Stadtwappen von KanepiDiese Woche geht’s in unseren Cannabis News aus der ganzen Welt mal wieder um Kanada. Die dort anstehende Legalisierung von Haschisch und Marihuana bedeutet Big Business und davon wollen sich gerade auch die großen Einzelhändler ein Stück abschneiden. Dazu legalisieren die Thais gerade das Gras als Medizin und werden wohl auch den Anbau erlauben, während in Estland die Bewohner einer Region ausgerechnet das Hanfblatt auf ihrer Flagge haben wollen.

Kanada: Cannabis direkt aus dem Supermarkt?

In der Schweiz könnt Ihr CBD als nicht psychoaktives Cannabinoid schon bequem bei Lidl kaufen und dergleichen ist im Zuge der baldigen Legalisierung von Cannabis wohl auch in Kanada möglich. Dort plant Loblaw, seines Zeichens ein megagroßer Einzelhändler mit zehntausenden Märkten, den Verkauf von Hanfprodukten, auch wenn das erstmal testweise auf bestimmten Regionen in Kanada beschränkt bleiben soll. In den USA könnt Ihr bei Walmart Munition kaufen – im Land des Ahornblattes hingegen gibt’s bald Haschisch und Marihuana quasi an der Kasse zum Mitnehmen.

Ein großer Player im Einzelhandel

Loblaw Companies LTD hat mehr als 2000 Märkte und Läden am Start. Verkauft werden in erster Linie Lebensmittel und konkret möchte man das Cannabis in den meist direkt angeschlossenen Kiosken verscherbeln. Dort kaufen sich die Kanadier bisher ihren Tabak und ein bisschen Hanf in den Regalen, das sollte für ordentliche Umsätze sorgen. Und in Kanada wird dieses Gras im Supermarkt dann auch ordentlich THC aufweisen! Langfristig macht uns das Mut, denn diese Länder geben die Trends vor und in ein paar Jahren können wir vielleicht auch in Deutschland bei Kaufland oder Edeka ein paar Joints und etwas Marihuana kaufen.

Thailand: Cannabis als Medizin auf dem Weg!

Vor wenigen Tagen hat das thailändische Kabinett ein Gesetz auf den Weg gebracht, das neben Cannabis übrigens auch Kratom, Opium und Nutzhanf für den medizinischen Gebrauch erlaubt. Das ist zweifellos eine gute Sache, wurden doch zuletzt gerade unter der aktuell herrschenden Militärjunta Kiffer manchmal für einen Joint brutal weggesperrt. Der „War on drugs“, von den USA einst verordnet, tobte auch zwischen Phuket und Chiang Mai, so dass Hanf Vergehen schon mal mit 15 Jahren Knast bestraft wurden. Die Entkriminalisierung und der Einsatz von Marihuana als therapeutische Medizin sind deshalb ein Meilenstein und vielleicht lohnen sich ja bald auch Cannabis-Aktien aus Thailand?

Dürfen die Thais Gras anbauen?

Wahrscheinlich wird das gleichfalls gestattet: Der jüngste Ablehnungsbescheid zur Errichtung einer riesigen Hanfplantage zur Versorgung der Patienten könnte umgekehrt nun eine Lockerung der Anbauregeln für zu Hause bedeuten. Als Ziel wird eine Vorbereitungszeit von drei Jahren genannt zur Vorbereitung, zugleich möchte die Regierung in Form des Gesundheitsministeriums jedoch trotzdem eigene Flächen mit Cannabis bewirtschaften. Auch die thailändischen Universitäten beginnen mit der Forschung, vor allem zum Einsatz von Hanf bei starken Schmerzen und Krebs. Leider wurde jedoch von Regierungsseite auch darauf hingewiesen, dass eine vollständige Legalisierung von Haschisch und Marihuana erstmal nicht zu erwarten ist – hier soll offenbar den korrupten Polizisten und Militärs auf der Straße ihre Einnahmequelle in Form von Erpressung beim Rauchen eines Joints belassen werden.

Estland: Stadtwappen von Kanepi ab sofort mit Hanfblatt!

Auch das ist eine Meldung: Ganz weit im nordöstlichen Europa, im hübschen Estland, hat sich gerade eine Gemeinde namens Kanepi die lokale Flagge nebst Wappen mit dem Cannabis-Leaf bestückt! Damit wird das Hanfblatt nicht nur auf Fahnen, sondern auch auf den Abzeichen am Ärmel zu sehen sein – ein Bekenntnis der Gemeine pro Haschisch und Marihuana? Vor Ort leben zwar nur gut 2500 Leute, aber bei einer Ausschreibung zur Gestaltung des neuen Regionallogos entschieden sich die Bewohner von Kanepi direkt für das berühmte Symbol. Immerhin 23 Symbole standen zuvor zur Wahl und die Wahl der Leute ist ziemlich eindeutig und auf jeden Fall ein cooles Statement.

Ist Cannabis in Estland legal und lohnt sich das Land für Kiffer-Reisen?

Bisher ist Hanf noch nicht freigegeben in Estland. Lustigerweise heißt Kanepi ein wenig abgeschliffen auf Estnisch „Marihuana/Gras“ und vor Ort wurde schon vor 150 Jahren jede Menge Nutzhanf produziert. Bisher gibt es noch kein konkretes Design für die Flagge, aber das Leaf wird nach dem Willen der Bevölkerung schon entsprechend gestaltet – wer will schon eine hässliche Flagge für seine Region? Wenn Ihr dort hinfahrt und kiffen wollt, dann ist das kein großes Problem. Der Rechtsstaat ist relativ liberal, doch könnte es beim Angebot hapern: In den meisten östlichen Ländern Europas, in Russland und auch in Skandinavien werden meistens recht hohe Preise aufgerufen für Haschisch und Marihuana und mit Sicherheit sind einige Länder derzeit eine noch passendere Partie für den Cannabis-Urlaub.