Kiffende Golfer

Cannabis News aus aller Welt kommen diese Woche aus Österreich und zum CBD, dazu schauen wir nach Afrika und auf das dortige Hanfbusiness sowie auf den Golfsport. (Bild von bedrck auf Pixabay)

Machen wir diese Woche mal einen Rundblick auf Dopingagenturen, pardon: Anti-Doping Agenturen und deren Ansichten zum Hanf im Golfsport. Es ist zwar absurd, dass sich Cannabis hier überhaupt als Mittel zur Leistungsverbesserung beim Sport wiederfindet, aber gut – in Afrika erwarten Experten demgegenüber Milliardenumsätze dank Haschisch und Marihuana. Das freilich nur, wenn verschiedene Aspekte zusammenkommen und wir schauen darüber hinaus mal nach Österreich, wo ziemliche Willkür herrscht rund um den Verkauf von CBD-Öl.

Cannabis und Doping: Golfprofi wegen Joint gesperrt!

Sport ist Mord, aber Golf ist ok und bekanntlich dreht sich derzeit viel um Doping, so dass wir uns das Thema auch mal beim Cannabis anschauen müssen. Aus aktuellem Anlass zudem, hat doch die Weltweite Anti-Doping Agentur WADA den Wirkstoff THC aus der Hanfpflanze als „leistungssteigerndes Mittel“ eingestuft, das ist verboten und Sportler auch beim Golf werden mit Cannabis im Blut gesperrt. Gibt’s hier bald Veränderungen angesichts der weltweit steigenden Akzeptanz von Haschisch und Marihuana?

Cannabis im Sport – Absurd oder real?

Faktisch wird sich kein Fußballer vor dem Finale eine Bong reinziehen und man stelle sich vor, in der Formel 1 oder beim Eishockey würde vor dem Event in der Kabine gekifft! Ausgeschlossen, viel zu gefährlich – aber die WADA muss hier trotzdem Acht geben und Sportler bestrafen, die Cannabis viel mehr zur Entspannung nach dem Event eingenommen haben. Der eingangs erwähnte Sport Golf freilich ist nicht ganz so anstrengend wie Marathon oder Boxen, zumindest sieht es einfacher aus – Warum also gilt Hanf hier als sanktionswürdige Substanz?

Aktuelle Sperre im US-Golfsport wegen Hanf!

Jüngst wurde dann auch ein Sportler gesperrt, gleich mal für drei Monate, weil besagter Robert Garrigus eben gerne kifft, wenn auch in der freien Zeit und nicht vor dem Wettbewerb. Offenbar möchte die Dachorganisation beim Golf in der USA klare Aussagen treffen, dass in diesem Sport trotz aller Legalisierung von Colorado bis Main der Hanf nicht willkommen ist! Der Garrigus ist kein Unbekannter und er hat schon zugegeben, gerne mal einen Joint zu rauchen – Wird hier also ziemlich offensichtlich ein Exempel statuiert? Mag sein, dass die Verbote für Haschisch und Marihuana in Amerika ihrem Ende zugehen, doch gesellschaftlich ist eben noch einiges zu tun bevor auch Funktionäre erkennen, wie Cannabis wirklich wirkt und keinen Gespinsten der Prohibition mehr nachlaufen.

Afrika: Wirtschaftsboom dank Haschisch und Marihuana?

Wenn man mal ausrechnen würde wieviel die Hanfbauern im Atlasgebirge zum Bruttosozialprodukt von Marokko beitragen, dann käme sicher keine so geringe Zahl heraus – dieser Tage werden nun Schätzungen zur möglichen Wirtschaftskraft dank Cannabis auf dem Schwarzen Kontinent diskutiert. Das müssen wir uns natürlich anschauen, gerade auch mit Blick auf Cannabis-Aktien und es stellt sich die Frage, ob diese Schätzungen und Wachstumszahlen nur wieder der übliche afrikanische Hokuspokus ist oder doch realistisch.

Der Blick auf die Statistik zum Hanf in Afrika

Von Südafrika über Lesotho bis nach Simbabwe schreitet die Legalisierung von Cannabis voran und überall erhoffen sich halbwegs demokratische Regierungen bis zu fiesen Potentaten das Megageschäft mit dem Hanf. Aktuelle Schätzungen gehen von Umsätzen in den nächsten Jahren aus, die dürften jährlich mehr als 7 Milliarden Dollar betragen! Dafür braucht es aber nicht nur einen umfassenden Anbau und Export raus aus den Ländern Afrikas nach sagen wir mal Deutschland, wo die Gesundheitspolitiker das Anbauen von Cannabis endlos bewusst verzögern. Zugleich müssten die Afrikaner aber auch selbst mehr legal kiffen dürfen – schon heute rauchen weit mehr als 70 Millionen Menschen regelmäßig Haschisch und Marihuana in Afrika! Obwohl meistens verboten beträgt die Hanf Produktion jährlich fast 40.000 Tonnen.

Eine Menge also und hier Steuern abfassen, Lizenzgebühren und so weiter, das könnte auch für Länder wie Nigeria interessant werden. Der schwarze Kontinent ist für Landwirtschaft wie geschaffen, hat aber auch weiterhin auf lange Sicht massive Probleme von Korruption bis kaum vorhandene Infrastruktur. Es bleibt also spannend, vor allem für Anleger in Cannabis-Aktien, und zum Schluss eine Zahl, die das Potential in afrikanischen Ländern rund um Hanf deutlich macht: In Marokko arbeiten Schätzungen zufolge fast 1 Million Menschen direkt und indirekt mit der Hanfpflanzen, illegal natürlich – aber man stelle sich die Möglichkeiten für Jobs und nachhaltige Entwicklung vor!

Deutschland: Wie läufts beim Hanfautomaten in Trier?

CBD ist im Sortiment, dazu Tabak und sogar eine Feinwaage kann man sich in Trier aus dem Automaten holen – schon seit November vergangenen Jahres steht dieser Cannabis Slot in der alten Römerstadt, bisher sogar unbehelligt von den Ordnungshütern und Moralkontrolleuren. Nun will der Betreiber seine Geschäftsidee ausweiten – lohnt sich das?

Spielzeug aus dem Automaten, Zigaretten – und jetzt auch Cannabis?

Klar, warum denn nicht? Zumindest das legale, weil körperaktive und damit nicht im Gehirn berauschende Cannabidiol (CBD) ist zu haben für ein paar Euro und auf Knopfdruck in Trier. Für THC im Hanf besteht ein Grenzwert, sozusagen die berühmte Obergrenze von 0,2% für die Cannabispflanze und wenn das eingehalten wird, dann kann der Rest und damit auch die anderen aktiven Cannabinoide verkauft werden. Solche Hanf-Automaten stehen auch in der Schweiz und sogar in Österreich!

Und wer kauft Marihuana aus dem Automaten in Trier? Alle Generationen, so der Betreiber, der einen Headshop hat in der Stadt und natürlich braucht es den Nachweis der Volljährigkeit, genauso wie bei den Kippen oder der Bierflasche. Senioren würden den Automaten gerne nutzen, weil das CBD beruhigend wirke, so der Aufsteller, und man kann leicht Cannabis Rezepte ausprobieren. Wir sind gespannt auf die angekündigte Expansion – Wo gibt’s als nächstes Gras aus der Box in Deutschland?

Österreich: CBD im Fokus der Behörden

Das schöne Österreich hinkt ein wenig hinterher bei moderner Cannabis Politik, aber immerhin CBD ist erlaubt, zumindest so halbwegs, was dann auch viele Leute Geschäfte eröffnen lässt in diesem spannenden Business. Freilich können sich Politiker wie Kurz und Strache auch nicht zu viel Freiheit der Bürger gefallen lassen und so wird derzeit wieder kassiert, was eigentlich schon erlaubt wurde. Willkür ist also in Österreich beim Hanf und beim CBD durchaus an der Tagesordnung – hier ein kleiner Überblick zum Geschehen.

Die EU-Verordnung als Ausrede

So wurden jüngst die Betreiber von CBD Shops und Anbieter entsprechender Hanfprodukte gemahnt, dass man sich in Österreich an die EU Verordnung zu Speisen und Getränken halten müsse. Diese erlaubt in bestem Brüsselsprech CBD im Lebensmittel nur, wenn der Gehalt höher ist als das natürlicherweise in der Pflanze vorkommt – aber das wird in Österreich schon mal übersehen und so fordern die Politiker das komplette Verbot von CBD. In Wien und Co bezeichnen also die Cannabis Geschäfte das CBD einfach als Aromaprodukt, so ähnlich wie die Rauschpilze in den 90ern als Duftkissen verkauft wurden! Es wird also vom Verzehr abgeraten, obwohl natürlich jeder weiß, wie dieser körperaktive Hanf konsumiert werden sollte.

Jobverluste und geschürte Unsicherheit dank Anti-Hanf Lobby

Die ist stark, liebe Kiffer, weiterhin und sie bringt sich gerade erst in Stellung: Cannabis war jahrzehntelang verboten und all die grotesken, lächerlichen Kampagnen haben sich dank neuer Forschung und realistischer Politik vor allem in den USA und Kanada als sinnlos herausgestellt. In Österreich und Deutschland und in vielen anderen entwickelten Ländern – über die Drogenpolitik in China brauchen hier gar nicht erst anfangen zu reden – gibt es aber weiterhin, den Jahrzehnten sei Dank, oft noch starke Ablehnung und einige Leute versuchen daraus politisch Kapital zu schlagen.

So werden in Wien die CBD Shops mit neuen Gängeleien wie teuren Etiketten belästigt, es müssen Mitarbeiter entlassen werden und die Politik versucht mit allen Mitteln, die Hanfläden als schmuddelig und gefährlich aussehen zu lassen. Die interessierten Kunden vom Kiffer bis Hanfpatienten werden absichtlich verunsichert und man kann nur hoffen, dass sich wenigstens die Gerichte dann mit guten Argumenten von Anwälten beschäftigen – CBD bleibt in Österreich mindestens ein grauer Markt, aber die öffentliche Wahrnehmung könnte eben auch zu positiven Veränderungen führen, wenn ringsum die anderen Staaten mehr Druck machen für eine moderne Drogenpolitik im 21. Jahrhundert.