Kostenübernahme für CannabisNun ist das Gesetz für Cannabis als Medizin in Deutschland gerade einmal ein paar Tage jung und schon gibt es entsprechende Gegenwehr. Dahinter stecken ausgerechnet die Krankenkassen, die bekanntlich seit Jahren mobil gemacht haben gegen Haschisch und Marihuana und dieser zweifellos verachtenden und auch die eigenen Kompetenzen überschreitenden Achtung stellt man nun das übliche Kostengespenst zur Seite. Cannabis für Patienten, das wäre am Ende doch sehr teuer und die im Gesetz verankerte Verpflichtung zur Übernahme der Kosten soll am besten irgendwie umgangen werden. Leben wir in Deutschland in einer Bananenrepublik?

Der Lobbyismus in Deutschland

Es ist ja nichts neues, dass hierzulande Biertrinkerlobby und Pharmazie Agenten alles tun, um Hanf und Kiffen als Teufelszeug zu verkaufen, allein die Botschaft verfängt nicht mehr so ganz! Die Kosten, welche durch Alkohol und Tabak verursacht werden, sind gemeinhin bekannt und es ist eine einzige Heuchelei, wenn hier ausgerechnet Cannabis als gefährlicher dargestellt wird. Die aktuelle Weigerung der Krankenkassen der Kostenübernahme für Cannabis ist natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass die mächtige Pharmalobby in Deutschland versucht, möglichst viel aus dem Medizinalhanf herauszuholen.

Soll hier das Katze-Maus Spiel einfach weitergehen? Wenn ein Arzt heute Cannabis verschreibt, dann sind die Kassen zur Übernahme verpflichtet, doch man probt einfach mal den Aufstand und in der Zwischenzeit muss der betroffene Patient weiterhin auf den Schwarzmarkt, um das Hanf zu kaufen! Eine absurde Situation, die das Wohl der Patienten völlig außeracht lässt und noch mal ein Stückweit grotesker wird, wenn man sich die Stellungnahmen der Krankenkassen anschaut.

Medizinische Hilfe verweigern aus dubiosen Gründen

Nochmal: Das Gesetz des Bundesministeriums schreibt die Kostenübernahme vor, aber die Kassen meinen nun plötzlich, Cannabis wäre doch gar nicht erforscht und viel zu gefährlich. Grotesk ist das deshalb, weil heute jeder Kokolores in der Homöopathie übernommen wird, von dem eine wissenschaftliche Untersuchung nun erst recht nicht vorhanden ist. Haschisch und Marihuana sind seit Jahrtausenden im Gebrauch, werden seit Jahrzehnten erforscht und sind bereits in vielen Ländern der Welt unter Aufsicht freigegeben – damit werden die Weigerungen der Kassen zu einem Tiefschlag für alle Patienten! Unwürdige Kostenschieberei jedenfalls ist keine Option und es wird Zeit, dass nun der Gesetzgeber Druck macht und den Krankenkassen erklärt, dass eine Verordnung einzuhalten ist, alles andere wäre nicht akzeptabel.

Krankenkassen verweigern Kostenübernahme für Cannabis
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