Macron für Cannabis LegalisierungKiffer haben die Präsidentschaftswahlen in Frankreich mit Interesse beobachtet, immerhin ist die selbsternannte Grande Nation nicht nur wirtschaftlich und wohl auch kulturell mittlerweile ein Scherbenhaufen – auch beim Thema Cannabis wird zwischen Lille und Marseille im europaweiten Vergleich immer noch ziemlich hart bestraft. Der neue, junge und schneidige Emmanuel Macron hat bekanntlich im Wahlkampf allen alles versprochen, gab sich also quasi als eine schmeichelnd – schwärmerische Trump Kopie, und möglicherweise hilft das ja für die Freigabe von Haschisch und Marihuana.

Cannabiskonsum wird in Frankreich bestraft!

Wohlgemerkt: Bevor sich die Kalkriesen um Gesundheitsminister Gröhe in Deutschland endlich zu einer Freigabe von Cannabis als Medizin durchrangen, waren sowohl der Besitz, der Erwerb, die Weitergabe und der Anbau von Hanf strafbar. Ausgenommen davon blieb der Konsum und theoretisch könntest Du an einem irgendwo auf einer Parkbank liegenden Joint ziehen, freilich ohne den Dübel anzufassen und damit zu besitzen. In Frankreich hingegen ist selbst das verboten, was natürlich absurd ist, aber in der Praxis gar nicht so selten mit empfindlichen Strafen in Höhe von tausenden Euros und manchmal sogar mit Knast bestraft wurde! Ganz folgerichtig vergeudet die Polizei entlang der Loire eine Menge Zeit mit Kleinstvergehen und hier möchte der neue Präsident ansetzen. Also nur eine politisch ungefährliche Maßnahme, die möglichst keine Wähler verprellt?

Cannabis als Chance für Frankreich?

Schon jetzt sagen viele Polizisten den Kiffern, die sie mit einem Joint antreffen, sie sollen den Dübel wegschmeißen, verzichten aber auf jede weitere Verfolgung. Das unsinnig scharfe und überholte Gesetz zur Kriminalisierung selbst nur des Hanf Konsums muss geändert werden, ganz klar, aber was könnte die Fünfte Republik eigentlich noch herausholen aus einem entspannteren Umgang mit dem Cannabis?

Jeder weiß, dass Franzosen einen großen Teil des EU Haushalts fressen zur Stützung ihrer aufgeblähten Landwirtschaft und warum sollte so mancher übersubventionierte Bauer im Zentralmassiv nicht auf die Erzeugung von Haschisch und Marihuana umsteigen? Benötigt wird der Hanf auf jeden Fall, etwa im Nachbarland und Bruderstaat Deutschland, wo man für Cannabis als Medizin das Kraut aus Holland oder sogar aus Kanada importieren muss! Auch die noch recht frischen Erkenntnisse über Haschisch und Marihuana als Genussmittel, etwa in Schokolade, Tee und Beautyprodukten, kämen den Franzosen zupass, denn vielleicht lassen sich Kush und Chanel, lassen sich K2 und hohe THC Sorten Gras mit einer großen Tradition in Mode, Speis und Trank gewinnbringend kombinieren? Der darbenden französischen Ökonomie und vor allem der Landwirtschaft täten solche Impulse sicher gut, aber ob Macron das auch umsetzen kann?