Cannabis zur Schmerztherapie bei Krebs - Symbolbild

Wer Krebs hat, der greift immer häufiger zum Cannabis als Schmerztherapie und als Alternative zu den vielen Medikamenten, die allein auf einer Chemischen Keule basieren. (Symbolbild von PDPics auf Pixabay)

Zehn Jahre lang wurde in San Diego an einer Studie gearbeitet, die nun veröffentlicht sehr deutlich zeigt, wie immer mehr Krebspatienten bevorzugt zu Cannabis greifen für eine effektive Schmerztherapie. In den USA sind das wohl schon um die 40% und natürlich ist hier zum einen die simple Verfügbarkeit von Hanf als Medizin, zum anderen aber eben schlichtweg dessen hohe schmerztherapeutische Indikation verantwortlich. Verglichen wurden Daten zur Anwendung von Marihuana Blüten und Co auf der einen und Opiaten auf der anderen Seite.

Daten und Hintergrund der Cannabis Studie bei Krebserkrankungen

Untersucht wurden die Krankendaten von etwa 2500 Personen, die sowohl mit wie auch ohne Krebs medizinische Relevanz aufweisen für das Thema. Gemessen wurde zudem beim mittleren Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Gut 40% der Krebspatienten nimmt mittlerweile wie selbstverständlich Haschisch und Marihuana im Rahmen der Schmerztherapie ein! Die Rate der Einnahme von Opiaten ist dabei ungefähr gleichgeblieben, so dass Cannabis offenbar bestens als begleitende Therapie funktioniert – die Vorteile von der Ankurbelung des Appetits bis zur Reduktion von Übelkeit ist gemeinhin bekannt und sehr gut nachgewiesen.

Wird Cannabis zu einer Standardtherapie bei Schmerzen?

Die Patienten berichten sehr häufig, wie sie Hanf alternativ probieren zum Opiat und einige Mediziner sind hier guter Dinge, das Cannabis künftig besser einbinden zu können bei der Behandlung starker Schmerzen. Gut möglich, dass hierbei dann sogar die in den USA massiven Sterberaten durch Opiate zurückgehen – eignet sich Hanf dann auch zur Absetzung der Mittel bei Süchtigen? Zwar ist Gras auf Bundesebene weiterhin illegal, doch angesichts der massiven Akzeptanz bei der Bevölkerung und gerade den Patienten ist eine Öffnung zumindest erst einmal bei der Forschung sehr gut vorstellbar.

Verschreibungspflichtige Medikamente durch Hanf ersetzen?

Diese Debatte bekommt mit der Krebsstudie neue Nahrung und die Theorie von Cannabis als wirksamem Substitut ist unter Wissenschaftler und Patienten seit längerem bekannt. Die Suche nach natürlichen Präparaten ist so alt wie die Verschreibungspraxis der Chemischen Keule und während Globuli, Heilwasser und Co ziemlich sicher ins Reich der Fantasie gehören, wirkt Hanf tatsächlich – seit tausenden von Jahren war Cannabis überall Standard beim Medizinmann und in den Spitälern von Mönchen und Priestern. Auch greifen die Patienten häufig bei Schmerzen und Krebs ohne Aufforderung zu Haschisch und Marihuana, gehen also bereitwillig Selbstversuche ein.

Kiffen für ein besseres Leben: Das klingt aufgetragen, aber faktisch ist es Realität – die Menschen probieren aus, was zur Verfügung steht! Dank immer neuer, spannender Forschung tun sich selbst in der Onkologie Horizonte auf, die leider vielfach noch durch eine falsche und kurzsichtige Politik behindert werden. Jeder Patient sollte freilich testen und anwenden, was im Falle einer Krebserkrankung hilft und vor allem Lebensqualität zurückgibt. Das zu verweigern wie etwa in Deutschland in vielen Fällen und nicht durch die Kassen bezahlen zu wollen ist skandalös und zeigt, wie verrottet die Gesundheitspolitik hierzulande leider immer noch ist.