Cannabis Fake News

Wir schauen auf Kampagnen und besonders krasse Lügen rund um Cannabis Fake News und wie man sich dagegen schützt (Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay).

Ein echtes Übel und trotz Legalisierung in modernen Ländern sind Cannabis Fake News. Einmal sind die natürlich wie in Deutschland zu besichtigen massiv politisch gesteuert, doch zum anderen haben entsprechende Kampagnen und endlose Schwindeleien auch Spuren im Denken der Leute hinterlassen. Denken wir zudem an den Krieg gegen die Drogen, der jahrelang als sehr sinnvoll verkauft wurde, heute freilich als Feldzug gegen die Armen verstanden ist. Während so ganz im Sinne von Bierparteien der Alkohol und seine schweren Schäden eher verharmlos sind, wird beim Hanf maßlos übertrieben oder direkt gelogen wie das zum Beispiel die Bundesdrogenbeauftragte versucht zu kultivieren. Falschmeldungen zum Marihuana müssen aber gar nicht massiv idiotisch daherkommen wie die Behauptung, Männer bekämen Brüste und Hodenkrebs vom Kiffen – oft reicht schon ein in den Systemmedien geschickt platzierter Hinweis, nach dem dann Cannabisprodukte keine Wirkung hätten und die Studienlage unvollständig sei. Verunsicherung und Angst sind gerade derzeit die wichtigsten Methoden beim Regieren und was Kiffer wie Hanfpatienten seit Jahren in den Ohren blutet, darf nun die gesamte Bevölkerung kennenlernen. Wie können wir uns selbst und andere vor Cannabis Fake News bewahren und was sind die absurdesten Behauptungen über die beliebte, wirkungsvolle Grasmedizin?

Hanf als Spielwiese für Falschmeldungen

Einmal hat das zu tun mit der langen Geschichte der Verbote und Gängeleien von Cannabiskonsumenten. Der Staat sucht sich bekanntlich gerne Minderheiten aus zum Unterdrücken und weil in Deutschland da nicht mehr viel übrig bleibt dank umfassender Förderung für alle, schlagen Politiker von CDU/CSU und anderen Parteien besonders gerne auf Marihuana ein. Zwar ist das genau die gleiche Diskriminierung wie zuvor gegen Lesben, Transen und so weiter, aber der schwule Gesundheitsminister Spahn etwa ist niemals bereit, das für ihn und seine Passionen geltende Entgegenkommen auch für Fans von Haschisch und Gras aufzubringen. Da ist viel Heuchelei im Spiel und die User von Cannabis dürfen sich täglich über neue Spinnereien selbst aus den höchsten Ebenen freuen.

Inkompetenz in den Instanzen: Besonders übel wird es, wenn ausgewiesene Abneigung und politische Inkompetenz zusammenspielen wie bei der Europäischen Union – in Brüssel möchte man doch ernsthaft das nicht berauschende Cannabidiol als berauschend einstufen und so die Bürger für extrem bescheuert verkaufen, nur um sich irgendwie die Pfründe in Form von Spenden aus Big Pharma und Alkoholindustrie zu sichern. Beim CBD zeigt sich derzeit besonders krass, wie tief sich Politiker in Lügen und zugleich einer kaum zu glaubenden Unwissenheit verlieren, auch wenn diese sicher beabsichtigt ist im üblichen Beschwindeln der Wähler und Steuerzahler. 

Wachsen Männern Brüste vom Kiffen?

Natürlich nicht, aber ähnlich wie die Mär vom Hodenkrebs durch Joints wurde diese Scharade öfters mal durch die Medien getrieben hier wie in den Vereinigten Staaten. Allein die Behauptung mag viele Leute verunsichern und das ist ja auch beabsichtigt, selbst wenn der Gegenseite und damit den Fans von Hanf selbstredend von diesem System der „Meinungsfreiheit“ die gleichen Absurditäten zu behaupten nicht zugestanden wird. Allerdings gibt’s unseriöse Hanfverkäufer, die verbreiten ebenso Lügen, allerdings in totaler Übertreibung etwa der Effekte – Cannabis heilt Coronavirus, hält ewig jung und wirkt gegen alle Krankheiten ohne jede Nebenwirkung sind solche gleichfalls nachteiligen Behauptungen.

 Weitere beinahe lustige, aber für die Cannabis Community nervig-schädliche Storys waren beispielsweise:

  • Cannabis ist eine Einstiegsdroge und führt zu Heroinsucht auf direktem Wege,
  • Cannabis führt wie das Rauchen von Tabak zu Lungenkrebs,
  • Kiffen von Konzentraten und das Verdampfen macht krank wie kurzzeitig erst letztes Jahr durch die Medien gejagt – bis sich herausstellte, dass durch Chinesen gepanschte Kartuschen und mangelhaftes Vitamin E für die Unfälle mit Vaporizern verantwortlich waren.

Für die Berichterstattung gilt daher die Regel: Die Inhalte sind nur so gut im Erklären und Informieren zum Hanf wie die Leute, die den Text verfassen – die alte Grundlage der Hermeneutik, nach der wir Texte mögen, verstehen und leichter aufschreiben, wenn wir den Inhalt mögen, gilt also auch für Haschisch und Marihuana. Ein vielleicht schon leicht angetrunkener Redakteur von den Öffentlich-Rechtlichen Medien wird selbstredend im Stil der Hofberichterstattung die Anti-Cannabis Politik preisen und ohne Unterlass Lügen erzählen, während Hanf Versteher und Kenner viel mehr an echter Aufklärung interessiert sind.

Wie lassen sich die Fake News über Hanf erkennen?

Abgesehen von der Quelle und das meint wie beschrieben Öffentlich-rechtliche Artikel wie auch explizit von Interessenverbänden wie etwa der Apothekenvereinigung gibt’s ein paar gut funktionierende Mechanismen zum Auslesen von Cannabis Fake News. THC.Guide empfiehlt deshalb zusätzlich auf folgende Faktoren in den Medien zu achten:

  • nicht nur die Überschrift lesen – gerade bei Social Media folgt im Text eine ganz andere Message als beim Eyecatcher in großen Buchstaben,
  • Zertifikate checken bei Hanfprodukten und allzu großspurige Behauptungen prüfen,
  • über den Autor recherchieren, vielleicht handelt es sich ja wie bei der Bundesdrogenbeauftragten um eng mit der Alkohollobby verflochtene Personen,
  • mehrere Quellen vergleichen vor allem in puncto Studien und Berichte zum Effekt von Cannabis,
  • eigenen Habit kritisch berücksichtigen – hermeneutisch lesen wir gerne und verstehen leichter, was wir selber gerne tun,
  • Übertreibungen herausfiltern, denn was schlicht zu gut klingt, ist bekanntlich meistens auch nicht sonderlich wahr.

Darüber hinaus sind wir gut beraten, Fake News rund um Hanf auch zu markieren und entsprechend bloßzustellen. Die mehrfach erwähnte Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig von der CSU lügt wie gedrückt und wenn das nicht hilft wird gedroht, so dass Wähler, Bürger, Steuerzahler hier gern mehr kommentieren sollten und so mithelfen, solche allein aus Proporz in Position gekommene Politiker vom Hof genannt Demokratie zu treiben – oder eben den selbstzufriedenen, bierseligen Lokalredakteur mit Leserbriefen nageln, damit Falschmeldungen zum Cannabis zumindest weniger werden in der notwendigen Debatte über eine alsbaldige Legalisierung von Marihuana Produkten.