Anträge auf Cannabis-RezepteDas Jahr 2018 ist nicht mal ein Quartal alt und in den letzten Monaten haben die Rezepte für Hanfmedizin enorm zugelegt: Therapeutisches Cannabis ist beliebt und laut aktueller Auskunft gingen seit der Freigabe vor gut einem Jahr schon weit mehr als 40.000 Marihuana-Blüten über die Theke der Apotheken! Wenn wir das mal herunterbrechen, dann sind das pro Patient ein paar Konsumeinheiten und es sind wohl mindestens 10.000 Rezepte faktisch beantragt worden. Die in diese Sache idiotisch agierende Bundesregierung hatte mit ein paar hundert Leuten gerechnet.

Anträge auf Cannabis-Rezepte – Tendenz stark steigend

Pro Quartal legen die Zahlen der Anträge zu und die Krankenkassen tun alles, um eine Übernahme der Kosten für Cannabismedizin zu vermeiden. Das verrottete System hat sich mal wieder ins eigene Fleisch geschnitten: Die Annahme von lediglich ein paar hundert Rezepten ging von geringen Kosten aus, doch nun müssen AOK, KKH und Konsorten plötzlich enorme Summen in die Hand nehmen und schon wird von einer Überlastung gesprochen. Das ist natürlich alles Stimmungsmache gegen den Hanf und wir würden uns nicht wundern, wenn der Gesundheitsminister Jens Spahn bald offen fordert, die Leute sollen doch wieder die Chemischen Keulen anstatt Haschisch und Marihuana einnehmen.

Die Krokodilstränen der Apotheker: Diese Zunft greift besonders gierig zu und nutzt die politische Lage knallhart zu eigenen Gunsten, übt sich aber auch fleißig in Heuchelei. So wird über leere Lager geklagt, wohlwissend, dass man dann im Gegenzug geradezu kriminelle Preise verlangen kann!

Wie reagiert die Politik und wie kommst du an ein Hanf-Rezept?

Bei einer solchen Situation ist die Gesundheitspolitik und auch die Justiz gefragt. Cannabis gehört quasi zur mittlerweile normalen Versorgung im Alltag von Arztpraxen und Krankenhäusern, auch Altenheime und Hospize dürften hier alsbald dazukommen. Um sowohl die Patienten anständig zu versorgen wie auch den Krankenkassen zumindest ein wenig der Kosten abzunehmen, wäre es wichtig, die absurde Preispolitik der Apotheken zu ändern. Zum Vergleich: Ein Gramm Haschisch oder Marihuana kosten beim Dealer maximal 10 Euro, in Berlin ist es sicher noch billiger. Die Apotheke verlangt jedoch bis zu 25 Euro! Die Herstellungskosten sind jedoch gering und werden lediglich durch Bürokratie erhöht, so dass eigentlich viel niedrigere Preise in den Apotheken möglich wären.

Es braucht dringend dazu entsprechende Vorgaben, sonst gewinnt am Ende nur wieder eine Lobbygruppe, während das Gesundheitssystem ächzt und die Patienten oft mit negativem Bescheid zur Cannabismedizin abgespeist werden! Die ganze verfahrene Lage ähnelt sehr deutlich der Flüchtlingskrise, wo die Politik ohne Plan und Vorbereitung einfach mal unzählige Leute ohne jede Registrierung und Kontrolle ins Land lässt und sich dann in aller Heuchelei wundert, wenn Kriminalität, Krankheiten (in Deutschland ist seit Jahrzehnten der Ausrottung nun auch die besonders ekelhafte Krätze wieder ansässig!) und der Missbrauch der Sozialsysteme überhand nehmen.