Temperatur beim Verdampfen

Wir zeigen Euch die genauen Siedepunkte von Terpenen und erklären, wie sich der Konsum von Cannabis per Vaporizer hervorragend ausgestalten lässt für höchstmöglichen Genuss beim Hanf. (Bild von Ethan Parsa auf Pixabay)

Die Hanfpflanze enthält eine Menge hochwertiger Inhaltsstoffe, die uns Menschen sowohl zum Genuss wie auch als hilfreiche Medizin dienen. Neben den Cannabinoiden wie THC und CBD sind es vor allem Terpene, die unsere Aufmerksamkeit erfordern, schließlich haben diese Aromastoffe ebenfalls therapeutische Wirkung und werten dazu den Hanf beim Geruch und Geschmack entscheidend auf. Wer nun den Verdampfer beziehungsweise Vaporizer gerne für Haschisch und Marihuana verwendet, der sollte die richtigen Temperaturen für die wichtigsten Terpene im Gras kennen – wir zeigen Euch dazu mal die passende Übersicht.

Warum Temperatur beim Verdampfen von Gras entscheidend ist

Wenn wir einen Joint rauchen und dabei Hasch und Gras quasi verbrennen, gehen ganz logisch eine Menge Inhaltsstoffe verloren. Der Vaproizer als äußerst praktische und schonende Konsummethode verbrennt jedoch nicht, sondern verdampft bei den exakt eingestellten Temperaturen, die wir zum Auslösen und Konsumieren der Terpene wie Cannabinoide brauchen. So verdampft THC als das berauschende Moment im Hanf bei 157° Celsius und CBD als körperaktives Cannabidiol bei 180° Celsius.

Kauft daher bitte immer einen Vaporizer mit flexibel einstellbarer Temperatur – vorgefasste und nicht flexible Werte können dann unter Umständen die Terpene und weiteren Cannabinoide wie THCA, CBN und CBG nicht hervorkitzeln.

Diese Werte von THC und CBD sollten wir in Abgleich mit den Terpenen im Auge behalten, das garantiert ein entsprechend körperliche oder eben im Kopf berauschende Wirkung plus Aroma und den vollen Geschmack. Es ist auch nicht möglich, nur ein einziges Terpen zu verdampfen, weil die Palette im Cannabis bei den Siedepunkten eng beieinander liegt – Wissenschaftler gehen aber ohnehin davon aus, dass Cannabinoide und Terpene synergistisch die entscheidende Wirkung hervorrufen. Das Rauf- und runterregeln der Temperatur wird daher vor allem den Geschmack verändern.

Die besten Temperaturen für Terpene

Als sekundäre Pflanzenwasserstoffe sind die Terpene der Forschung schon länger bekannt und die therapeutische Verwendung etwa bei Erkrankungen der Lunge ist nicht mehr so jung. Das findet sich auch in anderen Pflanzen ganz folgerichtig, doch wir verdampfen ja keine Kamille, sondern Gras. Bei den folgenden Temperaturen löst sich das spezifische Aroma am besten:

Terpen Siedepunkt Anmerkung
Myrcen ab 167 °C Das gibt’s auch im Hopfen jenseits vom Hanf und Myrcen eignet sich zum Relaxen, Einschlafen, auch zum Reduzieren der Effekte von THC.
Limonen ab 176 ° C Möglicherweise hilfreich bei Depressionen und deshalb recht energetisch, dazu mit einer leckeren Zitronennote versehen.
Pinene ab 156 ° C Schmeckt nach Pinie und schärft vorgeblich den Verstand, wird auch gerne verwendet, um den typischen Gedächtnisausfällen von THC entgegenzuwirken.
Caryophyllene ab 130 °C Hat schmerzstillende Effekte, der Geschmack ist erdig, holzig, mit Noten von Pfeffer.
Linalool ab 198 °C Sedierend, relaxend und deshalb bestens geeignet für den Verdampfer vor dem Einschlafen und ins Bett gehen spät am Abend, abgerundet mit Noten von Blumen und Blüten.

Ideen für eine Cannabis Session mit dem Vaporizer

Zum Schluss noch ein paar Ideen, wie Ihr den Konsum von Terpenen und Cannabinoiden ausgestalten könnt für bestmögliche Ergebnisse und Wirkung. Es kommt natürlich auf den zur Verfügung stehenden Hanf an – beim Dealer im Park ist die Auswahl nicht groß, aber wer zum Beispiel nach Holland fährt Gras kaufen und vor allem Hanfsamen online bestellt zum Indoor anbauen, der bekommt eine große Palette an Terpenen und Variationen. Wir empfehlen zum Beispiel

  • einen engen Rahmen zu stecken um 160° Celsius herum, was zunächst die Pinene rauskitzelt, dabei das berauschende THC nicht außen vorlässt und doch mit ein paar Grad mehr das sedierend-beruhigende Myrcen beim Konsum noch mit einbindet,
  • eine Indica-Sorte zu suchen, die dann mit Myrcen bei 167° Celsius zunächst verdampft und das wenig geringere THC mitnimmt, später sich aber zu steigern auf bis zu 198° Celsius für den beruhigenden Effekt von Linalool.
  • mit einer Sorte wie Sour Diesel zu starten, dabei erstmal um die 130° Celsius das Caryophyllen auslösen, danach bei 157° Celsius sich das THC holen und schließlich bei 180° Grad auf das CBD in der Hanfpflanze zu fokussieren für die willkommen entspannende Wirkung des Cannabidiol beim Verdampfen.