Ja, sicher: Filme, Musik, Malerei oder Fotos und Gemälde können beim Hanf rauchen ungemein perspektivisch werden, das innere und zugleich expressive Erleben ist enorm gesteigert und lustiger Weise macht Cannabis diesbezüglich auch besonders heiter, euphorisch, übermütig. Je nach Story und Umsetzung wird der Liebhaber von Haschisch und Marihuana entweder gezielt angesprochen, durch Klischee vor allem, deren Absurdität Kenner schätzen oder aber es ist schlicht unterhaltsam, wie Hanf als Droge und eine Art Fetisch betrachtet wird.

Ein richtiger Kifferfilm ist oft zudem nicht richtig lustig oder sogar langweilig, wenn die Zuschauer keinen Bezug zu Cannabis haben, auch wenn das manchmal ein Problem darstellt. Es gibt ja wie in jedem Genre auch hier jede Menge Schund und bloße Zurschaustellung von Dämlichkeiten und Idiotien, deren Unterhaltungscharakter Kiffer Movies nicht zur Ehre gereichen. Schau Dir also nicht alle Filme rund ums Kiffen an, nur weil auf der DVD oder beim Stream irgendwo ein Hanfblatt leuchtet, da ist viel Blödsinn dabei. Eine Top 10 der Kifferfilme verkneifen wir uns deshalb, aber einige Streifen musst Du einfach gesehen haben.

Kifferfime: Der Rausch im Fokus

Lustige Kifferfilme, die den Rausch, ein bißchen Dealen, vor allem aber die kuriosen Verwerfungen der Szene zeigen, sind immer gut zum Joint, allerdings solltest Du eine eher flache Story und reichlich Klischees einplanen. Viele Movies ähneln, aber einige Figuren oder auch Zitate zirkulieren wohl auf alle Ewigkeiten unter Cannabis Freunden.

Mr. Nice war einer der vielen Namen des Howard Marks, größter Dopedealer der späten 70er und frühen 80er Jahre. Auf seinem Höhepunkt benutze der geborene Waliser mehr als 40 weitere Decknamen, machte Geschäfte mit nordirischen Terroristen genauso wie mit der amerikanischen Mafia oder der thailändischen Armee. Marks arbeitete für die CIA sowie den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 und verschiffte nach eigenen Aussagen bis zu 30 Tonnen Cannabis auf einen Schlag. Ein Film über das Milliardengeschäft mit dem Verbot und ein Blick auf die Schattenseiten der Prohibition.

Half Baked: Grenzdebil, sicher, aber trotzdem ein cooler Streifen um ein paar Typen, die ihr Leben dem Kiffen widmen und dabei mit illustren Figuren in Konflikt geraten, kräftig dealen und am Ende doch im Spießertraum der Liebe landen. Legendärer Gastauftritt von Snoop Dogg!

Clerks: Was viele sicher wissen, einige vielleicht auch nicht, Kevin Smith ist einer der lautstärksten Kiffer In Hollywood und prominenter Befürworter einer vollständigen Legalisierung in den Vereinigten Staaten. Mit seinem Debütfilm Clerks auf dem Jahr 1994 liefert er eine wunderbare Schwarz-Weißkomödie um  Dante Hicks, Verkäufer in einem Gemischtwarenladen in Leonardo, New Jersey. Ein eher ruhiger Film ums Abhängen. quatschen und die kleinen Details welche das Leben lebenswert machen. Mit dabei:  Jay und Silent Bob in ihrem ersten großen Aufritt. Vielleicht einer der Filme die man als Kiffer mag oder nicht.

Jay and Silent Bob schlagen zurück: Als Teil der sogenannten New Jersey Filme, gedreht von Kevin Smith, ist dieser Kifferfilm eigentlich ein groteskes Road Movie mit zwei Kult Figuren der Szene, garantiert frei von Ernsthaftigkeit und trotz allem Schwachsinn allein aufgrund der Bekanntheit der Hauptdarsteller sehenswert.

Viel Rauch um Nichts (Up In Smoke): Bevor Cheech Marin und Tommy Chong als erfolgreiches Komikerduo ihren ersten großen Hit auf Zellulod landeten waren sie schon seit mehr als 10 Jahren fest in der amerikanischen Hippieszene verankert. Marin und Chong hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere erfolgreiche Platten produziert und in einigen Low-Budget Filmen eine Rolle gespielt. Viel Rauch um Nichts wurde trotz schlechter Kritiken zum Publikumshit, spielte mehr als 40 Millionen Dollar bei einem 2 Millionen Dollar Budget ein und wurde nicht zu Unrecht zur Mutter aller Kifferfilme.

Der Streifen legte den ersten Stein auf jenem Weg, welchem die meisten Kifferfilme seitdem folgen: Einer – oder mehrere – faulpelzende Kiffer mit einem ganz bestimmten Ziel vor Augen, meistens dem Erwerb oder Verkauf von Cannabis. In Viel Rauch um Nichts folgen wir den beiden jungen Helden Cheech und Chong auf ihrem Weg nach Mexiko, selbstverständlich mit dem Ziel richtig gutes Gras zu kaufen und erleben mit ihnen einen rauchgeschwängerten Roadtrip, der alles andere als gut zu laufen scheint als unsere Helden in Folge einiger urkomischen Zwischenfälle nach Mexiko deportiert werden.

Ey Mann, wo is’ mein Auto? Die Handlung dieses Filmes liest sich wie der Alptraum jedes Kiffers: Chester (Sean William Scott) und Jesse (Ashton Kutcher) erwachen nach durchgefeierter Nacht mit einem mörderischen Kater und können sich an nichts von dem erinnern was letzte Nacht passiert ist. Die Lösung zu dieser Frage liegt in einem vermissten Auto, einem Kühlschrank voller Schokoladenpudding, einer ärgerlichen Nachricht ihrer Freundinnen auf dem Anrufbeantworter und einer transsexuellen Stripperin. Aus diesen Zutaten heraus entspannt sich eine wilde Geschichte um einen Filmriß, dessen Folgen, außerirdische Besucher und die Rettung des ganzen Universums. Ey Mann, wo is’ mein Auto? ist eine turbulente Komödie für junge und jung gebliebene Kiffer.

Confusion Sommer der Ausgeflippten: „Dazed And Confudes“, so im Original, ist eine der beliebtesten romantischen Kifferfilme in den USA. Der Film hat etwas für jeden: für den jüngeren Kiffer ein Blick in eine US Highschool in den 70ern, Kultautos, Kultmusik, Kultklamotten. Für alle älteren unter uns ist er eine Reise in die Vergangenheit. Confusion – Sommer der Ausgeflippten ist ein großartiger Teenager Film der am letzten Tag vor den Sommerferien beginnt.

Er nimmt uns mit auf eine Reise durch den letzten Schultag aus der Sicht einer Abschlußklasse. Diese bereitet sich unter anderem auf das Hazing der freshman vor, ein Initiationsritual für Erstsemester an einer amerikanischen Highschool. Dies und die Beziehungen der Akteure zueinander führen zu allerlei persönlichen Konflikten und deren Lösung (oder auch nicht). Ähnlich wie Clerks ein eher ruhiger Film mit  Wert auf Details und darstellerischem Können, unter den Schauspielern dieses Films finden wir spätere Megastars wie Ben Affleck, Milla Jovovich und Matthew McConaughey.

Friday: Ice Cube konnte in den 90ern einfach nichts falsch machen. Während er als Rapper millionenfach verkaufte Alben aufnahm fand er auch Zeit einen der beliebtesten Kifferfilme aller Zeiten mit zu produzieren und in einer Nebenrolle aufzutreten. Solche streifen sind voller großartiger Charaktere und dieser Streifen liefert einige der erinnerungswürdigsten Momente der Moviegeschichte. Die allermeisten Cannabis Freunde heutzutage schaffen es sogar noch den Flick 22 Jahre nach seiner Veröffentlichung fehlerfrei zitieren. Ein Meme auf Zelluloid.

Friday hat nicht wirklich eine Handlung, eher eine ungefähre Richtung in der sich die Geschichte von Ice Cube und seines dauerbreiten Kollegen Chris Tucker entwickelt. Wie wir den beiden Freunden durch die rauchschwere Luft an einem sonnigen Nachmittag in L.A. folgen treffend wir eine Menge an kultigen Charakteren die man einfach gesehen haben muss. Gerne auch mehrmals, um jeden Zweifler zu überzeugen warum Friday der beste zweitbeste Kifferfilm aller Zeiten ist.  Der Sleeperhit startete übrigens ein Franchise mit 2 weiteren Filmen.

Musik Videos für Kiffer: Ja, seit Yellow Submarine von den Beatles über Because i got High von Afroman bis hin zur extra langen Version des Stefan Raab mit „Wir kiffen“ – wer Musik zum Joint hören will, findet eine Menge passende Clips und weil Cannabis ohnehin die Sinne anregt, ist Musik auf Gras immer ein Höchstgenuss. Unser Tipp: Schauen Sie mal nach den Clips der Show 2STEP vom ehemaligen Kult TV Sender VIVA 2, dort sind Musik Kiffervideos ausreichend vorhanden und auf LSD oder Pilzen ist dieses Stück Fernsehgeschichte ebenso zu empfehlen.

Die Klassiker unter den besten Kifferfilmen

Viele Hanf Movies sind berufen, doch nur wenige sind als echte Klassiker auch auserwählt. Oft geht ihre Bedeutung und Wahrnehmung sogar über den Umgang mit Cannabis oder Drogen im Allgemeinen hinaus, Kunst und Musik reagieren, es gibt Fans, Interpretationen und mehr, was diese Kifferfilme zu überall hoch bewerteten und empfehlenswerten Streifen macht.

Fear and Loathing in Las Vegas: Der ewige Drogenfilm mit Johnny Depp und Benicio del Toro übertrifft alles an Rauschhaftigkeit und Exzess, was bis dato zu diesem Thema im Kino lief. Wie ein irrsinniger Trip durch Wahnsinn,  Traum und Wirklichkeit gedreht verlieren sich Protagonisten und Zuschauer in einer Illusion, die komisch und tragisch zugleich für beste Unterhaltung sorgt.

The Big Lebowski: „Die Revolution ist vorbei – der Penner hat verloren!“ Diesen Schlachtruf aller Fleißigen, Reichen, Aufgeblasenen macht sich der Dude alias Jeff Bridges in diesem Streifen beileibe nicht zu eigen, er stolpert vielmehr kiffend und verachtend durch diesen Hanf Movie wie ein Götze der totalen Entspannung und seine Suche nach dem ominösen Teppich ist Filmgeschichte.

Blow: Nochmal Johnny Depp, der auf den Spuren eines berühmten Dealers die Wege von Gras und Koks nach Amerika nachzeichnet. Ein Drama zweifellos, das aber auch den Hanf Lifestyle, die hippe Aufbruchsstimmung in den 60ern zeigt und dessen Lebenslust ansteckend wirkt – bis die Hauptfigur in ein anderes Drogengewerbe einsteigt.

Bube Dame König Gras: Heutzutage ist Guy Ritchie möglicherweise eher als Ex-Ehemann von Madonna bekannt als für sein aktuelles cineastisches Schaffen. Um die Jahrtausendwende herum war dies völlig anders, galt doch auch Guy Ritchie als Wegbereiter des neuen britischen Kinos und lieferte mit Lock, Stock and Two Smoking Barrels ein bühenreifes Verwirrstück auf mehreren Handlungsebenen. Als Bonus erfreut sich dieser Film des ersten erinnerungswürdigen Auftritts des  ehemaligen Fußballspieler Vinny „Die Axt“ Jones als übelgelaunten Schuldeneintreiber „Big Chris“ auf der großen Leinwand.

Ananas Express: Geschrieben von Seth Rogen und Evan Goldberg ist Ananas Express eine Mischung aus Buddy Action Komödie und Kifferfilm. Der Film hält an der Bromance Schablone aus Superbad fest und zeigt die meta-romantische Freundschaft zwischen Dale (Seth Rogen) und seinem Dealer (James Franco). Aber eigentlich beginnt der Film im Jahr1937, in einem Testlabor der US-Streitkräfte wo sich ein mutiger Freiwilliger den Gefahren des Kiffens aussetzt.

Paulette: Ein Film im Stil von „Grasgeflüster“ beruhend auf einer wahren Begebenheit. Paulette, eine alleinstehende Witwe mit magerer Rente, lebt in einer winzigen Wohnung in einem heruntergekommenen Vorstadtviertel. Die leicht xenophobe Rentnerin mag keine Menschen, noch weniger ihren schwarzen Schwiegersohn über den sie sich mit ihrer Tochter entfremdet hat. Als finanziellen Schwierigkeiten zur Pfändung ihrer wenigen Besitztümer führen und sich die rüstige Oma Gedanken darüber macht neue Verdienstmöglichkeiten zu erschließen fallen ihr aus heiterem Himmel mehrere Haschischplatten in die Hände. Ein Film der an einigen Stellen unter die Haut geht, für Kiffer mit Anspruch.

Liebenswürdiger Schwachsinn: Die Kinoserie Harold and Kumar zeigt in mittlerweile drei Teilen zwar Stereotypen am laufenden Band, verpackt die Stories über den klugen, aber faulen Inder und den fleißigen, aber verklemmten Koreaner trotzdem in grotesk spannende Unterhaltung. Absolutes Highlight freilich ist Neil Patrick Harris, der sich selbst spielt und als freakiger Narzisst durch die Filme wie ein waschechtes Einhorn galoppiert, entsprungen aus dem Drogennebel und schon wieder weg.

Deutsche Kifferfilme

Auch der deutsche Hanf Film zeigt in Streifen wie „Schule“ die Kiffer als etwas lächerliche Revoluzzer, hat aber zugleich oft einen genialen Schnitt und Spannungsbogen. Überhaupt gibt es viele deutsche Komödien, die zum Joint besonders großen Spaß machen, wir nennen wir hier mal „Goldene Zeiten“ oder auch „Schtonk“. Offenbar trifft der deutsche Humor die Kifferfilme auf originelle Weise, aber natürlich gibt es auch hier Klassiker und Movies, die eine große Fangemeinde haben.

 

Bang Boom Bang: Natürlich muss der rein, denn wenn Kalle Grabowski und Typen wie Schlucke und Ratte auf der Leinwand für Furore sorgen, dann ist der Joint von Keek nicht weit und die verwickelte Story rund um Tresore, Pornostudios und den großen Banküberfall ist ganz großes deutsches Kiffer Kino.

Lommbock: Die Geschichte zweier Dealer, die über einen schwunghaften Pizzabetrieb Gras ausliefern, geht wohl bald in die zweite Runde und das kann nur lustig werden. Stereotype wie kreative Einfälle wechseln sich ab, ein wirrer, bunter Mix aus Komik und Geschäftsgebaren und dieser lustige deutsche Kifferfilm ist ein Stück Hanf Kult auf der Leinwand.

Für die Fans der besten Kifferfilme – Kiffer Serien im Überblick

Die besten Kifferfilme kennen wir nun alle und wir haben eine richtig gute Liste, zumal die Kombination Cannabis und Unterhaltung ohnehin bestens zusammenpassen. Aber wie in anderen Sparten auch ist Hanf als Thema zunehmend in längeren Soaps, in Stories und fortlaufenden Geschichten über mehrere Jahre präsent und die diesbezüglichen Kiffer Serien erfreuen sich größter Beliebtheit. Du kannst dabei natürlich komödiantischen Klamauk genauso finden wie ernsten Stoff, was die enorme Spannweite rund um den Konsum, den Handel und die Lebenswelt von Haschisch und Marihuana widerspiegelt.

Eine Auswahl ist erwartungsgemäß nicht leicht und die weltweit mit raschen Schritten voraneilende Legalisierung tut ihr Übriges für eine Cannabis-Popkultur. Wir listen hier mal die bekanntesten Hanf Serien auf, wobei es selbstverständlich eine Menge guter Unterhaltung gibt in TV und Internet, die sich bestens für einen gemütlichen Abend mit Cola, Gras und Chips eignen. Es ist aber auch denkbar, dass mit zunehmender Freigabe von Haschisch und Marihuana in immer mehr Staaten das Interesse am einstmals illegalen Produkt abnimmt – und dann könnten sich künftige Kiffer Serien um ganz andere Themen drehen als Anbau, Konsum und Handel! Ein erweiterter Kosmos sozusagen und der Joint ist heute sowieso schon fast zur unverzichtbaren Attitüde in vielen Filmen und eben Serien geworden, ähnlich wie die Zigarette als Lifestyle zu früheren Zeiten.

Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn: Zweifellos ist diese lustige Serie des US-amerikanischen Senders Showtime sehr populär auch in Deutschland, es gibt mehrere Staffeln und Du findest die Episoden dazu auf den einschlägigen Streaming-Pages. Im Kern dreht sich Weeds um eine Dame namens Nancy Botwin, die aufgrund persönlicher Schicksalsschläge und finanzieller Probleme mit dem Dealen von Cannabis anfängt. Natürlich bevorzugt in der Nachbarschaft, das sagt schon der Titel, aber in der Summe wirft die Kifferserie nicht einfach nur einen Blick auf die Welt der Kleindealer – vielmehr wird hier fast schon wie in einem Roman von Jonathan Franzen die amerikanische Mittelschicht und deren offene wie versteckte Abgründe und Absurditäten seziert und das ist tolle Unterhaltung.

In den Staaten kam Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn vor rund 10 Jahren auf die Mattscheibe und löste damals noch einen kleinen Skandal aus. Heute ist Marihuana in vielen Bundesstaaten legal, so dass Ihr die Episoden auch stets wie eine kleine, spannende Rückblende in Zeiten massiver Cannabis-Prohibition anschauen könnt.

Disjointed: Schon etwas politischer und auf den Spuren der sich anbahnenden Legalisierung beleuchtet Disjointed das Leben der Ruth, einer Aktivistin, die sich dem Kampf für die Freigabe von Haschisch und Marihuana verschrieben hat. Zunächst ist das noch ein Fight mit harten Bandagen, doch schließlich kann die Dame (In Kifferserien sind erstaunlicherweise oft Frauen die Hauptfiguren!) ihre eigene Cannabis-Dispensarie eröffnen. Diese Art Headshop nach US-Standards darf heutzutage bekanntlich Hanfprodukte aller Ort anbieten und für Ruth, das ist dann auch die narrative Basis der Serie, entwickelt sich der eigene Grasladen zu enormen Stress. Fragen wie Anbau, Zucht und eben der Handel stehen im Mittelpunkt von Disjointed und die Kifferserie ist nicht nur spannend, sondern immer auch sehr informativ.

Budding Prospects (Grün ist die Hoffnung): Eigentlich dreht sich diese noch sehr frische, weil erst vor Kurzem produzierte und veröffentliche Serie um ein schon älteres Buch von T.C. Boyle, diesem larmoyant-weitsichtigen Zweifler und Autor, dessen Schriften übrigens auch die Rubrik der Kifferbücher interessant sind. Den Stoff hat sich Amazon gekrallt und daraus die Serie Budding Prospects produziert, die sich vor allem den mehr oder wenigen missglückten Cannabisanbau dreht. Was banal klingt, ist jedoch eine ungemein spannende Sache, schließlich wird hier der alte Kiffertraum vom ertragreichen Grow, von der ganz großen Ernte, erzählt und die damit verbundenen Hoffnungen auf Reichtum und ein sorgloses Leben eignen sich bestens für beinahe schwarzen Humor. In der Kifferserie versuchen ein paar Kumpels, heimlich in der Natur dicke Hanfpflanzen hochzuziehen, doch dabei kommen wilde Tiere, Polizisten, Frauen und andere Hindernisse zum Vorschein, die der Erzählung eine vorzügliche Würze geben.

Mary + Jane: Ein lustiges Wortspiel, na klar, schließlich reden die Amis beim Marihuana gerne von Mary Jane oder eben Mary-Juana, aber das ist nicht so wichtig für diese Kifferserie. Vielmehr dreht sich bei dieser von MTV produzierten Story alles um Cannabis-Lieferdienste in Kalifornien und dabei ist vor allem der Promifaktor ziemlich hoch. Kein geringerer als der Kifferfürst Snoop Dogg steht als Produzent im Hintergrund bereit! Die Damen in den Hauptrollen verschaffen Kiffern zwischen L.A. und San Francisco das Dope und dabei ergeben sich kuriose, mitunter regelrecht groteske, total überzeichnete Situationen. Hier ist der Spannungsboden konstant hoch, doch gibt’s eben auch eine Menge Unsinn, was Mary + Jane zu jenen Kifferserien rechnet, bei denen der Humor im Fokus steht.

High Maintenance: Auch das ist eine Art Logistik-Show, dreht sich doch alles um einen Kurier, der seine Kunden in New York mit ausreichend Haschisch und Marihuana versorgt. Ausgestrahlt auf HBO gibt’s mittlerweile zwei Staffeln und in dieser Kifferserie wird urbane Existenz mit Cannabis-Lifestyle zu einem recht unterhaltsamen Mix verwoben. Dazu passt beispielsweise auch die besondere Ästhetik, das Design, mit dem die ursprünglich als kleine Web-Serie gestartete Show hier reüssiert und mit Sicherheit ist High Maintenance heute eine der anspruchsvollsten Hanf-Episoden überhaupt. Der Versuch, das Leben in der Megacity im 21. Jahrhundert zu spiegeln und dabei Cannabis als Ventil zu wählen, das ist großes TV und dank gespannter Dialoge und einem vorzüglichen Set in puncto Kostüme und Co bekommst Du hier ein ziemlich kunstvolles Produkt auf der Mattscheibe serviert.

Trickfilme und Cannabis: Ok, als Kiffer weißt Du natürlich, dass The Simpsons und Co optimal passen zum Joint und zur Bong, schließlich ist die Absurdität und Ironie, manchmal aber auch der Zynismus dieser Cartoons einfach nur köstlich! Hier dann ein paar coole Kiffer Serien als Trickfilme auszuwählen ist noch viel schwieriger, aber wir empfehlen auf jeden Fall Serien wie zum Beispiel Beavis & Butthead, da gibt’s oft auch ganz nette Musik, sowie Futurama mit den ausgeflippten Aliens und dann noch South Park, wobei der häufig genuin amerikanische Humor sicher in mancher Folge auch nerven kann.

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn möglich schaut euch die Kifferfilme in der jeweiligen Originalsprache an (… das dürfte bei den deutschen Filmen nicht allzu schwer sein … )!

Gute Kifferfilme + Serien – von lustig bis cool!
4.8 (95.56%) 9 votes

2 Kommentare

  1. kloizg 17/02/2018 um 8:34 pm Uhr - Antworten

    DANKE! Sind wirklich schöne Filme dabei!!!!

  2. poschenko@bk.ru 05/10/2017 um 9:58 pm Uhr - Antworten

    Hallo, ich wollte nur mal Danke sagen für die netten Tipps! 😉

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