Überproduktion beim Cannabisöl

Neue Daten aus dem Gesundheitsministerium von Kanada zeigen die enorme Menge Hanföl im Land, die wegen einer Überproduktion nun mittels Rabatt verkauft werden muss. (Bild von devansiennaescrow auf Pixabay)

Das Problem haben wir ja schon im US-Bundesstaat Oregon und ganz grundsätzlich kann die Legalisierung von Cannabis zu einer Überproduktion führen, wenn die rechtlichen Umstände wie eine Exporterlaubnis nicht abschließend geklärt sind. Kanada hat nun laut Daten aus dem Gesundheitsministerium gleichfalls ein Überangebot, doch nicht bei Haschisch und Marihuana als Rohmaterial, sondern konkret beim Hanföl!

So lagerten wohl noch im Juni rund 100.000 Flaschen in den Regalen der Cannabisläden, doch nur rund 10% davon werden pro Monat im Schnitt verkauft. Auch beim Rohmaterial Hanf zum Rauchen und Verdampfen ist eine Menge Gras vorhanden mit etwa 40 Tonnen auf Lager und rund zehn Tonnen, die derzeit tatsächlich verkauft werden! Was ist zu tun?

Wozu brauchen Hanfkonsumenten so viel von dem Öl mit THC?

Gute Frage, denn die Hersteller sind wohl von einer vielseitigen Verwendung ausgegangen – doch Hanföl mit THC und damit einem Rausch in petto wird in erster Linie für die Produktion von Wachs und Splittern verwendet, das sind so Konzentrate für den besonders starken Kick beim Kiffen. Und solcherlei kommt erst 2020 in Kanada in die Läden!  

Dazu wird das Hanföl auch verwendet für Sprays, die dann medizinisch wirksam sind und auch zum Auftragen auf die Haut ist es geeignet. Es gibt sogar Gleitcremes mit Cannabinoiden auf Ölbasis, doch ist dieser Markt noch zu klein für die gigantische Menge – kommt deshalb eventuell Entlastung mit neuen Verdampfern, die auch CBD-Öl zum Konsum aufbereiten?

Cannabis zum Essen und Trinken als Ausweg?

Denkbar: Das kanadische Gesundheitsministerium hat auch gezeigt, dass mehr als 10% der Konsumenten schon jetzt auf Speisen und Getränke mit Hanf setzen, Tendenz steigend. Hier wird natürlich Öl gebraucht, doch bis auf weiteres sind viele Cannabisöle nun mit einem Rabatt versehen und es kommt wohl auch auf die Region an, wie sich die Produkte in der Flasche verkaufen. Wir sind gespannt wie es weitergeht – in wenigen Wochen kommen endlich die Extrakte und eben Lebensmittel mit und aus Cannabis in die Geschäfte, was die derzeitige Überproduktion dann wohl alsbald wieder reduzieren wird.