Südseeinsel (Symbolfoto)

Legales kiffen auf der Südseeinsel – bald kein Traum mehr.

Wenn Ihr gerne reist und dabei Cannabis freundliche Länder in den Fokus nehmt, dann gibt’s diese Woche bei den Hanf News geniale Neuigkeiten: Südafrika legalisiert gerade den Konsum und privaten Besitz, ebenso den Anbau von Marihuana in den eigenen vier Wänden. Das gleiche und noch mal ein Stückweit liberaler passiert im Südseeparadies Nördliche Marianen und sogar in Thailand bewegt sich die Szene, zumindest ist dort jetzt eine schnelle Legalisierung von Hanf als wirksamer Medizin geplant.

Südafrika legalisiert Cannabis

Ein Gericht hat entschieden: Hanf wird in Südafrika legalisiert – ein echter Knaller, zumal vor allem auf die Verletzung der Privatsphäre hingewiesen wird beim Cannabis anbauen Zuhause! Konkret hat der South Africa Constitutional Court das entschieden und die Bestrafung von Kiffen und Anbauen für den privaten Gebrauch ist umgehend abzuschaffen. Daher werden Besitz und Konsum nicht mehr geahndet – Kiffer-Reisen nach Kapstadt und Co könnt Ihr euch also schon mal genau überlegen.

Kiffen am Kap bei den Rastafaris

Die örtlichen Kiffer und Fans von Cannabis jubelten direkt nach dem Gerichtsentscheid, zumal die berühmte Rastafari Sippschaft endlich ihrem Kult ohne Strafandrohung folgen kann nach diesem Urteil. Freilich darf Hanf nur in den eigenen Wänden – eben in der schützenswerten Privatsphäre – konsumiert und angebaut werden, in der Öffentlichkeit ist das bis auf Weiteres noch untersagt. Auch ist kein Verkauf von Haschisch und Marihuana wie in den Legal States der USA geplant und die exakten Vorlagen für Menge und Besitz überlässt das Gericht der Regierung von Südafrika.

Gesetze werden vorbereitet – Weitere Infos folgen

Genau zwei Jahre Zeit haben die Gesetzeshüter nun, um diese Weisung zu regulieren. Welche Anbaumengen sind erlaubt? Das vor Ort als „Dagga“ bezeichnete Kiffen jedenfalls wird nicht mehr behindert, übrigens auch mit dem Hinweis auf Afrika als interessantem Standort für Investment etwa bei Cannabis-Aktien. Die Gerichtsentscheidung ist bindend, auch wenn es durchaus kritische Stimmen gibt von der üblichen Anti-Hanf Klientel. Es ist eben sehr verlockend für Regierungen, die Bürger zu gängeln und auch in der eigenen Wohnung zu kontrollieren – siehe Deutschland, wo von Seiten der Parteien immer wieder viel von Freiheit und Selbstbestimmung geheuchelt wird.

Weil der Verkauf in Südafrika verboten bleibt bei Haschisch und Marihuana, können die gierigen Politiker am Kap leider auch keine Steuern eintreiben. Gut möglich, dass sich die Nachfolger von Figuren wie Jacob Zuma und Konsorten dann aber zu einer vollständigen Legalisierung durchringen, dann fließt auch Geld in die Kassen dieser Leute! Korruption ist in Afrika immer gleich mit am Start und so hat die Entscheidung der Gerichte erstmal nur Vorteile für Kiffer und sonst niemanden. Neben Lesotho und Simbabwe ist Südafrika damit das dritte Land auf dem Schwarzen Kontinent, in dem Kiffen legal ist – Welche Staaten folgen?

Nördliche Marianen legalisieren Cannabis ebenfalls

Diese Inseln im Pazifik sind zwar etwas weit weg, aber auch dort ist Hanf ab sofort für jedermann legal: Was Deutschland nicht hinbekommt, schaffen die Nördlichen Marianen spielend – ohne Volksabstimmung einfach aus Gründen der politischen Vernunft heraus! Ausgerechnet unter tropischen Palmen erwartet Euch eine der fortschrittlichsten Drogengesetzgebungen überhaupt – sollten Kiffer schon mal einen Flug dorthin buchen?

Haschisch und Marihuana in der Südsee

Die Nördlichen Marianen sind als Commonwealth eigentlich den USA zugehörig, aber eben mit weitestgehend eigenen Regeln. Daher gibt’s in der Südsee auch keinen Vorläufer in Form des Medizinalhanfs! Konkret dürfen die Inselbewohner über 21 Jahre etwas mehr als 30 Gramm Cannabis besitzen, die für die amerikanischen Zollgebiete übliche Unze also. Dazu gehören auch Konzentrate, Extrakte und so weiter, zugleich ist der Anbau in der eigenen Wohnung legal. Freilich müssen wir Euch sagen: Es ist ziemlich kompliziert, dort hin zu fliegen! Entweder über die USA oder über Japan und die Philippinen geht das, doch Ihr müsst mehrere Tage einplanen plus recht viel Geld für den Flug. Aber was ist schon Geld im Vergleich zu einem Joint, unbehelligt unter Kokospalmen mit Blick auf die Bacardi-Bucht (Ja, wir wissen die Bacardi-Insel liegt in der DomRep – trotzdem schmeckt auch auf den Marianen eine kühler Drink … ;) ) ?

Thailand: Neue Initiativen für Cannabis als Medizin

Wir haben ja schon mehrmals auf Südostasien verwiesen, das im Kern eine No-Go Area ist für Kiffer – Oasen wie Kambodscha mit den berühmten Happy-Pizzas natürlich ausgenommen. Länder wie Malaysia oder die Philippinen könnt Ihr vergessen, dort drohen sogar Hinrichtungen für einen Joint. Thailand hingegen ist schon beim Sex viel liberaler – tut sich da auch was in puncto Cannabis und Medizin? Und das ausgerechnet unter einer Militärjunta?

Wird Hanf als Heilpflanze anerkannt?

So ganz blöd sind die Thais und ihre Generale eben nicht, wenn sie sich die großartigen Möglichkeiten beim Cannabis so anschauen und man möchte sich zum einen etwas abschneiden von der dicken Hanf-Ökonomie. Zum anderen ist aber auch denkbar, dass man der Bevölkerung die sehr stumpfsinnige Drogenpolitik in 2018 kaum noch vermitteln kann – außer eben mit Peitsche und Gewehr, was aber auf Dauer nicht so erfolgreich ist. Deshalb hat die Staatsfirma „Government Pharmaceutical Organization“ jetzt bekanntgegeben, man werde ab sofort Hanfmedizin entwickeln.

Die Hoffnungen sind ähnlich wie in Puerto Rico, Lesotho oder auf Jamaika: Wie lässt sich unter tropischer Sonne ein Produkt herstellen in vorzüglicher Qualität, um das sich die (entwickelte und freie) Welt zu reißen beginnt? Gut möglich, dass Thailand sowas hinbekommt wie eine Exportindustrie beim Cannabis – aber werden westliche Länder dort bestellen, wenn Kiffer für einen Joint 20 Jahre hinter Gittern landen? Möglicherweise dient die jetzt bald erlaubte Hanfmedizin wie überall nur als Einfallstor in Richtung einer echten Legalisierung und dann hätte Thailand wirklich Grund zur Hoffnung, sich als optimale Destination für Kiffer-Reisen zu präsentieren – Worauf warten die Generale also noch?