Cannabis als Antibiotika

In Australien haben Wissenschaftler erfolgreiche Infektionen der Haut bei Mäusen mit CBD behandelt – ist Cannabis in dieser Form eine Option für die häufig nicht mehr wirksamen Antibiotika? (Symbolbild von Emilian Danaila auf Pixabay )

Die Rede von den multiresistenten Keimen und Bakterien schreckt auf und das Versagen von immer mehr Antibiotika rückt neue Optionen in den Blick, darunter auch Cannabis. Derzeit wird hier intensiv geforscht, natürlich nicht in Deutschland, sondern in Übersee, und die ersten Ergebnisse lassen positive Schlüsse zu. Offenbar verfügt Hanf über antibiotische Eigenschaften und dabei steht mal wieder das ohnehin schon sehr populäre, vielversprechende CBD im Blickpunkt.

Australische Forscher testen Hanf als Antibiotikum

Konkret konnte gezeigt werden, wie Hautinfektionen bei Mäusen mit Hanf behandelt wird. An einem Institut der Universität von Queensland kam es zur Gabe von CBD, das zuverlässig und schnell gegen Streptokokken und Staphylokokken wirkte! Zugleich fanden die Forscher heraus, dass das Cannabidiol als bekanntlich nicht berauschendes und körperaktives Ingrediens der Hanfpflanze auch gegen Bakterien wirken kann, die sich sonst nur noch schwer aufgrund der eingangs beschriebenen Resistenzen bekämpfen lassen!

Jubelstürme sind aber zu früh, denn es braucht noch viel mehr Forschung an dieser Stelle. Menschenversuche sind etwas anderes als der Einsatz an der Maus und doch hat sich CBD bisher in vielerlei Hinsicht als bestens verträglich und wirksam erwiesen. Die Wissenschaftler aus Down Under wissen noch nicht direkt, wie der Hanf gegen die Bakterien aktiv wird, versprechen sich aber einiges an Erkenntnis, das dann alsbald in passgenaue Therapien und damit als optionale Antibiotika die Behandlungsmöglichkeiten von Ärzten erweitert.

CBD als medizinischer Alleskönner?

Lassen wir uns nicht verarschen: Hanf ist eine Pflanze, die steht seit Jahrmillionen in engem Bezug zum Säugetier und damit zu uns Menschen und wir haben nicht ganz zufällig ein eigenes Endocannabinoid-System im Körper. Cannabis wirkt deshalb auch so gut als Medizin und ist vielseitig, aber das muss auch alles noch erforscht werden. Es besteht viel Hoffnung und doch steht die Forschung noch am Anfang, leider massiv behindert von der Politik auf der Suche nach Feindbildern. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass CBD auch als Antibiotikum hilft, doch wir erwarten keine Wunder wie es die kritiklosen Adepten behaupten, genauso wie wir den Lügen und Schwindeleien der Anti-Hanf Lobby Glauben schenken sollten.

Vielmehr zeigt sich ein Potential, es untersucht wird: CBD kann helfen beim Entzug von Opiaten, bei Krämpfen und Anfällen, Essstörungen, Schmerzen, Schlaflosigkeit und vielem mehr – warum sollte eine Wirkung gegen gefährliche Bakterien nicht dazukommen? Derzeit jedenfalls, so die Wissenschaftler in Australien, sollten wirklich ernste Infektionen auf keinen Fall mit CDB-Öl behandelt werden! Vorerst müssen wir noch die üblichen Präparate verwenden, doch die ersten Ergebnisse aus dem Labor könnten bei gutem klinischem Verlauf das Tor aufgestoßen haben hin zu einer natürlichen, bestens verträglichen Alternative zur Behandlung von Infektionskrankheiten.