Cannabis nasalHanf rauchen ist die populärste, Cannabisprodukte essen hingegen die variabelste Methode zum Konsum der Graspflanze und doch gibt es immer wieder Entwicklungen, die hatten auch besonders aktive Kiffer kaum auf dem Schirm. In den USA jedenfalls gibt’s jetzt eine Firma, die bietet den ersten Hanf zum Schnupfen an und angesichts der großen Tradition von Kautabak, Schnupftabak und Co in den Staaten könnte das ein Renner werden.

Nasenspray oder Alltagsprodukt?

Mediziner setzen Cannabis nasal schon länger ein, etwa als therapeutisch wirksames Spray im Rahmen einer Behandlung von Epilepsie. Diese Nische wird nun kommerziell entdeckt und schon gibt es erste Produkte zum Schniefen mit unterschiedlicher Potenz wie THC und CBD. Das betreffende Unternehmen jedenfalls verweist vor allem auf einen medizinischen Nutzen, etwa bei der dann sehr schnell wirksamen Linderung von Schmerzen, die mittels eines Nasensprays natürlich fixer wirkt als etwa die über den Magen aufgenommen Arznei. Als weitere Bestandteile werden Kokosnussöl und Vitamin E genannt, was die Bioverfügbarkeit der Sprays verbessern soll.

Nonsens oder hilfreiche Option für den Cannabiskonsum?

Schon streiten sich Experten über den Gehalt solcher Produkte und man darf zumindest Zweifel haben über die Stärke und Wirkmächtigkeit von Hanf zum Schnupfen. Der Hersteller jedenfalls meint eine höhere Potenz mittels der Aufnahme durch die Nase zu garantieren, aber einige Mediziner winken ab und halten überhaupt alles Gerede von der Bioverfügbarkeit für kommerziell gefärbten Hype! Die Aufnahme von Wirkstoffen hängt nun mal ganz konkret von der persönlichen Beschaffenheit und von vielen weiteren Faktoren ab, so dass wir das Cannabis Nasenspray wohl eher als typisches Produkt in einer boomenden Hanfindustrie betrachten wollen.

Es gibt auch Hinweise, nach denen das THC sogar neutralisiert wird bei dieser Konsumform, was dank der spezifischen Beschaffenheit der Nasenschleimhaut dann nur dem enthaltenen CBD den Weg frei machen würde in den Körper. Ob Ihr das ausprobiert, etwa auf Kiffer Reisen in den USA, ist Euch überlassen, aber bei einer Grippe und entsprechend verklebter Nase greifen wir bekanntlich zu allen möglichen Hausmitteln und Tinkturen.