Cannabidiol (CBD)

Ist Cannabidiol CBD nur ein Trend und am Ende ein absurdes Präparat wie das berüchtigte Schlangengift in Omas Arzneischränkchen? Warum sollten Mediziner endlich hier die Scheuklappen ablegen? (Bild von Foto-Rabe auf Pixabay)

Oma nimmt vielleicht noch einen Löffel Schlangengift gegen die Rückenschmerzen und wenn wir uns an den Hype um Omega-Fettsäuren, natürlich ungesättigt oder auch die Vitamin B-12 Manie erinnern, dann wird klar: Der Mensch ist ständig auf der Suche nach hilfreicher Medizin und nach Wohlbefinden, was in diesen Tagen besonders das CBD Cannabis in den Fokus rückt. Das als Cannabidiol verkaufte Präparat gibt’s als Vollspektrum-Öl oder als Isolat und es ist zu einem sehr erfolgreichen Trend geworden, bevor die Wissenschaft hier eine endgültige Erkenntnis zur Wirkungsweise vorgelegt hat! Ist CBD also das neue Schlangengift und wirkt gut, obwohl nicht abschließend untersucht?

Die verächtlichen (und ratlosen) Mediziner beim Hanf

Bedenken wir beim Verweis auf irgendwelche Gifte, Kräuter und Tinkturen wie von der Schlange: Solcherlei ist häufig auch massiver Kritik von Seiten der Schulmedizin ausgesetzt, denn wer eine Valium nimmt, schläft bald ein und durch, während Baldrian viel schwächer und unzuverlässiger wirkt! Daher erzählen uns viele Ärzte, dass CBD als körperaktives Cannabis ebenso Unsinn ist, haben aber selbst keine Ahnung eben weil die wirklich abschließende Untersuchung noch lange nicht vorliegt. Im Prinzip können die Mediziner zumindest in Deutschland weder für noch gegen CBD-Hanf raten – sie wissen nämlich fast nichts darüber!

Simpel, hilfreich und vielseitig – CBD als Trendsetter

Natürlich hilft Cannabidiol gegen Schmerzen, beim Einschlafen und gegen Übelkeit, aber es ist auch ein waschechter Messenger und Werbeträger für die Cannabis Legalisierung: Weil das CBD-Öl so leicht und ohne Nebenwirkungen zu konsumieren ist, dabei vielen Leuten eine echte gesundheitliche Entlastung bietet, gerade deshalb fungiert es in der Öffentlichkeit als Türöffner für neue Akzeptanz gegenüber Hanf! Kim Kardashian veranstaltet CBD-Partys, es gibt Wellness-Produkte im Überfluss und immer mehr Bars, Kneipen und Festivals kommen ohne entsprechende Hanfdrinks und Co nicht mehr aus.

Endocannabinoid-System statt Vergiftung!

Hier nun liegt der Unterschied zum Schlangengift und ähnlichen Präparaten: CBD wirkt und hilft und dockt dabei an ein System in unserem Organismus an, das der Forschung als Endocannabinoidsystem schon seit einigen Jahrzehnten bekannt ist. Es handelt sich prinzipiell um eine Art umspannendes Netzwerk, das aber Schwächen haben kann und vielleicht ist der aktuelle CBD-Hype auch gerade wegen diesem System so ausgeprägt? Weil CBD-Öl hier andockt, bringt es auch eine Wirkung, die ist positiv und nun endlich beschäftigt sich die Wissenschaft noch intensiver mit dem System in unserem Organismus. Die Hanfpflanze hat verschiedene Cannabinoide am Start und die wirken unterschiedlich, was gleichfalls untersucht wird bis in die letzten Feinheiten.

Damit ist der Unterschied zum Gift der Schlange offensichtlich: Eine Tinktur aus den Giftspeichern der Reptilien führt unseren Körper an seine Grenzen und die (heilsamen) Reaktion rufen eine Besserung von Symptomen hervor, das ist so eine Art heilsamer Schock – doch bei der Einnahme von CBD stimulieren wir ein körpereigenes Netzwerk, das genau für solcherlei Aktivierungen auch vorhanden ist! Wer CBD-Öl konsumiert, tut damit im Prinzip etwas natürliches – während die Gifte aus der Natur bei Überdosierung auch sehr gefährlich sein können! 

Die Stigmatisierung von Cannabis im Auftrag der Politik und Pharmaindustrie wirft noch ihre Schatten nach und vor allem Mediziner sind hier sehr gut dressiert in der Ablehnung. Weil es sich bei CBD um ein nicht berauschendes Cannabinoid handelt, das für immer mehr Menschen unverzichtbar ist als Lifestyle und Arznei, ist die Wahrnehmung in unserer Gesellschaft auch verändert beim Hanf – wir bilden uns quasi selbst weiter, während Ärzteschaft und vor allem Gesundheitspolitik versagen! Als vor rund 30 Jahren das Endocannabinoid-System entdeckt wurde, da entschied sich die Wissenschaft erstmal zur Ignoranz und viel wertvolle Zeit ging ins Land, bis den Leuten dann endlich mit den neuen Erkenntnissen geholfen werden konnte – heißen wir CBD also als rauscharmen Vermittler willkommen, als Boten einer neuen, aufgeklärten und vor allem selbst bestimmten Lebensweise.