Cannabis gegen Übelkeit

Gibt es Einsatzmöglichkeiten von Cannabismedizin bei der Reisekrankheit? Betroffenen wird übel, sie übergeben sich, haben Schmerzen und Hautprobleme – kann Hanf hier hilfreich sein? (Bild von Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay)

Die berüchtigte Reisekrankheit befällt viele Leute, die haben dann Probleme im Bus, Auto oder auch auf dem Schiff mit Übelkeit und müssen sich übergeben. Es gibt nicht wirklich Medizin dafür außer vielleicht Nautamine, die wie eine Art Kaugummi den Magen beruhigen. Übelkeit durch schwankende Achsen und auf den Wellen der Ozeane wird aber auch durch Nackenschmerzen begünstigt und die Forscher haben nun mal geschaut, ob sich Cannabis als neuer medizinischer Allrounder gegen diese Belastungen verwenden lässt. Lohnt sich Hanf für alle, die ständig kotzen beim Autofahren und welche Vorteile bietet der Konsum bei solchen Problemen?

Warum wird vielen Leuten beim Reisen schlecht?

Gute Frage. Die US National Library of Medicine geht davon aus, dass gut ein Drittel aller Menschen solche Belastungen erfährt bei langen Reisen im Auto oder Bus. Auf dem Wasser ist die Seekrankheit seit Jahrtausenden bekannt, mit dem üblichen Schwindel und der massiven Übelkeit. Betroffene berichten von Unwohlsein bis in die Knochen hinein, von Hautirritationen und von Schweißausbrüchen. In der Summe eine kräftige Belastung und wer viele Stunden übers Land tuckert oder auf der Fähre vor sich hingammelt, der hat mit Sicherheit schon alles Mögliche gegen die Reisekrankheit probiert. Oft wird auch gleich gar nicht mehr gereist oder nur mit einigermaßen akzeptablen Transportmöglichkeiten, allen voran die Eisenbahn mit ihren gleichmäßigen, ohne Kurven gebauten Strecken.

Antihistaminika machen müde: Diphenhydramin wird besonders häufig bei der Übelkeit auf Reisen verschrieben, ist aber auch als Beruhigungsmittel und bei Schlafstörungen in Gebrauch. Zwar mag dieses Präparat die Kotzattacken auch mindern, aber die Leute hängen halt auch ordentlich durch, sind quasi halb-sediert und werden von der Reise wenig mitbekommen!

Cannabis ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Übelkeit

Das zumindest erst einmal grundsätzlich. Hanf wird in der Medizin und privat eingesetzt bei Unwohlsein mit dem Magen und wem wirklich übel ist, der kann durch den Konsum von Cannabis dieses Gefühl drastisch reduzieren. Seit Ewigkeiten wird das Gras bei solchen Indikationen verwendet, was nun endlich auch legal wiederentdeckt und erforscht werden kann. Auch der Appetit lässt sich steigern und Hanf wirkt beruhigend auf unsere Verdauung. Zugleich werden Schmerzen gut gedämpft was für Leute wichtig ist, denen übel wird, weil der Nacken und Rücken extrem verspannt sind. Die vielseitige Einsetzbarkeit von Cannabinoiden macht den Hanf zu einem medizinischen Allrounder – auch im Auto, wenn wir nicht gerade die ganze Zeit selbst am Steuer sitzen.

CBD-Öl gilt dabei als sehr hilfreich. Es wirkt schonend, ohne Nebenwirkungen, berauscht nicht im Kopf, sondern entspannt den Körper. Zudem ist dieses Cannabidiol auch legal, selbst wenn in Deutschland manchmal noch sich ein Dorfpolizist oder ein CDU/CSU Politiker aufbläst – Millionen Menschen wenden CBD-Öl erfolgreich an und pfeifen auf idiotisch verkommene Verbote.

Bei der Einnahme von CBD Cannabis gegen die Reisekrankheit ist ein wenig Ausprobieren erforderlich. Am besten ist ein Einstieg mit einer geringen Dosis um zu schauen, wie der Hanf damit bereits hilft und die Dosis lässt sich dann langsam steigern. Vor einer langen Autofahrt oder einer Busreise lohnt sich die Verwendung von CBD, wobei auch die heute so trendigen Kreuzfahrten sicher für manche Teilnehmer eine Wackelpartie auf dem Wasser sind. Gut möglich, dass dort CBD-Öl bald schon legal verkauft wird an Bord, schließlich ist die Bootsfahrt ohne Übelkeit und dem Kotzen über die Reling weit schöner und auch lustiger.