Cannabis Medizin 2020

Zum Jahresende lohnt sich ein Blick auf die Lage rund um die Cannabis Medizin in 2020, schließlich gibt’s selbst in Kanada mehr Hanf auf Rezept (Bild von Erin Stone auf Pixabay).

Die Zeichen der Zeit sind rund um Hanf als Therapeutikum nicht zu übersehen, schließlich haben in 2020 überall auf der Welt wieder mehr Menschen um eine Verschreibung der Cannabinoide gebeten. Um hier eine Art Bilanz zu ziehen könnten wir auf Deutschland schauen, doch hierzulande ist die Situation verzerrt. Einmal gibt die Bundesregierung nicht richtig bekannt, wie viele Leute das Rezept bezahlt bekommen und wie viele tief in die eigene Tasche greifen müssen für die absurd hohen Gebühren in der Apotheke. Zum anderen jedoch ist die Situation kein Maßstab oder gar Vorbild, weil auch im Bereich der Cannabis Medizin 2020 ein gewisser Jens Spahn als Bundesgesundheitsminister agiert und so zum Beispiel die allermeisten Hanfsorten in der Regel ausverkauft sind. Der CDU-Politiker hat sich zwar gerade eine Villa für vier Millionen Euro gekauft in Berlin, doch ausreichend Schutzkleidung im Frühjahr, genügend Coronatests im Herbst oder eben Impfstoff für wirklich alle Bürger, das kriegt Spahn genauso wenig hin wie eine adäquate Versorgung der Hanfpatienten. Deshalb wollen wir für einen Jahresabschluss nach Kanada schauen, wo Gras legal ist sowohl als frei verkäufliches Genussmittel wie auch als Cannabis auf Rezept. Auch klappt die Versorgung dort bestens und Menschen mit diversen Krankheiten bekommen stets im Fachgeschäft das passende Marihuana-Profil geboten.

Innovative Heilmethoden mit Cannabis für alle Bürger

Respektive für jeden, der ein Rezept möchte für Hanf in Kanada – das Land mit dem Ahornblatt in der Nationalflagge gibt bekanntlich eine Art Registrierungskarte für Cannabis an Patienten aus und für jede erdenkliche medizinische Indikation stehen die geeigneten Sorten zur Verfügung. Das Gros der Leute mit einer solchen Karte ist im Pandemie Jahr 2020 massiv gestiegen und das steht im Gegensatz zu den Experten, die für eine Zeit nach der Legalisierung seit 2018 der Hanfmedizin auf Rezept schon das Ende voraussagten. Doch die Menschen schätzen die Beratung sowohl beim Arzt wie auch im Fachhandel, wo die Ratio der Cannabinoide wie THC und CBD genauso gut erklärt wird für den Therapieerfolg wie die Bedeutung der Terpene und anderer Inhaltsstoffe aus dem Gras.

Allein im vorletzten Quartal gab es in Kanada 25% mehr Anträge auf Cannabis auf Rezept! Solche Zuwachsraten gab es zuletzt in der zweiten Hälfte von 2017, als Haschisch und Marihuana vor der geplanten Freigabe richtig Fahrt aufnahmen in den Behandlungszimmern. Mehr als 100 Millionen Dollar haben Patienten zwischen Ottawa und Vancouver für Medizingras ausgegeben in dem erfassten Quartal und im ganzen Jahr sind es wohl um die 600 Millionen Dollar. 

Noch viel Luft nach oben!

Ein Blick in die Provinzen zeigt überall dort eine Zunahme, wo Behörden nicht mauern, was freilich in Kanada bei speziellen Restriktionen möglich ist. Meistens nämlich wird das Gespräch mit einem Fachmediziner für die Cannabis Gesundheitskarte verlangt und wenn der gerade keine Termine frei hat, kaufen die Patienten den Hanf als Genussmittel im Geschäft. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Erstellung neuer Angebote rund um eine private Krankenversicherung, wo nun auch Marihuana mit drin ist als Leistung. Solche Maßnahmen tragen zusätzlich zur Normalisierung bei. Grundsätzlich empfehlen Kenner der Szene aber noch weitere Aktionen, um den innovativen Sektor der Naturmedizin auszubauen:

  • personalisierte Behandlungsprofile je nach Beschwerden,
  • abschließende Studien zur Wirksamkeit der Cannabinoide,
  • besserer Versicherungsschutz,
  • Unternehmen mit dem besonderen Fokus auf Hanfmedizin – derzeit sind die meisten Firmen auch in Kanada sowoh Anbieter für Therapie Cannabis wie auch von Gras zum Kiffen.

Apotheken einbinden: Bei uns in Deutschland kassieren die Apotheker aber so richtig fett ab als Jens Spahns Lieblinge und dürfen Fantasiepreise für ein Gramm Cannabis aufrufen, doch in Kanada wird Marihuana dort bisher gar nicht verkauft. Vorstellbar ist nun die explizite Einbindung von THC und Co in das pharmazeutische Sortiment, weil die Quacksalber auch eine Beratung leisten können für auskunftswillige Patienten. Im Ganzen jedenfalls wollen immer mehr Leute Hanf auf Rezept und in Deutschland sollten Interessierte gleichfalls weiter mit Nachdruck eine Verschreibung für Cannabis verlangen, schließlich gehen die Zeiten der Bierbrauer, Pharmariesen und darin verquickten Politiker langsam, aber sicher ihrem Ende entgegen.