Kiffer Paradies Amsterdam war vorgestern, dann kamen Prag und Lissabon, aber nun scheinen sich die Kiffer ausgesprochen gern in Spanien zu vergnügen, das jedenfalls zeigen neue Ergebnisse der Studie „Linea Directa.“ Als dezentrales Land mit zum Teil enorm starken Regionen wie etwa das aufsässige Katalonien sind die Drogengesetze unübersichtlich aber zugleich sehr liberal. Eine Legalisierung von Cannabis in Spanien ist zwar noch nicht in Gesetz gegossen, aber faktisch gibt es in 2016 kaum nich Festnahmen, wenn es sich nicht gerade um Mega Dealer mit tonnenweise Haschisch und Marihuana handelt.

Welche Regionen laden zum Joint?

Sowohl in La Rioja wie auch im bereits erwähnten Katalonien wird viel gekifft, doch übertroffen wird das noch mal ein Stück weit von den Balearen. Und natürlich werden sich auf Mallorca und Co auch viele Touristen vergnügen, schließlich ist Hanf in Deutschland immer noch ein super heißes Eisen, das erst langsam von besonders linken Landesregierungen zunehmend entschlossener angepackt wird.

Vor einer Reise nach Spanien solltest Du aber trotzdem immer mal einen Blick ins Netz zu den aktuellen Entwicklungen werfen, gerade kam eine konservative Regierung an die Macht nach jahrelangem Gezerre und Kiffer sind ja wie wir alle wissen besonders leichte Opfer, wenn die Politik und Öffentlichkeit mal wieder einen Sündenbock für das eigene Versagen benötigen.

Wie steht es um den spanischen Kiffer im Straßenverkehr?

Wird auf Droge auf der Straße getestet, dann sind gut 30 Prozent der Spanier auch fällig. Leider zeigt die Studie Linea Directa nicht klar, ob damit dann auch Alkohol erfasst wird, der Bericht spricht mehr von der Zunahme von Unfällen, die freilich auch auf Kokain und eben den Suff zurückgeführt wird. Der typische Drogi am Steuer ist Ende 20, männlich und fährt gern am Wochenende herum, so jedenfalls die Summe der Untersuchung zu den straffälligen Verkehrsteilnehmern in Spanien.

Der Anbau von Hanf ist erlaubt – aber nur zum Eigenkonsum!

Auch diese Regel ist nicht direkt im Gesetzbuch ausgewiesen, aber in der Praxis wird niemand bestraft, der sich auf dem Balkon ein Pflänzchen hält. Das ist zwischen Bilbao und Sevilla schon lange normal und die Polizei hängt sich eher an große Dealer, die den Anbau von tonnenweise Hanf vorantreiben. Wer auf seiner Hazienda kifft und was Kleines anbaut, dabei nicht auffällig wird und keine gewerbemäßigen Vorkehrungen trifft, der wird in der Regel auch nicht verfolgt.

Urlaub in Spanien: die Cannabisclubs von Barcelona

Bei so viel Freiheit in der Tüte lohnt sich natürlich ein Ausflug nach Spanien. In der Öffentlichkeit Kiffen ist zwar per se nicht gestattet, aber kein Polizist wird eingreifen, wenn man sich auf einer Parkbank einen Joint anzündet! Besonders empfehlenswert ist dabei die katalonische Hauptstadt Barcelona, hier liegt nämlich die landesweit einzige Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken vor. Dafür stehen in der Stadt selbst hunderte sogenannter Clubs zur Verfügung, in denen sich problemlos Haschisch und Marihuana besorgen lässt. Auch ganz allgemein laden die Cannabisetablissements zum Kiffen ein, die Stadt ist also fast schon eine Art Hanfparadies mit reichlich Auswahl, Sonne und Strand satt.