Cannabis Kontrollen bei Einreise in die USAAls ich vor wenigen Wochen in die Staaten flog, da war bereits bekannt, dass die US Regierung unter Donald Trump leider wenig Wert legt auf eine Beschleunigung der Cannabis Legalisierung. Vor allem Figuren wie Jeff Sessions als Justizminister haben mehrfach gedroht, die in puncto Haschisch und Marihuana weiterhin rigiden Bundesgesetze konsequent anwenden zu wollen, und das betrifft dann gerade auch die Einreise in die USA. Auch ist es gut möglich, dass innerhalb von extrem liberalen Bundesstaaten wie Colorado oder Washington plötzlich Bundespolizisten auftauchen und Kiffer verhaften, obwohl die Landesgesetzgebung den Gebrauch, Anbau und Erwerb von Cannabis überhaupt nicht mehr sanktioniert.

Cannabis Kontrollen bei Einreise in die USA: das Smartphone im Blick

Ich nutze persönlich kein Smartphone, aber wohlgemerkt meine Begleiter und die wurden an der Grenze respektive auf dem Flughafen Chicago ausführlich gefilzt: Das Smartphone musste angeschaltet werden und der Grenzbeamte war einen Blick auf die Fotos im Handy, mit dem Hinweis, man müsse nach Hinweisen auf Cannabis suchen! Glücklicherweise hatten meine Begleiter keine Bilder vom Kiffen oder Ähnliches gemacht und trotzdem gaben sich die Polizisten nicht zufrieden. Mit Wischtests wurden die Phones überprüft und ich kann Euch nur empfehlen, die Handys nach dem Kiffen gut zu reinigen, es bleiben schließlich oft ohne es zu wissen winzige Restbestände vom Gras auf dem Touchscreen zurück.

Auf die Frage hin, was denn beim Auffinden von Hanf Spuren geschehe, hatten die Grenzer nur eine Antwort: Bei nachweislichem Gebrauch von Cannabis wird die Einreise in die USA nicht gestattet! Visa werden nicht erteilt, egal ob Tourist oder Geschäftsreisender, und unter Umständen kann dieses Verbot sogar lebenslang gelten!

Verräterische Hinweise auf Cannabis

Zufällig war ich offenbar an einen etwas redseligen Beamten geraten und der erzählte mir, dass man im Monat tausende Kontrolle von Handys durchführe, das wäre eine Anweisung von ganz oben und darüber hinaus würden die Grenzpolizisten auch auf andere Hinweise achten. Wenn Ihr beispielsweise eine Hanfzeitung mitführt oder Euch auf Facebook beim Eimerrauchen oder Ähnlichem präsentiert, dann kann das tatsächlich zum Problem werden. Dabei ist es wie schon beschrieben völlig egal, wo Ihr einreist – die Bundesgesetze stechen am Airport jede Verfügung von Bundesstaaten und im schlimmsten Fall könnt Ihr gleich wieder zurückfliegen. Selbst eine Greencard, das ist die Berechtigung zum Arbeiten in den USA, ist keine Gewähr, dass man Euch als Kiffer ziehen lässt und so ist eine ausführliche Reinigung von Social Media Accounts, technischen Geräten und damit Eures sichtbaren Backgrounds unbedingt empfehlenswert.