Cannabis Munchies Konsum

Die biochemischen Grundlagen für den berühmten Heißhunger beim Cannabis Konsum sind mitterweile gut erforscht als allseits bekannt Munchies (Bild von Rondell Benjamin auf Pixabay).

Der unter Kiffern und Kifferinnen gut bekannte Fressflash ist ein typisches Phänomen bei der Einnahme von Haschisch und Marihuana. Auch therapeutisch ist das interessant, schließlich spielen Cannabinoide etwa in der Behandlung von Krebs eine wichtige Rolle und die Patienten profitieren vom appetitanregenden THC zum Beispiel während einer Chemotherapie. Aber was sind eigentlich die molekularen, die biochemischen Grundlagen der im Englischen als „Munchies“ bezeichneten Heißhungerattacken beim Konsum von Cannabis? Viele Effekte gerade medizinischer Natur können beim Gras enorm variieren je nach Anwender, doch beim Hungergefühl erleben wir alle so ziemlich dasselbe – woran liegt das und wird man durch Kiffen etwa dick oder gar übergewichtig?

Biochemische Faktoren für das Hungergefühl beim Kiffen

Nennen wir zunächst die in Frage kommenden Hormone und Abschnitte vor allem im Gehirn, die direkt mit Hunger und damit auch den Munchies bei der Einnahme von Cannabis zu tun haben. Appetit kommt ja nicht von irgendwo, sondern ist überlebensnotwendig und beim Hanf Konsumieren adressieren wir vor allem an folgende Parameter im Organismus:

  • Riechkolben im Gehirn, wo Geruch, Geschmack und Aroma von Lebensmitteln wie Getränken übermittelt und sozusagen interpretiert werden. THC aktiviert diese Region und lässt Essen und Trinken als besonders lecker erscheinen.
  • Gherlin als Hormon, das sich auf den Darm bezieht und für eine Aktivierung der sekretagogen Rezeptoren sorgt. Die haben Einfluss auf die Einlagerung von Fett und auf das Wachstum der Zellen, was ebenfalls durch die Einnahme von Cannabis stimuliert wird.
  • Hypothalamus als Schaltzentrale im Hirn, wo unter anderem die Freisetzung vom Neurotransmitter Dopamin geregelt ist und so sind wir schlicht happy beim Essen auf Gras.
  • Nucleus Accumbens als gleichfalls rund um Dopamin aktive Gehirnregion und somit ebenfalls für die als glückselig empfundene Völlerei verantwortlich.

Spannend ist zudem die Bedeutung der Hanfsorten und der enthaltenen Ratio der Cannabinoide. Oft genug macht sehr starkes Marihuana mit viel THC mehr Hunger als Gras, das vor allem viel CBD enthält und offenbar stehen die Inhaltsstoffe in einer Art ausgleichenden Wechselspiel. Vom Kiffen als per se dickmachendem Genussmittel zu reden ist also völlig absurd und hat nichts zu tun mit den realen, wissenschaftlich mittlerweile ganz gut verstandenen Wirkmechanismen der Hanfpflanze.

Cannabiskonsum macht nicht dick!

Eine Menge Studien wurden zum Hungergefühl durch Kiffen initiiert und keine einzige gibt irgendeinen Hinweis auf eine mögliche Adipositas. In der Regel tritt sogar das Gegenteil ein und viele Kiffer verlieren ein oder zwei Kilo, was nachweislich gut sein kann mit Blick auf den Body-Mass Index. Auch hier ist Alkohol viel schädlicher als Cannabis, schließlich kippen wir beim Trinken jeder Menge Zucker in den Leib und oftmals verringern Leute ihr Gewicht gerade durch die gezielte Einnahme von Haschisch und Marihuana.

Das schon erwähnte Dopamin nimmt natürlich Einfluss auf die Empfindung beim Essen und hier ist dann auch der therapeutische Nutzen von Hanf gut sichtbar. Viele Patienten leiden an chronischer Appetitlosigkeit und Cannabis hier genauso gut helfen wie bei einem Reizdarm-Syndrom, Morbus Crohn oder dem Siliac Syndrom als typische Erkrankungen vom Magen-Darm System.

Unsere Empfehlung für Snacks beim Kiffen: Esst am besten Nüsse, getrocknetes Obst und gerne auch ein wenig Käse und rohes Gemüse – das schmeckt dank THC auch ganz ordentlich, ist gesund und lässt sich zudem gut in gemütlicher Runde knabbern! Für die Getränke raten wir zu Wasser mit einem Schuss Frucht, vielleicht Zitrone oder Orange? Gerade beim Rauchen und Inhalieren der Wirkstoffe braucht das Atmungssystem ausreichend Durchblutung und genügend trinken ist beim Konsum von Cannabis nicht nur wichtig, sondern verbessert das Erlebnis Gras ganz entscheidend.