Cannabis: Rauchkultur und die Frage nach dem Konsum

Cannabis: Rauchkultur und die Frage nach dem Konsum2018-05-08T17:40:24+00:00

rauchkultur cannabisVielleicht kennt Ihr ja den Film „Fear and Loathing in Las Vegas“, in dem sich Johnny Depp und Benicio del Toro auf einem wilden Drogentrip durch Nevada geradezu surrealistischen Erfahrungen hingeben. Dabei wird ironisch auch auf den Konsum und auf die Rauchkultur von Cannabis eingegangen. Die beiden Freaks werden während einer Konferenz mit einem Filmchen konfrontiert, das den Kiffer als Kriminellen darstellt, der in dunklen Ecken an verdreckten Kippen nuckelt und dabei jede Menge negative Assoziationen wecken soll. Natürlich ist das totaler Unsinn, zugleich aber die perfekte Ironie auf die Cannabis Rauchkultur, schließlich finden sich hierbei unzählige Wege und Formen, Haschisch und Marihuana zu konsumieren. Was Dir am Ende zusagt, musst Du selbst entscheiden, doch selbstverständlich sind einige Methoden recht speziell und andere überall auf der Welt quasi normal und zuverlässig anzutreffen.

Orte zum Entspannen: Headshops / Coffeeshops in Holland

Bekanntlich haben die Niederlande schon seit Jahrzehnten einen recht liberalen Weg beim Cannabis beschritten und das drückt sich im Stadtbild holländischer Metropolen auch durch die sogenannten Coffeeshops aus. Dort lässt sich Gras kaufen, also feinstes Marihuana, oder auch Haschisch in all seinen Formen – und auch gleich konsumieren! Wer will rollt sich einen Joint, leiht sich eine Pfeife oder kauft eine vorgebaute Tüte im Headshop. Dazu lässt sich in diesen auch recht oberflächlich Coffeeshops bezeichneten Etablissements abhängen, mit Freunden zum Beispiel, und natürlich führen die Shops Tee, Kaffee und jede Menge Knabbereien für den bekannterweise schnell hungrigen Kiffer. Headshops sind jedoch als Modell auf Holland beschränkt geblieben und vor allem der damit einhergehende Drogentourismus sorgt immer mal wieder für Beschränkungen. Erst kürzlich wurden die Stores in der Grenze zu Deutschland mit Auflagen beschwert, man braucht dort jetzt Ausweise und je nach Regierung steht diese Form der Rauchkultur von Cannabis auch in Holland ständig auf der Kippe.

Reisetipp: Noch immer befindet sich die sagenhafte Freistadt Christiania mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und dort findet Ihr jede Menge Dope für eine entspannte Jolle! Zwar versucht die Regierung auch hier mittels windiger Gerichtsurteile vor allem an die Baugrundstücke zu kommen, aber Gegenklagen haben eine Räumung des speziellen Viertels bisher glücklicherweise verhindert. Ein Besuch lohnt sich und auf dem örtlichen Cannabis Markt werden Ihr euch fühlen wie in Afghanistan oder Marokko, nur eben ohne nervige Terroristen.

Die Grastüte – ein ewiger Klassiker

Im Film, in Musikvideos und in jeder Kifferhöhle werden selbstredend Joints geraucht. Das geht betont einfach und ist im Grunde genommen schon ein Klischee seit den Zeiten Bob Marleys oder auch der Hippiekultur in den 1960er Jahren. Für eine Tüte, einen Joint, einen Dübel oder wie auch immer die Haschischzigarette noch bezeichnet wird, braucht es nicht viel: Ein Paper reicht aus, dazu ein Stück Papier für den Filter, wenn gewünscht auch Tabak zum Strecken und dann entweder Marihuana oder Haschisch – fertig! Die Kunst des Tütendrehens ist schnell erlernt und wird genauso wie das Rollen einer simplen Kippe innerhalb weniger Minuten durchgeführt. Joint rauchen ist die mit Abstand häufigste Form der Rauchkultur von Cannabis und das Verfahren ist überall mehr oder weniger gleich. Dazu kommen noch weitere Tütenformen wie zum Beispiel die Tulpe, eine Art Superjoint, der sich beim Rauchen wie eine Blüte öffnet, oder auch der Mini – Stick, der oft auf den Filter gleich ganz verzichtet. Andere Namen sind Blunt für den Joint als speziellen Tabakblättern oder auch Chalice.

Filtersysteme: Wenn Ihr keine Lust habt auf Pappenrollen und nerviges Geschnippel, dann raten wir Euch zum Verwenden von Aktivkohlefiltern. Diese machen den Rauch nicht nur angenehm kühl, sie halten auch den Tabak bzw. die Grasreste zurück, die bei einem klassischen Joint immer mal durch den Filter rutschen können. Und mancher schwört auf die Aktivkohle als Entlastung für die Lunge, was durchaus etwas für sich hat, aber wir werden hier verständlicherweise keine Entwarnung geben – Rauchen ist nun mal in keiner Weise optimal für die Gesundheit!

Heftig: Eimer, Erdloch, Hot Boxing

RauchkulturWer sich besonders stark zuknallen möchte mit Cannabis, der greift zu diesen Methoden. Dabei werden Erdlöcher oder vor allem ein mit Wasser gefüllter Eimer verwendet, auch spezielle Boxen oder Papprohre, umgangssprachlich als Kawumm bezeichnet, sind in Gebrauch. Das Marihuana wird mit Luftwirkung zum Glühen gebracht und dann über eine Flasche geraucht. Diese Methoden sind nicht ganz ohne, zum einen in puncto Wirksamkeit, zum anderen aber auch in der Anwendung selbst. Ihr müsst einen Eimer rauchen schon etwas üben, weil das Ansaugen des Rauchs nicht jedem sofort gelingt und es zu großer Verschwendung von Cannabis kommen kann. Und bitte immer daran denken: Das knallt – und zwar richtig heftig!

Die Bong und das Chillum: treue Begleiter für den Alltag?

Eine Bong, auch Glaspfeife oder Wasserpfeife genannt, ist für viele Cannabiskonsumenten die bevorzugte Rauchkultur. Hier kommt es zu einer Kühlung des Rauchs und es stehen ganz unterschiedliche Pfeifen zur Auswahl. Es gibt kleine Bongs mit einem Fach für Eiswürfel und es gibt meterhohe Glaskonstruktionen, die sich nur im Stehen rauchen lassen. Auch sind Werkstoffe wie Metall, Holz und sogar Plastik im Einsatz, was im Einzelfall durchaus Auswirkungen auf den Konsum und vor allem auf den eigentlichen Genuss haben kann. Das Cannabis wird auf ein Sieb getan, angezündet und gleichzeitig zieht der Konsument am Rohr, wodurch der Verbrennungsvorgang angeheizt wird und der Rauch durch das Wasser / Eis konsumiert werden kann. Klingt kompliziert, ist aber in der Praxis sehr einfach und deshalb auch immens verbreitet. Aufpassen solltet Ihr vor allem auf das meist aus Glas hergestellte Chillum, das geht ständig kaputt und nicht jeder Shop führt gleich das passende Ersatzteil.

Neu, teuer, sehr bequem: der Vaporizer

Zuletzt sei noch auf die recht jungen Vaporizer verwiesen. Diese werden als Konsumform vor allem von Leuten genutzt, die keine Lust auf Rauch und Verbrennung haben. Der Vaporizer verdampft die Inhaltsstoffe des Marihuanas, Haschisch ist hier seltener in Gebrauch und vermeidet all die ungesunden Stoffe, die auch beim Rauchen von Zigaretten entstehen. Allerdings sind die Geräte vergleichsweise teuer, laufen mit Batterien und haben ihren ganz großen Siegeszug wohl noch vor sich.

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