Italien Legalisierung Psychedelika

In Italien dürfen die Bürger im Frühjahr beim Volksentscheid zu Cannabis wohl auch über die Legalisierung von Psychedelika abstimmen (Bild von RGY23 auf Pixabay).

Einige Politiker raffen offenbar was schief läuft und so kommt in immer mehr Staaten dieser Welt die Freigabe von Haschisch und Marihuana auf das Tableau. Im Land von Dolce Vita gibt’s dazu einen Volksentscheid nachdem Aktivisten gleich mal mehr als halbe Millionen Unterschriften pro Gras sammeln konnten. Dieses Voting wurde nun von den Institutionen auf das Frühjahr festgesetzt und vielleicht geht da sogar noch mehr. Berichten zufolge könnte Italien neben Cannabis auch über die Legalisierung von Psychedelika abstimmen! Im Fokus stehen Magic Mushrooms und deren Wirkstoff Psilocybin, der bekanntlich schon länger intensiv erforscht wird in modernen Ländern zu einem möglichen Anwendung bei Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen.

Cannabis Eigenanbau und Zauberpilze züchten

Beides steht auf der Agenda zur Abstimmung und man darf fragen, ob die Italiener und Italienerinnen freier sind als wir Deutschen oder schlauer oder schlicht aktiver wenn es um ihre Recht geht. Das Voting rund um Psilocybin, das so ähnlich wirkt wie LSD, wurde nun offiziell durch den Obersten Gerichtshof bestätigt – während bei uns seit Jahren schon eine eingereichte Klage zur sofortigen Freigabe von Gras vom Bundesverfassungsgericht offensichtlich schlicht ignoriert wird.

Gesucht wird nun ein Datum für den Volksentscheid im Frühling. Inzwischen arbeiten die Pro-Hanf Aktivisten übrigens weiter, gehen quasi zu den Leuten klingeln um über Cannabis aufzuklären, über dessen Effekte und Wirkungen unzählige Fake News im Umlauf sind. Da in Italien auch Mario Draghi als Regierungschef eher wenig tut für die Aufklärung rund um Cannabinoide sind die Bürger gefragt und die haben mit der massiven Zustimmung bei der Unterschriftenaktion ihren Willen schon ziemlich deutlich kundgetan.

Welche Art Legalisierung darf Italien erwarten?

Ein bisschen absurd liest es sich wenn geplant ist, das Anbauen von Cannabis zu Hause vollständig zu erlauben – zugleich sollen aber Kiffer mit Gras oder Hasch in der Tasche weiterhin eine zwar kleine, aber trotzdem nervige Geldstrafe zahlen. Wie geht denn das zusammen? Möchten die Behörden das Kiffen auf die eigenen vier Räume und den Landsitz in der Toskana beschränken oder verstecken sich mal wieder südeuropäische Besonderheiten hinter diesen geplanten Vorschriften? Zauberpilze züchten ist gut und Gras anbauen sowieso, aber die Ernte dann nicht mit den Kumpels teilen?

Merkwürdig und beinahe schon wieder eine Falle, die Polizisten Hanfkonsumenten ungemein gerne stellen mit Verweis auf rechtlich unklare Regeln. Verkäufe von Hanfprodukten im Fachgeschäft beziehungsweise Cannabis online kaufen wird erstmal nicht gehen. Da ist unsere Ampel-Regierung durchaus besser und fairer aufgestellt, möchte man doch alsbald die Freigabe in Deutschland so durchziehen, dass erwachsene Konsumenten ohne Schwierigkeiten das beliebte Genussmittel Gras endlich erwerben können im legalen Geschäft. Leider findet bis dato aber keine Debatte über Psychedelika statt, die etwa in Kanada und immer mehr Bundesstaaten der USA mindestens entkriminalisiert werden und freier verfügbarer für die Forschung.

Unsere italienischen Freunde im Kiffer-Geiste geben sich noch nicht geschlagen: Wer in einer Woche 500.000 Unterschriften sammelt, so die kämpferischen Befürworter, der sollte klar und nicht nur halb Gehör finden und eine echte Weed Legalisierung bekommen! Sehen wir auch so, aber ob die bräsigen Beamten und Politiker da mitziehen? Italien hatte sich ja schon gebrüstet, als erstes Land in der ziemlich verknöcherten EU mit ihrer überholten Drogenpolitik die Freigabe durchzuführen, aber Malta war schneller und selbst Luxemburg könnte das THC zeitlich gesehen noch eher erlauben als das frühere Römische Reich. 

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