Oregon Entkriminalisierung Drogen

Die Entkriminalisierung geringer Mengen aller Drogen in Oregon ist nun Realität – Polizei und Staatsanwaltschaft stoppen Ermittlungen (Bild von David Mark auf Pixabay).

Während bei uns Hanfkonsumenten hinter Gitter wandern und wirklich jede Form von Genuss außer hemmungsloses Saufen politisch als böse verkauft, entfernen sich andere Länder immer weiter von der Biedermeier Bundesrepublik. Als nämlich vor wenigen Wochen in Oregon über die Entkriminalisierung aller Drogen abgestimmt wurde – in Deutschland gibt’s nicht mal Volksbefragungen – da entschied sich die klare Mehrheit der Leute für einen neuen, vielversprechenden Weg in der Gesetzgebung. Cannabis ist ohnehin schon legal, doch ab sofort werden Polizei und Staatsanwaltschaft auch bei anderen Substanzen, vorausgesetzt sie liegen in kleinen Mengen vor, keine Ermittlung mehr aufnehmen. Das hat nun der oberste Ankläger im Bundesstaat verkündet. Ein Weg, der zum Vorbild taugt, schließlich zeigt sich beim Hanf legal bereits, wie eine Normalisierung solcher Genussmittel zu sinkendem Konsum führt, zu weniger Kriminalität und zu mehr Freiheit, was letztendlich auch den Respekt der Bürger gegenüber den Behörden erhöht.

 Keine Verschwendung von Ressourcen mehr

Das nennt der Oberstaatsanwalt dann auch direkt und deutlich bei der Ankündigung, schließlich vergeudeten in Oregon Ewigkeiten Polizei und Gerichte ihre Kapazitäten mit der Jagd auf Konsumenten. Dieser absurde Zustand ist freilich bei uns in Deutschland weiterhin die Regel, wird sogar verschärft und jeder vernünftige Mensch greift sich an den Kopf, wieso Kiffer für Gras oder der Partygast mit einer Ecstasy Pille wie Schwerverbrecher behandelt werden – zugleich aber dürfen Clans selbst die wertvollsten Museen des Landes plündern, beziehen problemlos Hartz IV und bauen nach ihrem Gusto ganze Großstädte in der Bundesrepublik um. Ist hier etwa Korruption am Werk oder warum ist es den Behörden in Berlin nicht möglich, die Remmo-Bande und anderes Kroppzeug entweder dauerhaft einzusperren oder wenigstens aus dem Land zu treiben mit dem Rohrstock?

Kleine Ordnungsstrafen bei Drogendelikten: Je nach Lage dürfen in Oregon künftig maximal 100 Dollar Strafe fällig sein, auf keinen Fall aber gibt’s Gefängnis oder ähnliche brutale Gängeleien wie bei uns durch ein absurd unfaires Strafrecht. Die Politiker sind sogar so ehrlich zu sagen, sie fänden das Voting in gewisser Weise nicht optimal, halten sich aber selbstverständlich an die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger im wunderschönen Bundesstaat an der USA Westküste. 

Konsum ist kein Verbrechen, sondern (höchstens) ein gesundheitliches Problem

Wenn Beutel Jack und Mr. Flasche den Tag vor dem Discounter mit Doppelkorn und Sixpacks verbringen, sich aber irgendwann doch zu einer Therapie entschließen, dann sperrt der Staat sofort alle Türen auf, bezahlt die Kosten und behandelt die süchtigen Trinker am Ende immer noch wie Menschen, denen geholfen werden muss. Zündet sich hingegen der Kiffer einen Joint im Park an, gilt das sofort als strafwürdig, müssen Nachbarn, Angehörige, Arbeitsstelle umfassend über dieses Vergehen unterrichtet sein. Die totale Demütigung von Leuten, die nicht d´accord gehen mit dem offiziellen Bierkult der CDU/CSU und ähnlicher Parteien von links bis grün ist fest eingeplant für verantwortliche Politiker wie Merkel und Söder, die seit Jahrzehnten eifrig an der Zerstörung von Existenzen mitarbeiten. In Oregon fragt der Politiker hingegen: Wie kann man es im 21. Jahrhundert dem Steuerzahler noch zumuten, dass massiv öffentliche Ressourcen für die Verfolgung von Sachen vergeudet werden, die eigentlich privat sind? Konsumenten sollte im Zweifelsfall Hilfe zur Verfügung stehen, alles andere geht den Gesetzgeber schlicht nichts an.

Schon gehen weitere Bundesstaaten wie Washington und Colorado in die Spur, darf die Wissenschaft zu spannenden Substanzen wie LSD und Psilocybin forschen. Steuern werden gezahlt beim Cannabis legal, es entstehen Jobs und die Einnahmen gibt die öffentliche Hand zurück für die Ausstattung von Schulen oder eben zur Unterstützung von Suchteinrichtungen. Und in Deutschland? Wird die Maske gepriesen als neuer Fetisch, werden Kinder und Jugendliche dank offizieller Duldung mit Schmerzmitteln abgefüllt bis zur Sucht und stapeln sich weiter die Alkoholkranken in der Notaufnahme – Hauptsache den Politikern geht es gut und sie können weiterhin mit fiesen Lügen die Bevölkerung gegeneinander aufhetzen. Die Bundesdrogenbeauftragte ignoriert beflissentlich jede Wissenschaft, preist stattdessen Schnaps und Wein als oberstes Kulturgut und vergeht sich zusammen mit der restlichen Kavalkade in den Parlamenten ungestraft besonders an jungen Menschen. Wie konnte es soweit kommen, während in Oregon und anderswo Demokratie und Freiheitsrechte nicht wie bei uns abgeschafft werden unter dem Deckmantel einer Viruspandemie, sondern vielmehr neue, moderne und weitsichtige Impulse gerade in der Drogenpolitik bekommen?