Cannabis Aktien KW1 / 2020

Das neue Jahr geht jetzt richtig los und Cannabis Aktien haben in der zurückliegenden KW1 schon mal Platz genommen für Anleger auf dem Börsenparkett (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Zum neuen Jahr haben neue und alte Investoren in der KW1 / 2020 Cannabis Aktien unter die Lupe genommen und es gab tatsächlich schon ein paar marktbewegende Meldungen. Ein weiterer Legal State ist in den USA nun zur Liste der Bundesstaaten hinzugestoßen, die freien Hanf für freie Bürger erlauben und offenbar haben sich die ersten Verkäufe schon prächtig entwickelt. Nicht ganz so gut sind hingegen die News aus dem kanadischen Quebec, wo die Behörden die Zügel ein bisschen anziehen vor allem bei der Alterskontrolle rund um die Cannabis Freigabe. Einige wichtige Cannabis Aktien, wir nennen die größten und bekanntesten Hanf Papiere wie am Markt üblich „Blue Chips“, konnten dazu mit positiven Neuigkeiten aufwarten – hier unser Überblick für Anleger.

Aktuelle Entwicklungen

Illinois mit der Megacity Chicago hat zum 1.Januar 2020 Cannabis legalisiert und zwar für alle Erwachsenen wie in anderen Legal States zuvor auch schon. Allein am ersten Tag, wohlgemerkt als Neujahr auch in den USA ein Feiertag, wurden Haschisch und Marihuana im Wert von mehr als drei Millionen Dollar verkauft in den Fachgeschäften! Am zweiten Tag wurden ähnlich hohe Zahlen aufgerufen und die Leute kamen auch aus angrenzenden Bundesstaaten wie Indiana oder Missouri nach Illinois zum Kiffen. Da hat auch gleich noch der Gouverneur Prizker die Begnadigung und Löschung von hunderttausenden Cannabis Vergehen in der Geschichte angekündigt und die Legalisierung läuft rund, was Investoren natürlich vermerken sollten.

Weiter höher im Norden, im französischsprachigen Quebec hingegen, haben die Behörden für den Kauf von Cannabis das Mindestalter auf 21 Jahre angehoben. Die meisten anderen Bundesstaaten in Kanada erlauben das ab 19 Jahren, nur Alberta ist schon mit dem Nachweis von 18 Jahren im Ausweis zufrieden. Warum die Behörden in Quebec derart streng agieren, hat wohl zum einen mit der noch nicht ganz abgeschlossenen Story um gepanschte Kartuschen für Vaporizer zu tun, zum anderen aber mit dem Cannabis 2.0. Diese Getränke und Speisen, Tinkturen und Konzentraten sind sehr stark, haben viel THC und möglicherweise möchte man hier junge Leute vom Hanf fernhalten.

Eine gute Neuigkeit ist allerdings die Änderung der Dopingvorschriften bei der WADA, das ist die World Anti-Doping Agency. Dort wird entschieden, welche Präparate und Medizin Sportler einnehmen dürfen – CBD-Cannabis und der nicht berauschende Nutzhanf finden sich nicht mehr auf dieser Übersicht der verbotenen Substanzen! Auch wenn Haschisch oder eben THC verboten bleiben, so ist das sehr positiv für viele Athleten, die bewusst auf die heilsamen, wohltuenden Effekte von CBD als körperaktivem Cannabidiol setzen.

Marihuana Index und Performance von Cannabis Aktien

Die erste Woche des Jahres war geprägt durch weniger Volumen, wohl aber auch durch recht hohe Zuwächse in den Cannabis-Aktien. Für viele Papiere ging es im Wochenverlauf sogar zweistellig nach oben und Kanada hat ein bisschen besser abgeschnitten als die Aktien aus den USA. Deutlich wurde zudem wieder, wie Hanf als Wertanlage mittlerweile massiv getradet wird auf Tagesbasis und viele Investoren setzen gezielt auf starke Schwankungen statt auf eine langfristige Anlage, die dann jahrelang im Depot praktisch unbeobachtet dicke Rendite bringen soll.

Ausgewählte Aktien im Überblick

  • Canopy Growth: Hier klingen aktuelle Bewertungen nicht so mies wie man vielleicht denkt und Canopy Growth schoss zur Wochenmitte von 17 auf 19 Euro hoch, was zumindest für Daytrader ein tolles Geschäft gewesen ist. Die großen Kapazitäten des Unternehmens werden überwiegend positiv eingeschätzt und nicht wenige Investoren sagen einen Rebound für 2020 voraus.
  • Aurora Cannabis: Die Einschätzungen durch Analysten sind schlecht, Beobachter erwarten massive Cash Probleme bei Aurora Cannabis in 2020. News gab es aber außer solchen Berichten und persönlichen Meinungen fast keine, so dass wir die schnellen Anstiege im Chart zumindest als positives Zeichen werten wollen – steigen Anleger bei niedrigen Kursen hier sofort wieder ein?
  • Tilray: Die Firma konnte mit einem fetten Deal glänzen mit Israel. So wird Tilray viele Tonnen ins Heilige Land exportieren, aus den Fabriken in Portugal und es zeigt sich, wie präsent diese Cannabis Aktie in Europa bereits ist. Beliefert wird auch das bräsige Deutschland und einige Länder mehr, was Tilray auch dank des in 2019 so stark gesunkenen Kurses vielleicht wieder interessant macht. Der Bepreisung an der Börse hat das aber nichts geholfen in der KW1 – der Kurs geht runter auf 14 Euro.
  • Aphria: Neutral bis leicht positiv lauten die Berichte der Analysten zu Aphria und es gab zum Jahresbeginn keine News, wohl aber einen starken Anstieg zur Wochenmitte, der ging beinahe hoch auf die starke Widerstandsmarke um die 5 Euro. Wird das mal durchbrochen, dann sind weitere Zuwächse drin, aber sicher ist das Abwarten einer klaren Bodenbildung im Chart von Vorteil.
  • Deutsche Cannabis AG: Wer hier in 2019 trotz fehlender Bilanzen, Ermittlungen von Seiten der Börsenaufsicht und sogar eventuellem Insiderhandel investiert hat, der bekam einen dicken Verlust serviert bei der Deutsche Cannabis AG. Das Papier kostet 65 Cent, stieg in der KW1 von 50 Cent aufwärts, aber wir haben immer noch keine verständlichen News am Start.
Ausblick auf die Kalenderwoche 2/2020

Nun kommen alle Investoren aus dem Urlaub zurück nach Neujahr und wir sind besonders gespannt auf das Handelsvolumen der Cannabis Aktien. Auch dürften weitere Meldungen aus Illinois für Furore sorgen und in Kanada läuft der Verkauf von Cannabis 2.0 auf Hochtouren – ob Kekse und Tinkturen die Umsätze nach oben schrauben? Wie schlagen sich die Hanf Papiere dazu im Chart und sehen wir endlich einen belastbaren Boden als Ausgangspunkt für einen Neueinstieg?

Hinweis: THC.Guide gibt keine Empfehlungen zum Kauf von Aktien. Der Cannabis-Aktien Wochenbericht dient ausschließlich Informationszwecken.