Cannabis aus Uruguay

Weil es kaum Hanf gibt für deutsche Patienten will die Regierung nun Cannabis aus Uruguay importieren über ein Frankfurter Unternehmen, muss aber erstmal ein paar selbstgerechte Winkelzüge vornehmen. (Bild von Monica Volpin auf Pixabay)

Ein Importunternehmen aus Frankfurt möchte Cannabis aus Uruguay importieren und dadurch mithelfen, den Notstand beim Hanf in deutschen Apotheken zu beheben. Die deutsche Gesundheitspolitik hat hier absichtlich durch Verzögerungen für Chaos gesorgt und nun ist es privaten Firmen, hier Abhilfe zu schaffen. Natürlich soll das Gras aus Lateinamerika erstmal getestet werden, bevor an deutsche Patienten geliefert wird – eine weitere lustige Story aus der BRD, dem neben China oder auch Südkorea mit Abstand primitivsten Entwicklungsland beim Thema Cannabis.

Hanfblüten sollen langfristig verschwinden – zu Gunsten der Fertigarznei!

Marihuana-Blüten lassen sich bestens konsumieren, wirken zuverlässig und helfen Menschen bei Schmerzen, zur Entspannung und vielen anderen Leiden. Das geht natürlich nicht an in Deutschland, wo der Bürger arbeiten, Steuern zahlen und damit die Leidenschaften der Politiker bezahlen soll und so erhofft man sich langfristig die Einführung von Hanf Sprays und ähnlichem als Fertigpräparate. Das funktioniert aber nicht so einfach und vorerst braucht es Cannabis als Marihuana und hier sind eine Reihe von Ländern dank Forschung und umsichtiger Politik in der Lage, entsprechend zu liefern.

Deutschland kann und wird zwar auch anbauen, irgendwann in den nächsten Jahren, aber absichtliche Verzögerungen und Drohungen sollen Bürger wie Unternehmen maximal gängeln. Da bezahlen die deutschen Krankenkassen lieber teures Import-Gras, ganz klar, das ist ja auch verständlich. Immerhin wird durch die gerade erteilte Erlaubnis zum Import durch das Bundesinstitut für Arzneimittel Staaten wie Uruguay und Kolumbien geholfen, die gerne Cannabis nach Deutschland senden und sich nette Einnahmen sichern. Tauchen solche Aktionen dann eigentlich auch auf im Bericht zur Steuerverschwendung durch die Politiker?

Wann wird das Cannabis aus Südamerika in der Apotheke zu haben sein?

Ungefähr zu Beginn des nächsten Jahres 2020: Das klingt zwar ein bisschen langsam und lächerlich, aber die deutschen Behörden müssen nach Möglichkeiten suchen, um den Import am besten noch ein Stückweit zu verzögern. Das hat alles Methode, das ist offensichtlich, und wir sind gespannt, wann und ob die Firma Cansativa mit ihrem gut gemeinten Businessplan durchstarten kann. Es wäre nicht überraschend, wenn auch dieser Geschäftsidee Steine in den Weg gelegt werden wie beispielsweise derzeit auch den pfiffigen Start Ups, die in Trier den ersten Hanfautomaten aufgestellt hatten.

Lustige Begründung, warum bisher aus Uruguay kein Hanf importiert wurde

Zwar hat das kleine, aber feine Land zwischen Argentinien und Brasilien Cannabis schon vor Jahren für Erwachsene legalisiert und auch die Angebotsverknappung in Deutschland besteht bei der Hanfmedizin schon eine Weile. Es gab aber keinen Import bisher, eben weil Gras legal ist in Uruguay – das ist ein Verstoß gegen internationale Vereinbarungen aus den 1960er Jahren, an die sich Deutschland selbstverständlich eisern hält und sich daran weiterhin hochzieht wie die DDR einst am Sparwasser Tor 1974. Wer also wie auch Kanada zu Genusszwecken legalisiert, der ist ein Paria für die dem Alkohol frönenden Politiker von Merkel bis Spahn und ganz folgerichtig lässt man lieber die deutschen Patienten leiden als sich um eine ausreichende Versorgung mit Cannabis zu kümmern.

Nun jedoch geht das auf einmal mit dem Import – der Druck aus den Apotheken und Sprechzimmern war wohl zu hoch und es hat sich ja auch ein Unternehmen gekümmert, so dass sich die Politik gegenüber den Wählern als unschuldig präsentieren kann. Unbedingt muss sicher sein, dass der Staat mit dem Gras im Export zu medizinischen Zwecken überwacht Cannabis anbaut und mit einigen windigen Interpretationen gilt das nun auch für Uruguay. Natürlich ist das absurd und idiotisch, aber immerhin gibt’s bald mehr Hanf auf Rezept und Ihr solltet beim Arzt immer wieder nach der Verschreibung fragen – das erhöht den Druck auf solcherlei stumpfsinnige, ignorante Politik und Verwaltung.