Cannatech Tel Aviv

News gibt’s zur Cannatech Messe in Tel Aviv, zur Forderung nach Cannabis Legalisierung für alle in Thailand und wir schauen auf die Philippinen.

Unsere News aus aller Welt rund um Cannabis kommen dieses Mal aus Israel, wo wir eine der wichtigsten Hanf-Messen überhaupt vorstellen. In Thailand bewegt sich einiges bei Haschisch und Marihuana und zwar viel schneller als gedacht, während wir auch mal auf die Philippinen schauen – dort regiert in puncto Cannabis die blanke Dummheit, gepaart mit massiver Brutalität.

Israel: Mega-Hanfmesse „Cannatech Tel Aviv“ im Fokus

Eine Messe zum Thema Hanf taugt dieser Tage auch als News, schließlich wollen viele Leute in Cannabis-Aktien investieren oder selbst in diesem spannenden Business tätig werden. Besonders lohnt sich hierfür der Besuch der Cannatech Tel Aviv 2019, die vom 31.März bis zum 2. April in der israelischen Metropole abgehalten wird. Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur treffen zusammen.

Dabei sind folgende Highlights auf jeden Fall einen Besuch wert:

  • 31.März – Symposium zur Hanfpflanze und zum Cannabisbusiness in 2019 > Forschung, Entwicklung und Investment im Zusammenspiel
  • 1./2. April – Konferenz und Messe mit Informationen zu Unternehmen, Rechtslage, neue Hanf-Therapien und Lieferdienste, beispielsweise per Drone in abgelegenen Gegenden Kanadas.

Es gibt auch einen Deal Room, wo Investoren direkt ins Gespräch kommen können mit den Unternehmen auf der Messe – im Ganzen also ein fetziger Event, der dank des exzellenten Programms und der Teilnehmer ein Pflichttermin ist für alle, die von der Cannabis Legalisierung profitieren möchten.

Thailand: Partei fordert komplette Cannabis-Legalisierung

Gerade erst hat sich die Militärjunta durchgerungen, Cannabis als Medizin zu erlauben – da reden thailändische Politiker schon ziemlich vorausschauend von einer kompletten Freigabe im Tropenparadies! Bekanntlich stehen in Bangkok und Co bald Wahlen an und die Kandidaten bringen sich derzeit auch zu Haschisch und Marihuana offensiv in Stellung.

Rentner, Kiffer, Sextouristen?

Zumindest würden manche Leute sagen, dass diese Entourage an Touristen Thailand bei legalem Cannabis noch häufiger besuchen würde – auf Phuket oder in Chiang Mai leben jetzt schon viele Rentner aus dem Westen, die auch zum Joint nicht nein sagen. Sex macht wie wir alle wissen einen guten Teil des Bruttosozialprodukts von Thailand aus, wobei Hanf ja durchaus förderlich sein soll für die Libido gerade älterer Menschen – ist das eine Win Win Situation im Goldenen Dreieck?

Was will die Bhum-Jai-Thai Partei beim Hanf konkret?

Dieser Tage nun fordert die Bhum-Jai-Thai Partei die komplette Freigabe von Hanf in Thailand. Pro Haushalt sollten sechs Pflanzen gestattet werden, so der Parteichef. Der geht sogar noch weiter und meint, durch den dann möglichen Anbau könnten sich viele Thais ein Zusatzeinkommen verdienen – so viel Lockerheit in der Politik ist selten! Es ist übrigens vorstellbar, dass aufgrund des Systems im Parlament die Bewegung in die Position kommt, den Premierminister zu stellen und dann kann es beim Cannabis in Thailand schnell gehen, zumindest wenn Wahlversprechen eingehalten werden.

Philippinen: Wie sich Dummheit beim Hanf noch toppen lässt

Manchmal denken wir bei Aussagen von Mortler oder auch Spahn in Deutschland, dass sich Blödheit beim Thema Cannabis nicht mehr toppen lässt. Aber nein, es geht noch extremer – auf den Philippinen, wo der Präsident Duterte zwar neue Straßen bauen lässt, aber ansonsten die Bevölkerung noch massiver verarscht als das selbst die Kolonialisten aus Amerika über Jahrzehnte nicht getan haben. Dieser Typ lässt Kiffer erschießen und geht auch ansonsten mit Leuten, die er nicht mag sonderlich zimperlich um.

Ein Mörder als Präsident – aber pro Cannabis?

Der Reihe nach. Duterte kam vor gut drei Jahren an die Macht auf den philippinischen Inseln und machte schon damals Wahlkampf mit seiner Liebe zu Adolf Hitler und zu Vorhaben, möglichst viele Leute, die Drogen nehmen, brutal abzuschlachten. Warum er dann tatsächlich gewählt wurde, ist nicht klar, aber die Probleme vor Ort mit Crystal Meth und Co sind vorhanden, Hand aus Herz. Aber einen solchen Mörder an die Spitze des Staates stellen, ist das nicht bekloppt?

Um das noch zu toppen schwätzt Duterte bis vor Kurzem noch davon, dass er selbst medizinisches Cannabis nehme, um wach zu bleiben – was für Gras soll das denn sein bei einem 74jährigen? Es war ja auch ein Joke, ganz klar, dieser Präsident setzt auf Verblödung und Brutalität, das ist eine äußerst gefährliche Mischung. Die Abgeordneten im Parlament erhofften sich Zustimmung für Hanfmedizin – weit gefehlt!

Haschisch und Marihuana als Sündenbock

Kürzlich nämlich sprach der Präsident mal wieder vor einer Meute Anhänger und erzählte offen, dass er keine Medizin auf Cannabis Basis erlaubt. Er würde sich auch nicht interessieren dafür – ein alter Mann eben, der schlichtweg der Flinte vertraut in der Meinung, das würde seine Stellung sichern. Schon krochen die ganz alten Stockträger aus ihren Löchern dieser Partei und lobten Duterte, so dass die Philippinen von den schrecklichen Entwicklungen etwa in solch zurückgebliebenen Ländern wie den USA oder auch Kanada und Israel, wo Hanf legal verfügbar ist, verschont bleibt.

Wenn heute ein Arzt das Marihuana verschreiben möchte und sei es nur körperaktiv mit CBD, dann ist das rechtlich zwar theoretisch möglich – aber auf den Antrag beim Gesundheitsministerium hin können auch Killer in die Arztpraxis kommen, das hängt ganz davon ab, welche Laune der vielleicht härteste  Präsident auf dieser Welt gerade hat. Kiffer sollten die Philippinen nicht nur meiden, sondern direkt und offensiv boykottieren – warum nur einen Peso dorthin schaffen angesichts solcher Verhältnisse?