Cannabis Nachrichten weltweit: Faules Jamaika & Robert Mugabe

Cannabis Nachrichten weltweitWir schauen heute mal nach Afrika zum Thema Cannabis-Nachrichten. Auf dem schwarzen Kontinent tut sich einiges und die jahrelangen Meldungen über Genozid, Hunger und verrückte Präsidenten werden nun durch spannende Infos zum Hanf ergänzt. In Kanada hingegen blamiert sich gerade die konservative Partei, wird doch die Freigabe von Cannabis automatisch mit einer sinkenden Produktion im Lande gleichgesetzt! Weil das für sich genommen total absurd ist, hetzen die Politiker aber gleich noch gegen Jamaika und das macht deren Argumente zusätzlich gehaltlos. Und dann gibt’s noch einen Blick auf die Britischen Inseln, dort fordert die Ärztekammer gleich mal die Legalisierung jeglicher Drogen.

Nach Robert Mugabe: Simbabwe vor Cannabis-Legalisierung?

Noch vor wenigen Monaten waren die Nachrichten aus Simbabwe immer die gleichen: An der Spitze des afrikanischen Landes, des ehemaligen Rhodesiens, stand der uralte Mugabe zusammen mit seiner gierigen Sippe, es gab Inflation in extremer Höhe, Gewalt gegen Weiße und jede Menge schaurige Berichte über staatliche Willkür. Dann aber wurde die Kamarilla gestürzt und schon gibt es gute Nachrichten, allen vor jene, nach denen Simbabwe die Freigabe von Cannabis plant. Geplant ist hier zunächst die Legalisierung von Hanfmedizin, zugleich soll ordentlich geforscht werden dürfen rund um die Hauptstadt Harare. Wird das Skandalland der letzten Jahrzehnte nun zum neuen Cannabis-Zentrum auf dem afrikanischen Kontinent?

Hanf und Kiffen in Afrika

Auch Lesotho, wir haben dazu berichtet, gibt den Hanf frei. Die Staaten bringen sich in Stellung angesichts der massiven Chancen einer Legalisierung, zumal das Klima vor Ort zwischen Sahara und Kongo ohnehin bestens geeignet ist für den Cannabisanbau. So überrascht es kaum, wenn ebenso Malawi und Ghana intensiv nachdenken und mit Sicherheit können wir euch beim THC.Guide schon bald fetzige Kiffer-Reisen nach Afrika empfehlen. Wenn dann auch noch ein ökonomisch bereits enorm wichtiger Player wie Südafrika aufspringt, dann sind die Aussichten großartig und wir können nur hoffen, dass eine mögliche Legalisierung von Haschisch und Marihuana in den afrikanischen Ländern nicht wieder an der üblichen Korruption vor Ort scheitert. Gras geraucht wird in Afrika jedenfalls eine Menge und allein dieser lokale Markt bietet vielversprechende Chancen für ein smartes Hanf-Business.

Hanf legal: Kanadische Konservative fürchten Produktivität wie auf Jamaika!

Bald gibt’s Gras legal in Kanada und das ruft die üblichen Unken mit ihren Rufen zum bösen Hanf auf das Tableau. Während in Deutschland vor allem die CSU Stimmung macht gegen Cannabis, natürlich mit jeder Menge idiotischer Vorurteile, sind es in Kanada deren Gesinnungsgenossen aus dem konservativen Lager. Die schrecken auch vor Beleidigung ganzer Völker nicht zurück, das zeigt ein neuer Bericht mit entsprechenden Kommentaren über Jamaika. Laut den Kalkriesen in der Politik droht Kanada im Zuge einer Legalisierung von Cannabis auf das Produktionsniveau der berühmten Kiffer-Insel in der Karibik zurückzufallen! Wie bitte?

Sind die Leute auf Jamaika wirklich faul?

Konkret hat sich eine Abgeordnete aus Neuschottland entsprechend geäußert. Ihr habe eine Freundin erzählt, dass auf Jamaika die Leute weniger arbeiten würden als im großartigen Kanada – und das liegt allein am überall verfügbaren Weed! Wenn wir genauer hinschauen wird aber auch klar: Cannabis ist auf Jamaika sehr wohl illegal, lediglich als Hanfmedizin auf Rezept eventuell zu haben. Dazu kommen eine prinzipiell geringe Produktivität in den Tropen, in Drittweltstaaten, es geht um Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne.

Ob die Politikerin das bedacht hat bei ihren Bezichtigungen? Vielleicht nutzt Jamaika ja sein berühmtes Image zur Kreation einmaliger Destinationen für Touristen, ist also sehr wohl ökonomisch aktiv. Wir können nur hoffen, dass sich der kanadische Premierminister Trudeau bei den Jamaikanern für diese Idiotie entschuldigt – auch wenn das zitierte Irrlicht nicht zu seiner Partei gehören mag. Die Dame namens Smith-McCrossin hat sich übrigens bei Facebook für ihre Aussage bereits entschuldigt, aber klar, der Vorwurf von Rassismus ist an dieser Stelle absolut angebracht und die Politikerin sollte schleunigst zurücktreten.

England: Ärzteschaft will alle Drogen legalisieren!

Ob hier der Brexit seine Hände im Spiel hat? Gerade hat The Royal College of Physicians, seines Zeichens so eine Art Ärztekammer mit gut 26.000 Mitgliedern, im Vereinigten Königreich für Furore gesorgt: Die englischen Weißkittel sind insgesamt der Meinung, dass die aktuelle Verbotspolitik für Drogen gründlich überprüft werden müsste! Am besten also: Alle Drogen freigeben! Hintergrund ist die Ansicht der Mediziner, dass Strafen gerade auch für Cannabis nichts bringen und im Gegenteil den Leuten nur zusätzliche Probleme bereiten würden. Ist in der Hinsicht ja eine Binsenweisheit, aber immerhin sprechen es auch mal Ärzte direkt aus.

Mit fast 15.000 Fällen, bei denen Personen in England mit dem Verdacht auf eine Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert worden im letzten Jahr, hat die Ärzteschaft mächtige empirische Daten am Start. Mehr als 2500 Leute sind zudem am Drogenkonsum gestorben. Hat hier die ewige Prohibition auch nur ein Menschenleben gerettet? Oder sind Junkies wirklich alleine Schuld an ihrem Elend? So fordern die Mediziner die Verlegung der Drogenpolitik weg vom Innenministerium hin zum Minister für Gesundheit. Prävention, Aufklärung und faktische Hilfe ist dann die Trinität, nach der ein gesellschaftlich- rechtlich fairer Umgang auch mit Haschisch und Marihuana in UK möglich wäre.

Justiz und Polizei unfähig und egoistisch?

Ja, das Argument der englischen Ärzte passt: Auch in Deutschland wird völlig willkürlich nach Bundesland entschieden, wer wie verurteilt wird und das weiterhin selbst bei Cannabis! Wer beispielsweise einen verbohrten Staatsanwalt bekommt mit dem richtigen Hass auf Drogen, der wird härter rangenommen von Justitia als jemand, der vielleicht in Berlin einem milde gestimmten Rechtsvertreter zugeteilt wird. Überwachen und Strafen, um mal ein Diktum von Michel Foucault zu verwenden, sind im Bereich der Drogenpolitik nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.

Obwohl es sich ganz offenbar um ein gesundheitliches Problem handelt, bekommen nach aktueller Auffassung Personen Zugriff, die keinerlei medizinische Ausbildung haben! Polizisten, der erwähnte Staatsanwalt, dazu noch ein Richter mit dem Denken des Biedermeiers – da ist überhaupt keine faire Beurteilung etwa einer ausgewiesenen Drogensucht möglich. Oft wird zudem verhaftet und eingesperrt, um die eigenen Zuwendungen nicht zu gefährden. Das ist so ähnlich wie mit den Privatgefängnissen in den USA – wer will hier schon weniger Insassen und damit Umsatz, wenn zum Beispiel Cannabis landesweit legalisiert würde? Hier wollen schon mal die englischen Ärzte etwas ändern und wir hoffen, dass auch in Deutschland die Weißkittel mehr Stimmung machen für das Wohl der Menschen und Patienten.

 

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