Cannabis AnbauNormalerweise bringen viele Leute Cannabis mit einer Art grünem Business in Verbindung und prinzipiell sind die meisten Kiffer auch Naturfreunde und ökologisch nachhaltig unterwegs. Doch wie steht es eigentlich um die Nutzpflanze Hanf und deren Verwertung beziehungsweise um den Müll, der sich aus der boomenden Industrie heraus entwickelt? Wenn beispielsweise Schätzungen zum Indoor Anbau für ein Kilo Cannabis bei einem Ausstoß von mehr als 4000 Kilo CO2 landen, dann ist das mindestens bedenklich und wir wollen uns diese Thematik mal genauer anschauen.

Indoor Growing und Outdoor Hanf-Farmen in Kalifornien

Es ist natürlich verständlich, dass viele Anbaupraktiken auch in den Legal States der USA auf die Zeit der Prohibition von Haschisch und Marihuana zurückgehen und damals war Umweltschutz logischerweise weniger wichtig. Der exzessive Einsatz von Kunstlicht mittels LED-Lampe und all der Dünger haben Auswirkungen auf die Umwelt, was in Kalifornien auch recht schnell zu sehen ist. Das echte Problem ist Indoor Growing: Bei dieser Anbaumethode ist gerade die Geschwindigkeit von Wachstum über Blüte bis hin zur Ernte entscheidend und es wird massiv Energie eingesetzt, was dann wiederum der Umwelt nicht sonderlich guttut.

Umweltschutz beim Kiffen und Gras anbauen

Dank der Legalisierung wird dieses Problem jedoch gerade in Kalifornien derzeit sehr ernsthaft diskutiert. Man erinnere sich an Arnold Schwarzenegger, der einst als Gouverneur mit einem riesigen Ami-Auto posierte und meinte, man könne sehr wohl große Fahrzeuge haben, diese müssten aber umwelttechnisch verträglich daherkommen! Gut möglich, dass dieses Denken nun auch die Cannabis-Industrie erfasst, zumal der Sonnenstaat an der Westküste ohnehin den Klimawandel mit Waldbränden und Wasserknappheit ziemlich deutlich zu spüren bekommt.

Cannabis braucht eine Menge Wasser zum Wachstum und Erblühen und schon gibt es Berichte, nach denen die Behörden mit der Überprüfung der Hanfbauern beginnen. Umweltschutz steht im Mittelpunkt, dazu die Vermeidung von Pestiziden und dafür gibt’s ein Siegel, das auch den Kiffern als Konsumenten der Produkte gefallen dürfte. Freilich sind die Amerikaner nicht gerade Vorreiter in puncto Ökologie und der Klimawandel wird mancherorts sogar bestritten! Ob sich also so schnell etwas beim Anbau von Hanf ändert, bleibt abzuwarten und Du solltest bei eigenem Home Growing immer auch die Umwelt im Blick haben.

Und die deutsche Bundesregierung?

Bekanntlich wird in Deutschland derzeit versucht, das Thema Cannabis als Medizin endlich halbwegs annehmbar für Patienten zu gestalten und zu diesem Zweck wird auch der Grasanbau natürlich unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Lande vorangetrieben. Die für 2019 anvisierten vier Tonne Hanf sind zwar lächerlich angesichts der Nachfrage und werden niemals reichen, aber es wäre sicher eine nette kleine Anfrage im Bundestag wert, wie sich eigentlich der Umweltschutz bei der Bundesagentur für Arzneiprodukte darstellt. Das System Merkel braucht Feuer von allen Seiten, zumal angesichts der völlig verkorksten Umsetzung von Cannabis als Medizin in Deutschland von besonders hohen Standard nun beim Anbau kaum auszugehen ist.