Cannabis recyclen - Kompost

Cannabis recyclen – wofür kann die Hanfpflanze noch genutzt werden?

Hanf anbauen, egal ob nun indoor oder outdoor unter freiem Himmel, hat für uns immer die dicken, schweren, köstlichen Marihuana-Buds zum Ziel. Freilich produzieren wir beim Anbau von Cannabis und dann bei der Ernte auch viele weitere Bestandteile – Blätter, Wurzeln, Stengel und sogar die Erde selbst wird zu einem auf bestimmte Weise chemisch verändertem Nährmedium. Meistens wirft der Kiffer diese Sachen auf den Kompost, wobei der THC.Guide immer wieder von aufmerksamen Leser darauf hingewiesen wird, dass sich der ganze Pflanzenrest beim Hanf bestens für Cannabis Rezepte verwenden lässt. Aber was können wir eigentlich noch anfangen mit dem Zeug und ist das Recyclen der Hanfpflanze lohnenswert, auch in Bezug auf spätere Ernten?

Welche Bestandteile lassen sich beim Cannabis verwenden?

Die Umweltbilanz von Haschisch und Marihuana als rauchbare Droge ist zumindest beim Anbau nicht besonders vorbildlich und das liegt am enormen Strom- und Wasserverbrauch der Cannabispflanze. Natürlich arbeiten in den Legal States der USA die großen Hanfbauern hier schon an ökologisch verträglichen Lösungen, zumal die Trinkwasservorräte auf der Erde in Zeiten des sich verändernden Klimas auch nicht mehr so geprallt sind wie noch vor Jahrzehnten. Prinzipiell lässt sich deshalb beim Hanf alles verwenden und wir sollten das auch tun – Warum einen solchen botanischen Schatz einfach nur rund um die Blüte entkernen und den Rest einfach wegwerfen?

  • Buds und Blüten: Ja ok, das brauchen wir nicht erklären – daraus machen wir rauchbares Marihuana durch Trocknen, Kurieren und eine anständige Lagerung oder eben Haschisch mittels der Auspressung vom Harz in der Pflanzenblüte.
  • Stiele: Die Stiele beim Cannabis sind sehr faserig und ganz folgerichtig haben die großen Hanffarmen, die etwa CBD oder Nutzhanf herstellen, den Fokus häufig auf der Verarbeitung dieser Bestandteile. In unserem kleinen Kiffergarten hingegen werden die Stiele einfach gehäckselt und werden dann als Mulch in die Beete eingebracht – die optimale Beimischung für einen gesunden Boden und dann wieder Lebensgrundlage für viele Insekten und Co. Allerdings solltet Ihr keine kranken, von irgendwelchen Bakterien befallenen Pflanzen verwenden, die verseuchen sonst alles und so werft Ihr diese besser ins Feuer wie das schon in der Bibel für die verdorrten Bäume ohne Frucht empfohlen wird.
  • Blätter: Ähnlich wie die Stiele machen Blätter auf dem Komposthaufen zwar eine gute Figur, aber das ist nicht unbedingt das Ende vom Lied der Cannabis-Leafs. Wir müssen hier unterteilen einmal in die auch für Hanf als Symbol bekannten Fächerblätter und in die Blütenblätter. Erstere schützen, bedecken und fangen vor allem die Sonne ein für den Hanf, während an der Blüte der Bud oft zusammen mit den kleineren Leafs geraucht wird. Die großen Blätter könnt Ihr zur Herstellung von Haschisch verwenden, als Bestandteil leckerer Drinks, für Salben und Tees, was wir Euch beim THC.Guide auch unter der Rubrik Cannabis Rezepte näher erklären. Und wenn Ihr so exakt vorgeht und die kleinen Blütenblätter wirklich alle mit der Nagelschere abschneidet von den Buds, dann verwendet diese Biomasse für Cannabisbutter, das passt hervorragend.
  • Wurzel: Meistens wird dieser Teil der Hanfpflanze übersehen und landet auf dem Biomüll, aber es gibt Berichte, nach denen Cannabiswurzeln schon vor tausenden Jahren als Medizin zum Einsatz gekommen sind. Dabei wurde der betreffende Stock gekocht als Tee, Sud, Tinktur und half den Menschen gegen Durchfall, Schmerzen, Geschlechtskrankheiten und Hämorriden, so zumindest die alten Schriften. Ihr müsst die Hanfwurzeln entweder als Tee aufkochen oder sie zu Pulver zermahlen, was auch wieder gut nützt für die Herstellung von Salben und Cannabis-Öl.
  • Erde: Die Erde aus den Hanf-Spots vom Anbau müsst Ihr nicht entsorgen. Ihr könnt das Ganze mit neuer Erde gut durchmischen, wobei sich Bodentests empfehlen, die einen genauen Aufschluss über dann auch eventuell benötigte Nährstoffe geben können. Logischerweise ist der Boden ausgepumpt nach dem Emporschießen von Marihuana, aber das heißt nicht Ende Gelände! Einfach aufbewahren den Blumenkübel und beim nächsten Mal wieder verwenden – Cannabis lässt sich prima recyclen und damit tun auch Kiffer der Umwelt viel Gutes.