Cannabis Abgabestellen für ErwachseneChaos ist sicher das falsche Wort, aber eine gewisse Unordnung kennzeichnet die rot-rot-grüne Landesregierung in Berlin sehr wohl, das zeigt sich gerade auch mit Blick auf die Cannabis Politik dieser Koalition. Da gab es im vergangenen Jahr während der Verhandlung für ein Regierungsbündnis kurzzeitig Zoff, als Grüne und Kommunisten die Legalisierung von Hanf forderten, während die etwas behäbige und oft dem Zeitgeist hinterherhechelnde SPD die üblichen, abgenutzten Bedenken zum Besten gab. Nun jedoch gibt es geradezu fantastische Nachrichten für Kiffer, denn in der vergangenen Woche kam es zum Treffen von Politik und Suchtberatern, um die angekündigte Abgabestelle für Cannabis in Berlin ins Werk setzen zu können.

Rechtssicherheit und die Freiheit des Bürgers

Tatsächlich, die Sprecher der Fraktionen und der Koalition reden nun auf einmal von der freien Entscheidung der Bürger und es an der Zeit, die lächerliche und auf ganzer Linie gescheiterte Politik der CDU Vorgängerregierung endlich vollständig zu überwinden. Die gesundheitspolitischen Sprecher bereiten nun einen Antrag vor, das berühmt berüchtigte Bundesinstitut für Arzneimittel soll umgehend über eine Ausnahmeerlaubnis für die Hauptstadt informiert werden. Als Vorbereitung zum Projekt, bei dem Cannabis bei der Abgabe wissenschaftlich dokumentiert werden soll, sind zwei Jahre angesetzt. Gut möglich, dass die anstehende Bundestagswahl die Dinge noch beschleunigt, allerdings braucht es dafür eine andere Regierung als jene bräsig selbstzufriedenen Nichtstuer um Merkel und Konsorten.

CDU formuliert die übliche ideologische Hanf Ablehnung

Obwohl zahllose Studien und Forschungen das Gegenteil beweisen, verkauft die CDU demgegenüber den Bürger weiter für dumm und faselt angesichts der geplanten Abgabestellen von Cannabis als Einstiegsdroge, einer Gefährdung von Kindern und so weiter. Das ist aber so ähnlich zu verstehen wie die Flüchtlingskrise, bei der Merkel zunächst die Tore öffnete, sich dann zuerst wunderte und dann den Deutschen die Schuld gab am Chaos, das ist Planlosigkeit und das sich Wiegen in überkommenden Konzepten. Deshalb sollte kein Kiffer die CDU mehr ernst nehmen, dort geht es um Machterhalt und nicht um den Bürger! Schon fordern die Konservativen den Senat auf, sich gegen jede Liberalisierung von Haschisch und Marihuana auszurichten, am liebsten wären diesen Leuten wahrscheinlich lange Haftstrafen und eine gesellschaftliche Ächtung für jedes Krümelchen Gras.

Die linke Koalition muss nun Flagge zeigen und sich um Themen wie Prävention, Jugendschutz und der Abgabe selbst beschäftigen. Diese Politik, gleich welche Parteien nun dahinter stehen, hat erkannt, dass die Verbote von Hanf eher zu steigenden Konsumentenzahlen führen und es ist wichtig und an der Zeit dem erwachsenen Bürger schlicht die freie Wahl zu lassen, egal ob man nun lieber Cannabis oder eben Alkohol zu sich nehmen möchte.