CBD in der Shopping MallWir schauen bei den Cannabis News mal wieder in die USA, wo es gemischte Nachrichten gibt aus New Jersey und aus Kalifornien. Während einmal die geplante Legalisierung wegen irgendwelcher Winkelzüge verschoben wird, geht es an der Westküste nicht so richtig vorwärts mit der Beseitigung des Schwarzmarkts. Und dann berichten wir noch aus den berühmten amerikanischen Shopping Malls, wo es künftig auch bundesweit Produkte mit dem körperaktiven CBD-Cannabis geben wird.

New Jersey: Abstimmung zu Hanf legal verschoben!

Das war schon ein Schock, als jüngst in New Jersey eine Abstimmung zum Cannabis und zu drei entsprechenden Gesetzen verschoben wurde – es gab keine Mehrheit! Eigentlich waren Experten von Zustimmung ausgegangen, schließlich verspricht sich der Bundesstaat vor den Toren New York Citys eine Menge von der Legalisierung beim Hanf – was war da los rund um Gouverneur Philip D. Murphy?

Wahlversprechen kontra politische Realität

Besagter Murphy hatte Wahlkampf gemacht mit der Legalisierung von Haschisch und Marihuana, wurde gewählt und plante nun, die Versprechen beim Hanf auch einzulösen. Um das Ganze voranzutreiben wurden die besagten Abstimmungen angesetzt und obwohl die Demokraten vor Ort in New Jersey die Mehrheit haben dann erst gar nicht durchgeführt. Offenbar gibt es starke Vorbehalte bei einigen Politikern rund um Cannabis, Erfolgsgeschichten in den Legal States hin oder her. Immer öfters muss eine vernünftige Hanfpolitik zudem herhalten für Ränkespiele, die der Sache wenig dienlich sind. Gouverneur Murphy hatte gleich drei Gesetze im Sinn:

  • Legalisierung von Cannabis für Erwachsene,
  • Strafamnestie für Vergehen rund um Haschisch und Marihuana und
  • Medizinischer Hanf soll besser zugänglich sein.

Hehre Ziele ohne Zweifel und es ist wirklich an der Zeit, hier nachzubessern – wieso werden Leute in Kalifornien und Colorado bei Vergehen gegen die ehemaligen Cannabisgesetze amnestiert, während in anderen Teilen der USA viele Kiffer und Co weiterhin wegen solcher Sachen gegängelt sind? In Jew Jersey werden die meisten Leute für einen Joint festgenommen, nur besonders rustikale Bundesstaaten wie Texas haben da noch höhere  Verhaftungszahlen zu bieten.

Der Flickenteppich aus Legal States und Anti-Hanf Kampfzonen

So sieht die USA jedenfalls beim Blick auf die Cannabis Karte aus und die viel beschworene Teilung ist beim Hanf durchaus auch zu erkennen. Trotzdem geben sich Befürworter wie besagter Murphy nicht geschlagen und schon wird angekündigt, dass man dieses dicke Brett genannt Legalisierung von Cannabis auf jeden Fall bohren will! Historie, so der Gouverneur, wird oft nicht direkt an einem Tag geschrieben und auch wenn das alles Phrasen sind, na klar – der Mann hat Stamina in puncto Wahlversprechen! Bisher wurde Hanf übrigens immer per Volksabstimmung legalisiert, außer in Vermont und so ist die abgesagte Abstimmung in New Jersey nicht so ganz dramatisch wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Kalifornien: Große Polizeiaktion gegen illegale Dispensaries in Planung?

Wer sich noch an die „Große Vaterländische Aktion“ im Buch „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil erinnert, der erkennt in den derzeitigen Reden der Polizei und Politik in Kalifornien beim Thema Cannabis und Razzia den gleichen Tenor. Man möchte der Öffentlichkeit zeigen, dass Recht und Gesetz beim Hanf eingehalten werden und so gibt’s dieser Tage in Los Angeles offenbar Vorbereitungen für groß angelegte Durchsuchungen und Razzien gegen illegale Grasläden.

Wird die Cannabis Polizei massiv aufgerüstet?

Das Problem ist seit Tag1 der Legalisierung von Cannabis in Kalifornien klar: Während die legalen Shops eine teure Lizenz kaufen müssen und dann auch Steuern zahlen, was wiederum höhere Preise zur Folge hat, scheren sich eine Menge illegaler Dispensaries einen Dreck darum und bieten Kiffern wie Hanfpatienten weit günstigeres Haschisch und Marihuana an. Steuerfrei ist aber an dieser Stelle nicht in Ordnung und so dienen die Überlegungen der Polizei dann auch dem Schutz legaler Betreiber von Hanfshops. Konkret soll das Budget massiv erhöht werden für die Gesetzeshüter und die verantwortlichen Politiker bemühen sich zugleich zu betonen, dass selbstverständlich keine Hexenjagd stattfinden werden, sondern lediglich schärfere Kontrollen.

Es gibt aber auch in den USA einfach zu wenig Cops! Um mit den illegalen Anbietern aufzuräumen braucht es mehr Polizisten, die dann wiederum viel Geld kosten und am Ende nur für Gängelei sorgen könnten, ähnlich wie das in Deutschland von der Politik geplant und durchgeführt wird mit Hinweis auf die Sicherheitslage.

Qualität beim Cannabis und Steuern

Illegale Dispensaries müssen das Gras nicht prüfen und da sind schon mal Pestizide drin, Schimmel oder andere Keime, die sich vom Kiffer kaum mit dem bloßen Auge und dann auch noch im Verkaufsgespräch erkennen lassen. Oft befinden sich legale Hanfgeschäfte und illegale Anbieter in direkter Nachbarschaft und man muss schon ein gutes Auge haben als Polizist, um die ohne Lizenz operierenden Betreiber einfach so zu erkennen! Für einen Check und eine Razzia reicht der Streifenbulle nicht aus. Die Preise sind dank fehlender Steuerabgaben bei den illegalen Shops um gut 50% geringer – Geld ist immer noch das beste Argument beim Kauf.

Die mit Lizenz operierenden Verkäufer geraten in Kalifornien schnell unter Druck ob der hohen Kosten und wenn dann gleich nebenan der Illegale den Reibach macht, dann ist es verständlich, wenn sich das Hanf Business aktiv für die Razzien und schärferen Kontrollen einsetzt. Man möchte vor allem die Betreiber einsperren, denn bis dato führt die Schließung illegaler Grasbuden schnell zur Eröffnung eines neues Geschäfts irgendwo in der Nähe. Die Lizenzen dauern nervtötend lange beim Ausstellen durch die Behörden und einige Gemeinden verlangen 50% Steuern – Die lange Geschichte von Kalifornien und illegalem Cannabis ist eben nicht einfach so wegzuwischen durch eine Freigabe und in der Summe ist die Legalisierung von Hanf zwischen L.A. und San Francisco eine zwar lobenswerte, aber eben auch ziemlich große Herausforderung für alle Beteiligten.

Bundesweit: CBD wird in Shopping Malls verkauft!

Ist das der ganz große Durchbruch für CBD Cannabis in den USA? Die Amis lieben Einkaufen und Geld ausgeben und nun wird bekannt, dass Simon Property Group als bundesweit operierender Betreiber von Shopping Malls, das beliebte körperaktive Cannabis künftig in den entsprechenden Geschäften am Start hat. Die Firma Seventh Sense CBD hat den Deal abgeschlossen und schon bald dürften die betreffenden Kioske in den Einkaufscentern auftauchen.

Zuverlässige Anbieter mit CBD-Öl in bester Qualität…

…sind die Bedingung, um in den Shoppingmalls verkaufen zu dürfen! Der Schritt hin zu einem überall verfügbaren Angebot wurde möglich, weil in den USA zum einen der Nutzhanf legalisiert wurde und weil es zugleich eine extreme Nachfrage nach dem körperaktiven, nicht berauschenden CBD gibt. Gras kann legal angebaut werden wenn das THC darin weniger als 0,3% beträgt und die FDA als Bundesbehörde ringt mit sich, hier dann auch bundesweit geltende Standards festzulegen. Aussagen wie „Gut für die Gesundheit“ oder „Hilfreich für ein langes Leben“, die in Ländern wie Vietnam und Thailand sogar auf blankes Mineralwasser geschrieben werden dürfen, sind in den USA bei CBD nicht erlaubt – es sei denn, die FDA nimmt eine Prüfung der Produkte vor.

Auch gibt’s noch Bundesstaaten, die betrachten CBD als illegal und so kommt es gerade darauf an, wen wir in Amerika gerade fragen! In Texas gibt’s noch Razzien, in Florida ist das Produkt in der Dispensarie und in vielen Staaten nun eben in der Mall zu haben – ab sofort in mindestens 108 Locations der eingangs erwähnten Betreiber von Einkaufszentren. In erster Linie ist Kosmetik geplant, also CBD-Salbe und Lotionen, und in der Summe ist das ein guter Schritt für alle Hersteller von Hanfprodukten in den USA – Cannabis wird zunehmend normal und der Hippie-Außenseiter mit dem Joint im Mundwinkel reicht schon lange nicht mehr aus, um dieses Kulturphänomen zu beschreiben.