Cannabis EigenanbauOk, das jüngst verabschiedete Gesetz zum Eigenanbau von Cannabis hat gerade die zweite Kammer des Parlaments passiert, da gibt es noch eine zweite, aber wenn es schon nach jahrzehntelangem Stillstand zu solchen Veränderungen kommt, dann wird das wohl auch juristisch pro Kiffer umgesetzt. Im Konkreten: Die Niederlande sprach sich vor wenigen Tagen für eine Legalisierung zum Anbau von Haschisch und Marihuana aus und nun könnten Hanfbauern, Betreiber von Coffeeshops und alle Cannabis Freunde zwischen Rotterdam und Amsterdam aufatmen.

Die Parlamente entscheiden beim Gras für den Bürger

Umfragen zufolge war ohnehin eine große Mehrheit der Holländer für die weitere Legalisierung, zu nervig und nebulös erschienen die alten Regelungen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Meinungsumfragen auch in Richtung Hanf Freigabe weisen, kümmert sich das Parlament in den Niederlanden schneller und deutlicher um das Volk und so kam es nun zur Abstimmung. Mit 77 zu 72 Stimmen wurde die Vorlage angenommen, die erste Kammer muss jetzt noch zustimmen. Das einzige Hindernis sind hierfür noch die anstehenden Parlamentswahlen, wo der rechtspopulistische Geert Wilders als Favorit gilt. Dieser Politiker mit der blonden Tolle ist übrigens kein so ganz großer Freund von Cannabis, möchte aber laut Wahlprogramm vor allem Coffeeshops in der Nähe von Schulen verhindern. Die Wahl findet am 15.3.2017 statt, danach dürfte das Hanf Gesetz zum Eigenanbau aber auf jeden Fall in der ersten Kammer zur Abstimmung kommen.

Eine unhaltbare Grauzone wird beseitigt

Schon seit gut 40 Jahren dürfen unsere Nachbarn Gras rauchen, dafür gibt es die bekannten Coffeeshops meistens in den größeren Städten. Jeder Kunde darf 5 Gramm Haschisch und Marihuana kaufen, dazu ist der Anbau von 5 Hanfpflanzen nicht strafbar. Das Problem der mittlerweile vielen hundert Coffeeshops war bis dato ganz logisch die Belieferung und Ausstattung, schließlich war hier lediglich eine bestimmte Menge erlaubt und die Behörden konnten recht willkürlich Lieferanten abfangen oder die Smoker Buden durchsuchen und jedes Gramm zu viel im Shop konnte hart bestraft werden. Diese absurde Situation soll nun endlich aufgelöst werden – durch eine staatliche Überwachung des Cannabis Anbaus im großen Stil! Hier sind dann offenbar Gütesiegel geplant und neben der Qualitätssicherung für das Dope möchte man den Anbau durch zwielichtige Dealer unterbinden. Gute Nachrichten also für Kiffer in Holland und natürlich bedeutet das auch für Deutsche einen in Zukunft wohl noch leichteren Zugang zu leckeren Hanfprodukten.