Junge Leute kiffen weniger

Eine neue Studie aus den USA zeigt deutlich, dass die Legalisierung von Cannabis zu einem Rückgang bei den kiffenden Minderjährigen führt – wann handelt die deutsche Politik endlich? (Bild von 5688709 auf Pixabay)

Das ist eine Bombe, die platzt und die doch in der deutschen Politik am liebsten niemand lesen will: Eine Cannabis Legalisierung, so die aktuelle Untersuchung aus den USA, führt zu sinkenden Raten beim Kiffen – und zwar besonders bei Kindern und Jugendlichen! Während uns hierzulande also ständig erzählt wird, man könne den Hanf für Erwachsene nicht erlauben, weil dann mehr junge Leute in Gefahr geraten, geht’s in Übersee um die Fakten und wir schauen uns diese Studie selbstverständlich genauer an.

Legal States = weniger Jugendliche mit Joint!

So sieht es aus, statistisch und faktisch, und natürlich hängt das mit der Freigabe und damit mit dem Verkauf von Cannabis in den Headshops zusammen. Fachverkäufer sind keine Dealer und wohl die wenigsten Volljährigen reichen den Hanf einfach weiter an das nächste Kind. So wird es viel schwieriger für die jungen Leute, überhaupt an Cannabis zu kommen, während in Deutschland selbst Kinder in Berlin im Görlitzer Park problemlos Haschisch kaufen können. Dazu passt dann auch noch die Note der Studie, dass in den US Bundesstaaten ohne legales Gras die Raten bei kiffenden Jugendlichen konstant bleiben – wer will da noch ernsthaft die Lügenkeule rund um den Hanf für Erwachsene schwingen?

Ist diese Untersuchung empirisch belastbar?

Das müssen wir natürlich fragen, aber ja, die Studie ist repräsentativ. Gut anderthalb Millionen Schüler wurden befragt in 28 Bundesstaaten und das sowohl vor wie nach der Legalisierung von Cannabis, entweder für alle oder nur als Medizin. Um mehr als acht Prozent ging der Konsum bei Teenagern in den Legal States zurück seit der Freigabe, auch und gerade bei Leuten, die gerne häufig kiffen. Sicher müssen diese Daten dann in ein paar Jahren erneuert werden, aber in der Summe wird hier klar und deutlich widerlegt, was uns in Deutschland ranghohe Volksvertreter ohne Unterlass weismachen wollen. Ob die Angaben zu den fehlenden Fachkräften oder den in viel geringerem Umfang zu uns kommenden Flüchtlingen auch so stimmig sind wie die Aussagen der deutschen Politik zum Cannabis?

Prohibition von Hanf heißt Ignoranz des Staates gegenüber Gesundheit, Jugendschutz und Bürgerrechten. Wenn die Konsumraten gleichbleiben und wie nun bestätigt sogar sinken bei noch nicht Volljährigen, dann ist das mehr als ein Erfolg und wer ist beispielsweise der Jens Spahn als Gesundheitsminister, der hier ernsthaft Verbote rechtfertigen will? Wann ist Schluss mit diesen Schwindeleien auf Kosten der Volksgesundheit?