Cannabis Konsum bestrafen - Symbolbild

Die AFD will den Konsum von Cannabis bestrafen und fordert die Einführung einer Ordnungsstrafe von 500 Euro pro Vergehen – vom Joint rauchen bis Kleinstmengen Hanf. (Bild von naeim a auf Pixabay)

In Deutschland ist Hanfmedizin auf Rezept legal, doch beim Thema Cannabis als Genussmittel sind Besitz, Verkauf, Anbau bis dato noch verboten. Die AFD freilich möchte nun auch den Konsum bestrafen und fordert dazu die Einführung eines Bußgeldes von 500 Euro pro Vergehen, egal ob jemand nun kleinste Mengen Marihuana dabei hat oder eben in der Öffentlichkeit einen Joint raucht. Mit diesen drastischen Forderungen reagiert die Partei auf Meldungen, nach denen in Berlin Kiffen und auch der Verkauf von Cannabis im Prinzip von den Behörden gar nicht mehr bestraft wird.

Berliner AFD will radikale Lösungen

Im Görlitzer Park ist Hanf kaufen sehr einfach und wird derzeit sogar durch die Einrichtung spezieller Zonen für die Dealer durch Behördenmitarbeiter quasi unterstützt. Bei der AFD kommt das nicht gut an und man möchte sich beim Cannabis als Partei für Law und Order verkaufen. Bei einer Stellungnahme vermischt dazu gerade der Abgeordnete Karsten Woldeit einfach mal Verkauf und Konsum, was absurd ist – aber eben nicht jedem Wähler und Leser solcher Meldungen sofort auffällt. Wer sich also einen Joint ansteckt oder am Vaporizer Gras verdampft, dazu vielleicht noch eine kleine Blüte Marihuana im Gepäck hat – der ist nach Ansicht der AFD ein Krimineller, der unbedingt zu bestrafen ist.

Vergehen sollen als Ordnungswidrigkeit bestraft werden!

Am liebsten würde die AFD die Kiffer nun alle vor Gericht zerren und dann in die Verließe von Hochsicherheitstracks werfen lassen. Allerdings hat bekanntlich die Justiz in Deutschland in diesen Tagen besonders viel zu tun mit der Prüfung von Anträgen abgelehnter Asylbewerber, die natürlich alle gerne bleiben wollen im Land üppig fließender Sozialversorgung. Cannabis Vergehen zumal im kleinen Bereich werden da meistens eingestellt – ein Unding, wie die AFD findet! Hanf ist illegal und wer das konsumiert, sollte die volle Härte des Gesetzes spüren.

So sollte laut Ansicht der Alternative selbst dem Ordnungsamt erlaubt sein, bei Kiffern einzuschreiten, Personalien aufzunehmen und dann die 500 Euro als Ordnungswidrigkeit zu verhängen. Bekanntermaßen ist Konsum bis dato legal und hier will die AFD sich im Bundesrat einsetzen – wir sind gespannt, ob die CDU auf diesen Zug aufspringt, auch wenn man ansonsten stets betont niemals mit der AFD zusammenarbeiten zu wollen. Und es geht noch weiter, denn der Fraktionschef der Partei in Berlin will dadurch die Polizei entlasten, Cannabis als gefährliche Droge von den Straßen bekommen und die Kinder (und blonden Frauen) beschützen vor dem Gift, das die Zuwanderer mitbringen. So jedenfalls der Jargon der selbsternannten Beschützer. Für uns klingt das nach War on Drugs, nach Nixon und riecht nach 50er Jahre, was wir freilich von der AFD auch bei anderen Themen schon gewohnt sind.