vaporizerCannabis wird in Amerika legalisiert, in Europa entscheiden sich immer mehr Staaten für eine Freigabe und diese weltweite Veränderung wird natürlich auch immensen Einfluss auf die Rauchkultur selbst haben. Gut möglich, dass in Zukunft Haschisch und Marijuana zum einen zwar wegen der psychoaktiven Wirkung eingenommen, zugleich aber möglichst unschädlich und soft geraucht werden wollen und das macht den Weg frei für neue, innovative Konsumformen.

Von Woodstock bis in den Head-Shop

Gekifft wird seit tausenden Jahren, doch zum Symbol schaffte es erst der lässig gerollte Blunt, Dübel, Joint in den 1960er Jahren. Damals galt Cannabis als Teufelszeug und die Revoluzzer der 68er und überhaupt alle Aussteiger, Hippies, Alternativen dieser Zeit rauchten Hanf auch als Statement und sozialkritische Gebärde. Damit einher ging und erhielt sich bis heute eine spezielle Ästhetik, die in etwa mit der Zigarette zu vergleichen ist. Der Kiffer mit dem Joint ist ein Symbol, unzählige Performances in Kunst, Musik, Literatur beschäftigen sich damit und erst die zunehmende Kommerzialisierung von Hanf führte wirklich auch in der Breite zu anderen Konsumformen.

Heute bieten die einschlägigen Head Shops alles, was das Kifferherz sich wünschen mag und es finden sich Bongs mit Eisfach, Wasserpfeifen aus Keramik, Glas Pipes und alle möglichen Papiersorten zum Rollen der Dübel. Solche Läden zeigen auf, welche Konsumformen beim Rauchen möglich sind und es ist geradezu erstaunlich, auf welche Weise sich manche Leute Cannabis über die Lunge zuführen. Ausprobieren ist sicher lustig, aber wenn beispielsweise eine mannshohe Bong geraucht wird, wohlgemerkt geht das dann nur im Stehen, dann solltest Du dich auch auf eine entsprechend potenzierte Wirkung gefasst machen.

Headbanger: Ungebleichtes Papier, Verdampfung, Wasserkühlung – all das ist den Bergvölkern etwa in Südamerika und Asien unbekannt und dort nutzen die Leute vor allem die mehr als originelle Holzpfeife zum Hanf rauchen. Sollen Sie sich dort mal aufhalten, ist ein Zug am Bambusrohr sehr empfehlenswert, wenn auch nur zum Vergleich, die Dinger knallen richtig heftig.

Cannabis ohne Risiko?

Aber nochmal zurück zum Anfang unseres Artikels: Die Bong und die Papers sind für viele neue Konsumenten vielleicht nicht so verlockend, schließlich kennen wir heute die Risiken beim Verbrennen einer Zigarette und hier könnte sich der Vaporizer als neues Trendgerät rund um Haschisch und Marijuana etablieren. Hier wird nichts verbrannt, sondern nur erhitzt und Du rauchst beziehungsweise inhalierst lediglich das THC und die wirksamen Stoffe, während der Rest draußen bleibt. All die lässigen Jointraucher könnten als bald durch den Vater mit Kinderwagen ersetzt werden, der sich den Vaporizer auf der Parkbank schmecken lässt, garantiert ökologisch und dem Versprechen der Hersteller nach auch ohne Risiko.

Cannabis als Lifestyle Produkt für jedermann wird Erscheinungsformen entwickeln, die den guten alten Kiffer sicher frustrieren dürften. Aber wie beim Essen und Trinken, beim Trainieren und selbst beim Sex gibt es nun mal kulturelle Veränderungen, Entwicklungen, Trends und weil heute Gesundheit über alles geht, lassen sich die rasant steigenden Verkaufszahlen der Vaporizer für den Hanfkonsum leicht erklären. Auch Kiffer mit Erkrankungen, denen das Rauchen von Papier und die knallige Bong schwerfällt, tragen zum Erfolg der Verdampfer bei und solche Vielfalt kann einer hoffentlich bald auch in Deutschland erlaubten Rauschdroge nur gut tun.