CBD-Öl Mitochondrien

Wie stehts eigentlich um den Einfluss von Cannabis auf die Zellen und welcher Zusammenhang besteht zwischen CBD-Öl und den Mitochondrien? (Bild von Charlie Jones auf Pixabay).

Ok, seit Friday for Future sollen wir ja von Sprit, Öl, Benzin nicht mehr so reden, aber der Vergleich drängt sich hier auf: Bei der Untersuchung von Cannabis und speziell CBD-Öl sowie dessen Zusammenspiel mit den al zelluläre Kraftwerke bekannten Mitochondrien könnte es zugehen wie beim Tanken. Es ist ja bekannt, wie CBD Hanf (Cannabidiol) als nicht berauschender und körperlich wohltuender Bestandteil aus der Cannabispflanze gegen Entzündungen hilft und bei Schmerzen, aber heute werfen wir mal einen Blick auf die Molekularbiologie. Immerhin befinden sich unsere Zellen derzeit auch im Krieg mit dem Coronavirus und da kann ein wenig Research nicht schaden. Wie also beeinflusst CBD-Öl Vorgänge in den Zellen und in den Mitochondrien?

Mitochondrien haben Cannabis Rezeptoren

Wer hätte das gedacht: Schon vor bald zehn Jahren fanden französische Wissenschaftler die Rezeptoren für unseren Hanf an den kleinen Kraftwerken der Zelle – offenbar gibt’s hier ein Wechselspiel. Was genau Mitochondrien sind beziehungsweise woher sie kommen, ist unklar, aber wahrscheinlich handelt es sich um eine Art Parasit, der vor Äonen mit den Zellen eine Kooperation einging. Im weitesten Sinne macht das auch ein Virus, aber laut Forschung hat CBD-Öl nun aktivierenden Einfluss auf die Autophagozytose, also den selbst gesteuerten Abbau einer Zelle. Und auch auf den programmierten Zelltod, die Apoptose und auf die Homöostase, das ist das Gleichgewicht in den zellulär nun mal dynamischen Prozessen. 

Übersetzt heißt das: CBD-Öl hat aller Voraussicht nach einen entscheiden Effekt auf die Mitochondrien und deren Funktion, was wiederum zu einer besseren Gesundheit führt und interner Balance der Körperprozesse. Defekte der Mitochondrien führen zu Autoimmunerkrankungen, zu neurodegenerativen Vorgängen wie beispielsweise Diabetes, Krebs und Alzheimer-Demenz. Eigentlich überführen die Kraftwerke ja Nährstoffe in Zellenergie, das bezeichnen die Forscher als oxidative Phosphorylierung und wenn hier eine Störung vorliegt, könnte CBD-Hanf helfen.

Abbau von Zellen und programmierter Zelltod

Wichtig, schließlich räumt unser Leib auf diese Weise und gerade die Apoptose ist eine faszinierende Angelegenheit. In exakten Schritten baut der Organismus mit Hilfe der Mitochondrien nicht benötigte Zellen praktisch ab bis zum Fundament. Bei Autophagozytose steht das Recycling im Fokus. Sind diese Verfahren gestört, dann wachsen auch Krebszellen praktisch ohne Hemmnis – es ist also nicht verwunderlich, wenn viele Anti-Krebs Mittel bei den Mitochondrien ansetzen. Studien zum CBD-Öl finden sich beispielsweise:

  • über eine Anwendung bei Brustkrebs, wo CBD gesunde Zellen schützen konnte,
  • über die Interaktion mit VDAC1 als Protein, das für den Zelltod verantwortlich ist.

Bei geringem Stress fahren die Mitochondrien hoch, helfen bei der Zellreparatur, während bei hohem Stress die Aktivität nach unten geht um die Zellen zu schützen und CBD-Öl wird quasi als körperlich verwandtes Cannabinoid bei diesen Prozessen unterstützend wirksam. Auch bei der erwähnten Homöostase kann der CBD-Hanf ausbalancieren, etwa beim Sodium-Calcium Austausch und hier sehen Forscher Chancen für den neuroprotektiven Einsatz von Cannabidiol. 

CBD-Öl und freie Radikale 

Oxidative Phosphorylierung meint die Produktion von Energie für den Transport der Elektronen bei der Zelle. Ionisierter Sauerstoff und Wasserstoffperoxid entstehen und gehen in den Organismus als freie Radikale über – das führt zu Störungen durch beschädigte Zellwände, Proteine und der DNA. Die berühmten Antioxidantien neutralisieren diese Radikale und CBD-Öl ist ein besonders kräftiger Vertreter, weil es die CB2 Rezeptoren zum Zellschutz anregt. Ganz im Gegenteil zu vielen als antioxidativ beschriebenen Lebensmitteln ist CBD tatsächlich für den therapeutischen Einsatz geeignet und die von Patienten beschriebene, wohltuende Wirkung geht gerade auf das Wechselspiel mit unseren Mitochondrien zurück.