Cannabis und Posttraumatische Belastungsstörungen - SymbolbildEs ist ja nichts Neues, dass viele Leute ausgerechnet auf Cannabis setzen, um damit mentale Probleme zu kurieren – egal ob dafür nun Hanf auf Rezept von der Kasse bezahlt wird oder man sich das Gras eben illegal beim Dealer im Park und am Bahnhof kauft. Freilich ist Cannabis von der Wissenschaft an dieser Stelle noch nicht vollständig verstanden, dafür sorgen die üblichen ideologischen Verbote von Seiten der Politik. Doch die Leidenden wollen hier nicht warten auf Entscheidungen, setzen auf Selbstversuche und dabei spielen gerade auch die Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) eine große Rolle. Kann Hanf hier helfen?

Empirische Forschung versus Selbstversuch

Eingangs muss natürlich erwähnt werden, dass die Wissenschaft beim Thema PTSD und Cannabis noch am Anfang steht, es also schwierig ist mit wirklich belastbaren empirischen Untersuchungen. In den USA allerdings ist dieser Zusammenhang akut für viele Menschen – wir denken hier beispielsweise an die Veteranen aus den diversen Kriegen, die häufig mit solchen traumatischen Störungen aus Irak und Afghanistan zurückkehren. Flashbacks, Hypersensibilität, Angst vor Menschen und so weiter – Soldaten kennen das, Unfallopfer und viele andere Leute mit psychischen Belastungen.

Offensichtlich besteht bei PTSD eine fehlerhafte Balance der Cannabinoid Rezeptoren im Gehirn. Hier wird nun viel mit CBD geforscht, dem Cannabidiol, das nicht berauscht, sondern aktiviert und das ist übrigens schon ein großer Schritt, nach dem die Wissenschaft über lange Jahre Hanf nicht sonderlich beachtet hat. Und dabei gibt es vielversprechende Ergebnisse – die Probanden können besser schlafen, sind entspannter und fühlen sich besser als zuvor.

Wird Cannabis bei PTSD eines Tages ein echtes Medikament?

Sehr gut vorstellbar: CBD Cannabis stimuliert auf positive Weise unseren Organismus und hat so gut wie keine Nebenwirkungen, was bei Anwendungen für das Gehirn und eben den traumatischen Belastungen immer ein Problem darstellt bei der chemischen Keule. Es gibt Sedativa, es gibt Angstlöser und so weiter, aber oft werden die Patienten schwer abhängig oder leiden nach einer Weile am gegenteiligen Effekt durch Gewöhnung. Hanf ist hier zweifellos eine Alternative, was sich bei der Erforschung bereits zeigt.

So bauen dann gleich ganze Organisationen wie Veteran Farmer in Kanada Gras an. Es geht um Schmerztherapie durch medizinisches Cannabis, um bessere Lebensqualität nach den posttraumatischen Belastungsstörungen und nicht wenige geben an, sie würden nach dem Gebrauch von Haschisch und Marihuana niemals mehr zu den chemischen Präparaten zurückgehen.

Von Fall zu Fall: Es wäre zu früh, Cannabis ganz generell und allgemein für jedermann mit PTSD zu empfehlen. Hier braucht es weiterhin Forschung, auch wenn die vielen positiven Erfahrungsberichte natürlich Gewicht haben. Zweifellos ist es ein großer Schritt hin zur Normalisierung von Hanf, der übrigens seit tausenden Jahren schon zur Stimmungsaufhellung und zur Entspannung verwendet wird – warum sollte der Frühmensch nach der misslungenen Jagd auf das Mammut nicht auch eine Belastungsstörung mit Cannabis lindern wie es eben heute der Veteran aus dem Irakkrieg tut?