Wie steht es um die Cannabis Farbe? Was sagen uns Tönung, Farbton und Optik über die Qualität beim Hanf und worauf müssen wir achten? (Bild von David Cardinez auf Pixabay).

Der Geruch von Hanf und das Profil der Cannabinoide sind häufig Thema, doch heute wollen wir uns mal die Cannabis Farbe genauer anschauen. Klar ist Gras in der Regel grün, ist ja eine Pflanze und hat Chlorophyll, aber gerade in den letzten Jahren sind dank genetisch aufpolierter Hanfsamen immer neue Farbtöne vor allem beim beliebten Indoor Growing in den Buds zu erkennen. Dazu züchten die Hersteller ständig weiter und mehr bis hin zu den beliebten Klonen, was dann die Optik nachhaltig beeinflusst. Aus den USA und den dortigen Cannabis Dispensaries wird berichtet, wie viele Kunden besonders auf die Farbe schauen – aber warum leuchtet Hanf eigentlich so vielseitig und glänzt mit so unterschiedlichen Tönungen?

Warum Cannabis die Farbe wechselt

Natürlich ist Genetik hier die Antwort: Es gibt Hanf, der verändert den Farbton beim Übergang in die Blüte und Wissenschaftler lokalisieren schon länger Anthocyane als Ursache, das sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe im Zellsaft der meisten höheren Gewächse. Rote, lilafarbene oder auch blaue Färbungen sind die Folge, was sich jenseits von Cannabis zum Beispiel bei diversen Waldfrüchten wie der Brombeere bestens besichtigen lässt. Die eigentliche Farbgebung hängt vom PH-Wert ab.

Um die Tönung bei Marihuana zu verstehen, müssen wir uns die Jahreszeit Herbst vor Augen halten. Wenn die Temperaturen nach unten gehen, dann färben sich die Bäume in ihrer Blätterpracht rot, gelb, orange und sogar golden, was nicht nur Künstler jedes Jahr aufs Neue inspiriert. Cannabis wiederum vollzieht diesen Vorgang erst nach der Hälfte der Blütephase und dabei verblasst das typische Grün bei vielen Sorten und wechselt zu unterschiedlicher Tönung.

Können wir die Hanf Färbung beeinflussen?

Ja. Die Temperaturen sind entscheidend, da bekanntlich niedrige Werte auf dem Thermometer die Produktion von Chlorophyll als Grünfärber hemmen. Wenn wir also hier absenken beim Hanf anbauen gerade indoor mit Lampe und Co, dann lässt sich der Herbst als Jahreszeit praktisch imitieren mit entsprechend kürzeren Lichtzyklen. Cannabis reift am besten bei PH-Werten im Boden und Wasser von um die 6, plus minus 0,5. Während der Blütephase können wir das ein bisschen nach oben oder unten verschieben, das verändert den Gehalt beim Anthocyan und bringt tolle Farben hervor.

Gras anbauen und Farbe züchten: Neben dem PH-Wert und der Temperatur liegt alles an der Indoor verwendeten LED-Lampe. Die lässt sich einstellen nach Bedarf und UV-Licht Level, was positiver Stress ist für die Plants und uns coole Farben bringt. Gegebenenfalls könnt Ihr hierzu im Fachhandel nachfragen, die Leute kennen die nötigen Lichtspektren für möglichst kräftige Farbtöne beim Hanf.

Welche Farbtöne kann Cannabis als Marihuana aufweisen?

Gras heißt bekanntlich auch Marihuana und eine Färbung sehen wir logischerweise in den eigentlichen Buds, den Blüten beim Hanf. Haschisch hingegen ist das gepresste Harz der Hanfpflanze und dabei spielt die Farbe auch eine Rolle – wir kennen alle die Stories vom Schwarzen Afghanen, dem Grünen Türken oder dem Roten Libanesen, wobei deutlich auf die Herkunft des Cannabis als Haschischharz verwiesen wird. Und ein Farbton hat auch nichts zu tun mit der Potenz und der Stärke bei der Wirkung! Gesundheitsforscher halten die Anthocyane für kräftige Antioxidantien – wir kennen alle hier im Vergleich die Rede von den gesunden, weil farbenfrohen Beeren.

Beim Kauf von Hanfsamen könnt Ihr diese häufigsten und besonderen Farben beim Cannabis finden:

  • lilafarben-blaues Cannabis: Das Pigment wird von vielen Strains produziert, das sind die Hanfsorten auch als Seeds zum Pflanzen. Solche Töne müsst Ihr auch nicht extra pushen, die sind bei der passenden Variante meist sehr dominant und treten von selbst hervor. Blaues Gras mag übrigens einen höheren PH-Wert.
  • Rot-pinkfarbenes Cannabis: Hiervon gibt’s dank Zucht und Züchtung immer mehr Sorten, aber wir müssen da schon ein bisschen nach passenden Samen suchen. Achtet bitte beim Kauf nicht auf den Namen allein, da viele Hanf Spots rot und pink als Bezeichnung führen, wobei das eher auf den Geschmack in Richtung Grapefruit verweist.
  • Gelb-orangefarbenes Cannabis: Hier spielen die Carotinoide eine Rolle und es empfiehlt sich ein eher saures PH-Milieu beim Anbau, wobei solche Sorten sich auch sehr natürlich schnell einfärben dank sehr vieler Neuzüchtungen.
  • Schwarzes Cannabis: Selten, aber cool geht dieser Hanf bis auf Landrassen in Vietnam zurück und es gibt nur wenige Nachbildungen als Hybride. Experten verweisen auf einen besonders zerebralen, psychedelischen Flash hin bei schwarzem Gras.